Parakanu

Katharina Bauernschmidt holt Bronze in Szeged

Katharina Bauernschmidt bot beim Weltcup in Ungarn eine starke Leistung.

Katharina Bauernschmidt bot beim Weltcup in Ungarn eine starke Leistung.

Foto: Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Beim Weltcup in Ungarn sichert sich Katharina Bauernschmidt vom WSV Niederrhein die Bronzemedaille. Die Hoffnung auf Tokio wächst.

Die Freude war Katharina Bauernschmidt in jedem Satz anzumerken. „Das ist meine erste Medaille bei einem Weltcup. Ich bin sehr stolz“, strahlte die Parakanutin des WSV Niederrhein – und das zurecht. In Szeged trotzte Duisburgs Sportlerin des Jahres 2019 sowohl Seiten- als auch Gegenwind und fuhr im Va’a (einem Kanu mit Seitenausleger) über 200 Meter in 1:08,05 Minuten auf den Bronzerang. Siegerin Maria Nikiforova (1:05,43) aus Russland holte Gold vor der Brasilianerin Debora Raiza Ribeiro Benevides (1,07,90), die nur 0,15 Sekunden vor Bauernschmidt im Ziel ankam.

Eine Bootsspitze schneller

„Sie war eine Bootsspitze schneller“, sagte Bauernschmidt über den Zieleinlauf, nach dem sie zunächst gar nicht bemerkt hatte, dass sie Bronze gewonnen hatte. „Ich hörte ein Piep, dann Piep-Piep, hatte mich aber so sehr auf mein Rennen konzentriert, dass ich nicht auf die Konkurrenz geschaut hatte.“ Doch tatsächlich galt das dritte akustische Signal zur Zieldurchfahrt der WSV-Athletin. „Ich hatte schon im Startschuh bemerkt, dass der Wind von der Seite drückte und hatte mich daher noch einmal neu ausgerichtet“, versuchte sich Bauernschmidt eine optimale Ausgangslage zu verschaffen. „Es ist sehr schön, dass die viele harte Arbeit während der Pandemie nun mit einer Medaille belohnt worden ist.“

Die A-Norm hat Bauernschmidt zwar noch nicht erreicht, doch die hätte selbst die siegreiche Russin nicht geschafft. „Man darf nicht vergessen, dass wir ein sehr ungewöhnliches Jahr hinter uns haben“, so Bauernschmidt. Die Medaille dürfte mit Blick auf Tokio somit ein wichtiger Schritt gewesen sein.

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