Rhein-Ruhr-Marathon

Marathonläufer trotzen in Duisburg der Hitze

Halbmarathon-Siegerin Michelle Rannacher dankte den Zuschauern für die kühle und erfrischende Unterstützung.

Halbmarathon-Siegerin Michelle Rannacher dankte den Zuschauern für die kühle und erfrischende Unterstützung.

Foto: Jörg Schimmel

Duisburg. Für den Stadtsportbund und den LC Duisburg ist die Hitze längst Routine. Es liegt in der Natur der Sache: Seit vielen Jahren bitten die Ausrichter des Rhein-Ruhr-Marathons Ende Mai oder Anfang Juni zum Langstreckenlauf nach Duisburg. Temperaturen über 30 Grad sind da keine Überraschung, in den letzten Jahren mussten die Läuferinnen und Läufer schon häufiger den Kampf gegen die sengende Hitze antreten.

So war es auch gestern. Mittlerweile gehen nicht nur die Veranstalter mit der Sonne routiniert um, auch die Teilnehmer haben sich mittlerweile auf die Bedingungen eingestellt. Die Sanitäter mussten lediglich drei Läufer, die im Zuge der Hitze auf der Strecke kollabiert waren, ins Krankenhaus bringen. Nach kurzer Zeit konnten die drei Sportler, die sich offenbar überschätzt hatten, die Klinik wieder verlassen.

Vor allem auf den letzten Kilometern holten viele Läufer noch einmal alles aus sich heraus, um das Ziel in der Arena noch zu erreichen. Rund 30 Finisher mussten dann im Zielbereich der Anstrengung Tribut zollen. Die Sanitäter brachten die Sportler dann aber schnell wieder auf die Beine.

Angesichts der zu erwartenden Temperaturen hatten die Veranstalter im Vorfeld des Laufes über die sozialen Netzwerke die Bevölkerung noch einmal aufgefordert, die Marathonis mit privaten Duschen und Versorgungsständen zu versorgen. Die Bürger warteten, bis die flotten Inliner, die nun nicht sehr scharf auf einen rutschigen Untergrund waren, durchgesaust waren und warteten mit vielen Erfrischungen von der Wanne bis zum Gartenschlauch auf.

„Die Getränkeversorgung war bei dieser Hitze das A und O für uns Sportler. Es gab mehr als ausreichend Stationen, dazu die erfrischenden Wasserduschen an der Strecke. Die Leute haben wirklicheinen Super-Job gemacht“, lobte Halbmarathon-Siegerin Michelle Rannacher von der DJK Gütersloh, die in 1:22:54 Stunden siegte, die Anwohner und Zuschauer am Streckenrand.

Heiße Samba-Rhythmen

Traditionell gab es wieder zahlreiche Straßen- und Bürgerfeste, gleichzeitig auch einige Passagen, auf denen die Läufer alleine den inneren Schweinehund besiegen mussten. Auf dem Buchholzer Marktplatz stand wieder das Bürgerfest mit Livemusik auf dem Programm. Am AWO-Seniorenzentrum in Hochfeld sorgte der Marathon-Frühschoppen für Rückenwind. Die Meidericher Vereine sowie die Turnabteilung des MSV Duisburg erleichterten den Läufern mit ihrem Programm den Kampf gegen die Hitze.

Wie in den letzten Jahren wurde der Rhein-Ruhr-Marathon seinem Titel als „Samba-Marathon“ gerecht. Immer wieder sorgten heiße Samba-Rhythmen für zusätzliche Hitze – auch auf den letzten Metern bis zum Zieleinlauf in der Arena.

Insgesamt zählte der ausrichtende Stadtsportbund auf den Straßen und in der Arena 50.000 Zuschauer. Laut SSB bedeutet dies eine leichte Steigerung gegenüber dem vergangenen Jahr.

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