Handball

Kein Aufstiegsdruck bei der HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen

Die HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen in der Verbandsliga-Saison 2019/20. Hinten von links: Co-Trainer Nico Biermann, Fabian Schwartz, Nico Arend, Fabian Zarnekow, Anthony Pistolesi, Philip Kox, Mirko Szymanowicz, Trainer Helmut Menzel, Physiotherapeut und Geschäftsführer Sascha Gerlach, Polizeihauptkommissar Michael Bach. Vorne von links: Pascal Wolfhagen, Philipp Dickel, Niclas Staat, Basti Müller, Sebastian Brysch, Torben Nepicks, Domenic Gatza.  Es fehlen: Tobias Dickel, Fabian Fenzel, René van Deventer, Eric Schwarz.

Die HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen in der Verbandsliga-Saison 2019/20. Hinten von links: Co-Trainer Nico Biermann, Fabian Schwartz, Nico Arend, Fabian Zarnekow, Anthony Pistolesi, Philip Kox, Mirko Szymanowicz, Trainer Helmut Menzel, Physiotherapeut und Geschäftsführer Sascha Gerlach, Polizeihauptkommissar Michael Bach. Vorne von links: Pascal Wolfhagen, Philipp Dickel, Niclas Staat, Basti Müller, Sebastian Brysch, Torben Nepicks, Domenic Gatza.  Es fehlen: Tobias Dickel, Fabian Fenzel, René van Deventer, Eric Schwarz.

Foto: HSG VeRuKa

Duisburg.  Die Duisburg-Moerser Spielgemeinschaft hat sich für die neue Saison in der Verbandsliga namhaft verstärkt. Königstransfer ist ein Ex-Homberger.

Einen Aufstieg kann man nicht planen. Oder etwa doch? Die vergangene Saison in der Handball-Verbandsliga beendete die HSG Vennikel/Rumeln/Kaldenhausen als Fünfter. Damit verbuchte die Duisburg-Moerser Spielgemeinschaft das beste Resultat seit den goldenen 1950er Jahren im Feldhandball. Das Ende der Fahnenstange soll damit aber noch nicht erreicht sein. Ve/Ru/Ka will in die Oberliga. Der Sprung nach oben muss nicht zwingend in dieser Spielzeit erfolgen. Angesichts hochkarätiger Verstärkungen ist Understatement aber unangebracht. Das weiß auch Helmut Menzel, der das Team seit Ende Januar trainiert. „Unser Ziel ist ein Platz zwischen eins und drei“, sagt der 45-Jährige: „Wir haben vom Vorstand keinen Druck, sofort aufsteigen zu müssen. Mittelfristig will der Verein aber hoch.“

Aus der vierten in die sechste Liga

Der Kader wurde mit sechs Neuzugängen verstärkt, von denen fünf schon deutlich höherklassig unterwegs waren. Der Königstransfer ist Mirko Szymanowicz, der bis Mai noch Dreh- und Angelpunkt des Regionalligisten VfB Homberg war. Dass sich auch der Regionalliga-Meister MTV Rheinwacht Dinslaken die Dienste des 33-Jährigen sichern wollte, sagt viel aus über dessen Qualitäten. Ebenfalls aus der vierten in die sechste Liga gewechselt sind Domenic Gatza (Rechtsaußen, VfB Homberg) und Sebastian Brysch (Torhüter, HC Wölfe Nordrhein). Brysch bildet nun ein Gespann mit Niclas Staat, der vom Ligarivalen HSG Oberhausen an die Schulallee kam.

Reaktiviert wurden der zweitligaerfahrene Fabian Zarnekow (zuletzt SG Ratingen) und der frühere französische Junioren-Nationalspieler Anthony Pistolesi. Mit „Pistou“ hat Helmut Menzel einst selbst in Ratingen zusammengespielt. Der bald 46-Jährige ist in seiner Karriere weit herumgekommen und war beim SC Magdeburg einst Mannschaftskamerad von Stefan Kretzschmar. Zuletzt lief er bis 2017 für die DJK Unitas Haan auf. „Unser Kontakt ist nie abgebrochen. Pistou hat wieder richtig Lust auf Handball. Mit seiner Erfahrung ist er für uns eine enorme Bereicherung“, freut sich Menzel über die Verpflichtung des Linkshänders, der vor allem dem Mittelblock Stabilität verleihen soll. Mit Pistolesi, Szymanowicz, Zarnekow und Philipp Kox hat der Coach dort nun mehr Alternativen als zuletzt. Als neuen Co-Trainer verpflichtete die HSG Nico Biermann, der bislang in gleicher Funktion für die Wölfe Nordrhein tätig war.

Van Deventer schuftet für Comeback

Der HSG erhalten geblieben sind Philipp Dickel, Torben Nepicks (beide Linksaußen), Fabian Schwartz, Fabian Fenzel, Eric Schwarz (alle Rückraum), Tobias Dickel, Nico Arend (beide Rechtsaußen), Pascal Wolfhagen und Philipp Kox (beide Kreis). René van Deventer schuftet nach seinem schlimmen Arbeitsunfall für sein Comeback. Die Spielgemeinschaft verlassen haben Kevin Wiedemann, Pascal Prchala (beide SV Schwafheim) sowie die Torhüter Andreas Dürdoth (SV Neukirchen) und Christian Gottschalk (Karriereende).

Die Meisterschaft, so glaubt Helmut Menzel, wird im näheren Umkreis entschieden. Der Vorjahresdritte TV Kapellen um Spielertrainer Christian Ginters hat sich nochmals verstärkt und seinen Aufstiegswillen kundgetan. Der SV Neukirchen hat seinen Kader nach dem Abstieg aus der Oberliga weitestgehend zusammengehalten. Vierter Aufstiegsanwärter ist der TV Geistenbeck, der zuletzt nur dem TV Jahn Hiesfeld den Vortritt lassen musste.

Dass die HSG VeRuKa für den Titelkampf gerüstet ist, untermauerte sie nicht zuletzt bei der Saisoneröffnung, als sie den Regionalligisten TV Aldekerk mit 31:30 bezwingen konnte. „Das war der Höhepunkt einer wirklich guten Vorbereitung“, schwärmt Menzel: „Wir hatten kein richtig schlechtes Spiel dabei, obwohl wir viel ausprobiert haben.“

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