Vorbereitung

Lieberknecht muss beim MSV Duisburg noch improvisieren

„Ich brenne für diese Herausforderung.“ Trainer Torsten Lieberknecht will beim MSV Duisburg nicht jammern. 

„Ich brenne für diese Herausforderung.“ Trainer Torsten Lieberknecht will beim MSV Duisburg nicht jammern. 

Foto: Nico Herbertz / MSV Duisburg

Duisburg.  Die hohen Temperaturen bestimmen aktuell beim MSV Duisburg den Trainingsablauf. Der Coach hofft auf Neuzugänge vor dem Trainingslager

Das Trainingsprogramm des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg orientiert sich in diesen Tagen auch am Wetterbericht. Am Mittwoch traten die Zebras aufgrund der hohen Temperaturen bereits um 9 Uhr auf der Vereinsanlage an der Westender Straße zur Arbeit an.

„Wir müssen derzeit viel improvisieren“, sagt Cheftrainer Torsten Lieberknecht. Nicht nur das Wetter zwingt die Meidericher zur Flexibilität. Im Kader sind noch einige Stellen frei, an ein Trainingsspiel „Elf gegen Elf“ ist noch nicht zu denken. Mit Stürmer Petar Sliskovic (erkrankt) und Connor Krempicki (muskuläre Probleme) mussten zudem zwei Spieler aussetzen.

Am Samstag steht beim Bundesligisten Borussia Mönchengladbach das erste Testspiel über 90 Minuten an. Ideal sind die Voraussetzungen unter Berücksichtigung der Temperaturen und der Personalsituation nicht. Hinzu kommt, dass aufgrund der Corona-Richtlinien nur vier Auswechslungen möglich sind. Somit müssen sieben Spieler über de volle Distanz gehen.

Für Torsten Lieberknecht ist somit auch die aktuelle Vorbereitungszeit speziell. Der 47-Jährige bleibt seinem Credo treu: Jammern hilft nicht. „Ich brenne für diese Herausforderung.“

MSV Duisburg mit modifiziertem System

Die Kaderplanungen sind noch nicht abgeschlossen. Sportdirektor Ivica Grlic sucht aktuell vorrangig Neuzugänge für die Innenverteidigung und das defensive Mittelfeld. Im Idealfall sind die neuen Leute bereits an Bord, wenn der MSV am Montag sein Trainingslager im niederländischen Mierlo bezieht. Lieberknecht hätte auch nichts gegen Verstärkungen bereits zum Kick in Mönchengladbach einzuwenden. Je früher der Kader komplett ist, desto einfacher fällt die Integration der neuen Spieler.

Ob gleich zwei neue „Sechser“ als Ersatz für Yassin Ben Balla (Eintracht Braunschweig) und Tim Albutat (KFC Uerdingen) beim MSV anheuern werden, ist fraglich. Das Vakuum vor der Abwehr kann der MSV auch intern füllen. Mit Maximilian Jansen gehört aktuell nur ein Spieler mit dem Spezialgebiet defensives Mittelfeld dem Kader an. In der letzten Saison verbuchte der 27-Jährige 15 Startelfeinsätze und stand im Schatten von Ben Balla und Albutat.

„Er könnte von der Situation profitieren und seine Position festigen“, ist Jansen in den Augen des Trainers ein ernsthafter Kandidat für den Job vor der Abwehr. Zudem hat der Lieberknecht am vergangenen Samstag im Test gegen den Regionalligisten Preußen Münster sein angestammtes Spielsystem, das 4-2-3-1, modifiziert. Jansen spielte beim 1:0-Sieg im 4-1-4-1 auf der Sechserposition. Connor Krempicki, der das Geschäft im defensiven Mittelfeld ebenfalls kennt, sieht der Trainer derzeit eher in der Viererkette im Mittelfeld.

Ein Ticket für U-19-Spieler Williams

Einen guten Eindruck macht derzeit U-19-Spieler Folarin Williams, der auf dem Trainingsplatz Profiluft schnuppern darf. „Er ist konditionell gut drauf und präsentiert sich gut“, stellt der Trainer dem 18-Jährigen ein positives Zwischenzeugnis aus. Als Lohn erhält der A-Jugendliche nun ein Ticket für das Trainingslager in der kommenden Woche. Ob es am Ende für einen festen Platz im Profikader der Meidericher reichen wird, ist noch offen. Die ersten Hürden hat Folarin Williams jedenfalls bereits erfolgreich genommen.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben