Frauenfußball

Kein Sieg bei Premiere der MSV-Frauen

Das MSV-Team bei der Premiere in Magdeburg: (hinten von links) Trainer Sven Kahlert, Jennifer Oster, Alice Hellfeier, Laura Neboli, Julia Debitzki, Co-Trainerin Annemieke Kiesel; (vorn von links) Sofia Nati, Gurbet Kalkan, Stina Lykke Petersen, Meike Kämper, Isabel Schenk, Satomi Shibata..

Das MSV-Team bei der Premiere in Magdeburg: (hinten von links) Trainer Sven Kahlert, Jennifer Oster, Alice Hellfeier, Laura Neboli, Julia Debitzki, Co-Trainerin Annemieke Kiesel; (vorn von links) Sofia Nati, Gurbet Kalkan, Stina Lykke Petersen, Meike Kämper, Isabel Schenk, Satomi Shibata..

Foto: NRZ

Magdeburg.   Das Duisburger Team blamierte sich beim Hallenpokal in Magdeburg aber nicht. Nach der 0:5-Auftaktniederlage gegen den VfL Wolfsburg folgten ein 2:2 gegen den SC Freiburg und ein 0:0 gegen den FC Bayern München.

Beim Debüt als Frauen-Fußballteam des MSV Duisburg schafften die Zebra-Ladies keinen Sieg. In Gruppe C kassierten die Hüttenheimerinnen beim DFB-Hallenpokal in Magdeburg vor 4634 Zuschauern zum Auftakt eine 0:5-Klatsche gegen den Triplesieger VfL Wolfsburg. Danach reichten zwei Treffer von Gurbet Kalkan (4.) und Sofia Nati (7.) nicht, um den SC Freiburg nieder zu ringen. Das Duell endete 2:2. Im letzten Gruppenspiel musste ein Sieg gegen den FC Bayern München her. Nach dem 0:0 beendete der MSV die Gruppe als Dritter, hatte aber zu schlechte Karten, um über die Hintertür noch in die K.o.-Runde einzuziehen.

„Schade“, befand Geschäftsführer Bernd Maas, „wir sind unglücklich rausgeflogen. Turbine Potsdam hatte zwei Gruppenspiele verloren, es aber dann durch einen Sieg über den VfL Sindelfingen doch noch geschafft, die Zwischenrunde zu erreichen. Es ist im Frauen- und Männerfußball gleich: Am Ende entscheiden die Tore. Und da hätten wir gegen den FC Bayern das eine Ding machen müssen.“ Als kompletten Schlag ins Wasser wertete Maas die Turnierteilnahme nicht. „Man kann sagen, dass wir sieglos geblieben sind. Man kann aber auch festhalten, dass sich die Mannschaft nach dem 0:5 zum Start gesteigert hat. Die Frauen haben sich im MSV-Trikot nicht blamiert.“

Trainer Sven Kahlert musste neben den portugiesischen Auswahlspielerinnen Dolores Silva und Laura Luis (Lehrgang) auch auf Marina Himmighofen (Abschlussprüfung zur Bundespolizistin) und Steffi Weichelt (Seminar) verzichten. Lucie Vonkova wollte zwar unbedingt anreisen, wurde aber von Kahlert bewusst außen vor gelassen: „Sie hatte hohes Fieber. Das hätte überhaupt nichts gebracht, Lucie im Turnier mitmachen zu lassen.“ Jackie Groenen hat sich nach wie vor nicht geäußert, ob sie sich eine Zukunft in Duisburg vorstellen kann. Derzeit absolviert die Mittelfeldspielerin ein Probetraining bei den Ladies des FC Arsenal London.

Sven Kahlert weiß, was in der Rückrunde auf dem Spiel steht. Das Abstiegsgespenst ist längst nicht verscheucht, Alternativen im Kader sind rar. „Wir müssen auf jeden Fall etwas tun. Wir brauchen eine Stürmerin und eine Mittelfeldspielerin“, gibt der Coach Einblick in seine Planungen. Kahlert hat bereits Kontakte geknüpft. Im Optimalfall sollen vier Spielerinnen während der Wintervorbereitung zum Kader stoßen. „Sie müssen nicht zwingend deutsche Spielerinnen sein, aber sie müssen die Sprache beherrschen“, sagt Kahlert.

Wichtig: Die Kaderverstärkungen müssen direkt zünden. Lange Anlaufphasen kann sich der MSV nicht erlauben. Geht es nach Kahlert, dann sind künftig auch Trainingseinheiten mit mehr Vormittagsbeteiligung geplant. Zuletzt standen nur drei bis fünf Spielerinnen zur Verfügung. Spielformen sind mit diesem Miniaufgebot nicht einzustudieren. Kahlert: „Um richtig intensiv zu arbeiten, brauchst du zehn, zwölf Akteurinnen in den Vormittagseinheiten. In Frankfurt hatten wir 16 bis 18 Spielerinnen auf dem Platz. Aber ich weiß, dass das besondere Möglichkeiten sind.“ Auch beim MSV Duisburg muss Kahlert kleinere Brötchen backen.

Turniersieger wurde Turbine Potsdam im Neunmeterschießen des Finales gegen den 1. FFC Frankfurt.

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