Laufsport

Jan Neuens rennt seinem Trainer beim OSC-Lauf davon

Volles Haus: Mit 877 Meldungen feierte der OSC Rheinhausen beim 15. „Lauf um und durch den Volkspark“ einen neuen Teilnehmerrekord.

Volles Haus: Mit 877 Meldungen feierte der OSC Rheinhausen beim 15. „Lauf um und durch den Volkspark“ einen neuen Teilnehmerrekord.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Der 20-Jährige nimmt seinem Coach Karsten Kruck 1:48 Minuten ab und gewinnt den 15. „Lauf um und durch den Volkspark“. NeuerTeilnehmerrekord.

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Man wird halt nicht jünger. Die Erfahrung machte am Sonntag auch Karsten Kruck. „Heute durfte er mal. Die jungen Leute brauchen einen Motivationsschub“, meinte der Duisburg-Marathon-Sieger von 2017 mit einem Grinsen in Richtung Jan Neuens. Der 20-Jährige vom ASV Duisburg hatte seinen doppelt so alten Trainer Kruck soeben auf 10 000 Metern um 1:48 Minuten abgehängt und in 34:16 Minuten den 15. „Lauf um und durch den Volkspark“ des OSC Rheinhausen gewonnen. „Karsten hat uns im Training gesagt, irgendwann müssen wir ihn mal schlagen“, lachte der Sieger. „Heute hat’s geklappt.“

Gemütlich auf Platz vier

Kruck selbst lief recht gemütlich als Vierter ins Ziel ein und nahm es entspannt, dass ihm seine Schützlinge allmählich davonlaufen. „Ich habe halt im letzten Jahr wenig trainieren können. Wenn es mal nicht rund läuft, dann ist das so.“ Als Coach scheint er seine Aufgaben aber ordentlich zu machen. Mit Nina Koopmann wurde eine weitere ASVlerin aus seiner Trainingsgruppe erste Dame. „Ich wollte zum ersten Mal nach langer Zeit wieder ansatzweise so schnell laufen wie früher einmal und habe eine 40er-Zeit angepeilt“, freute sich die Siegerin sichtlich, dass sie dieses Vorhaben mit 39:36 Minuten als Gesamtelfte unter den 115 Startern noch unterbieten konnte. „Das hat richtig Spaß gemacht.“

Worte, die Musik in den Ohren der Veranstalter sind. „Es gibt immer etwas zu verbessern, aber es lief alles reibungslos“, bedankte sich Klubchef Jürgen Keusemann für die Unterstützung von über 60 Helfern. „Die Helfer waren sehr flexibel. So war es eine gute und entspannte Veranstaltung.“ Besonders freute sich der Organisator über die bereits abzusehende neue Rekordmarke bei den Teilnehmerzahlen. Inklusive 105 Nachmeldungen verteilte der OSC 877 Startnummern. „Gut 100 mehr als im Vorjahr“, so Keusemann.

Namenssponsor will am Ball bleiben

Eine Zahl, die Roswitha Weyandt zu einem kleinen Jubelsprung ansetzen ließ. „Das ist großartig“, strahlte die Regionalleiterin der Sparda-Bank, die zum sechsten Mal Namensgeber des Volkslaufs war. Fast die Hälfte der Teilnehmer stellten die Nachwuchstalente, die sich bei den Schülerläufen über 1800 Meter ein Rennen um die 500 Euro lieferten, welche der Namenssponsor für die ersten zehn angemeldeten Schulen auslobte, die je 20 Kids ins Ziel bringen. Lenja Wiechers, die in 7:23 Minuten in der weiblichen U10/U12 gewann, und ihre Schwester Franka, die in der Altersklasse U14/16 mit 7:00 Minuten schnellstes Mädchen hinter Sieger Maximilian Kläss (5:58, Steinbart-Gymnasium) wurde, traten für den Lauf sogar die Fahrt aus Hilden an. Bei den U10/12-Jungen gewann Ben Odenthal von der SG Kaarst in 6:43 Minuten.

„Uns ist wichtig, dass wir die Menschen und Vereine vor Ort unterstützen und bei den Kinder und Jugendlichen das Interesse am Sport wecken. Ob im Verein oder privat. Sie sollen sehen, dass es Spaß macht, sich zu bewegen“, erklärt Roswitha Weyandt den Hintergrund der Aktion. Dass dieses Angebot so gut angenommen wird, freut sie auch mit Blick auf den OSC, bei dem es bekanntlich in letzter Zeit einige Misstöne gab. So will sich die Regionalleiterin für die Weiterführung der Unterstützung beim „Lauf um und durch den Volkspark“ stark machen. „Gerade wenn es in einem Verein mal nicht so rund läuft, ist es wichtig, dabei zu bleiben“, blickt Roswitha Weyandt positiv nach vorn. „Vielleicht knacken wir ja im nächsten Jahr die 1000er-Marke.“

Funke gewinnt über 5000 Meter vor zwei Damen

Den 5000-Meter-Lauf entschied Martin Funke in 16.55 Minuten für sich. „Ich bin schonmal schneller gelaufen, aber die Zeit ist okay“, sagte der 41-Jährige vom Homberger TV. „Immerhin ist kein Jüngerer schneller gewesen.“

Zwei Damen waren Funke am dichtesten auf den Fersen. Anneke Vortmeier vom Steinbart-Gymnasium wurde mit 18:31 Minuten schnellste Dame und Gesamtzweite. Katharina Wehr (18:42, TV Wanheimerort) folgte als Dritte.

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