3. Liga

In München fing das Elend des MSV Duisburg an

Ein gutes Zeichen: Der Kapitän geht wieder voran. Moritz Stoppelkamp (Zweiter von rechts) beteiligte sich am Dienstag beim Mannschaftstraining des MSV Duisburg an der Laufeinheit. Bis zum Comeback ist aber weiterhin Geduld angesagt

Ein gutes Zeichen: Der Kapitän geht wieder voran. Moritz Stoppelkamp (Zweiter von rechts) beteiligte sich am Dienstag beim Mannschaftstraining des MSV Duisburg an der Laufeinheit. Bis zum Comeback ist aber weiterhin Geduld angesagt

Foto: MSV Duisburg

Duisburg.  Beim letzten Gastspiel beim TSV 1860 hatte der MSV Duisburg mit einer 2:0-Führung alle Trümpfe in der Hand. Nun stehen die Löwen an der Spitze.

Am Samstag (14 Uhr) spielt Fußball-Drittligist MSV Duisburg im Stadion an der Grünwalder Straße beim TSV 1860 München – wie zuletzt am 31. Mai. Es war damals ein richtungsweisendes Match. Die Zebras legten im Spiel eins nach dem Corona-Lockdown stark los, führten durch die Treffer von Marvin Compper und Vincent Vermeij 2:0, verloren trotzdem noch 2:3.

Wer mag, kann sich den Zusammenschnitt der Ereignisse in der Internet-Mediathek noch einmal anschauen: Der damalige Auftritt steht symbolisch für das, was den Endspurt der vergangenen Saison charakterisieren sollte: Der MSV hatte alles selbst in der Hand, warf aber alles weg.

Die Zebras reisten damals aus der Position der Stärke in München an. Der MSV war Tabellenführer. Als die Zebras 2:0 führten, waren die Aussichten blendend: Dieses Spiel durchbringen, dann die beiden Heimpartien gegen – die späteren Absteiger – Jena und Chemnitz. Am Ende holte der MSV aus diesen Partien aber nur vier statt der möglichen neun Punkte.

Nun haben sich die Vorzeichen gedreht. Die Löwen werden mit breiter Brust antreten, die Zebras sind hingegen zurzeit schwach auf der Brust. 1860 siegte am Montag beim Lokalrivalen SpVgg Unterhaching 2:0 und kletterte damit an die Tabellenspitze.

Bei den 60ern dreht sich auch in dieser Saison viel um Ex-MSV-Spieler Sascha Mölders. Der 35-Jährige, der im Sommer entgegen seiner ursprünglichen Planungen seinen Vertrag bei den „Blauen“ doch noch einmal verlängerte, erzielte in Haching seinen vierten Saisontreffer. Der Löwen-Kapitän strotzt vor Selbstbewusstsein. „Wir sind jetzt von Anfang an vorne dabei, wir wissen, dass wir jeden schlagen können“, gab der Offensivmann am Montagabend zu Protokoll.

Stoppelkamp im Lauftraining des MSV Duisburg

Der MSV würde mit den Löwen gerne tauschen, doch nach dem Grottenkick gegen den KFC Uerdingen (0:2) am vergangenen Samstag, steht das Team in der Pflicht, am Samstag in Giesing die Kehrtwende zu schaffen und den 60ern die Trümpfe aus der Hand zu reißen. Trainer Torsten Lieberknecht hofft auf mehr Frische, dass seine Spieler in diesen Tagen die corona-bedingten Rückstände weiter aufholen. So stand am Dienstagvormittag in Meiderich eine Krafteinheit auf dem Programm.

Auch Kapitän Moritz Stoppelkamp war an der Westender Straße im Einsatz, er reihte sich bei einer Laufeinheit in den Mannschaftskreis ein. Kurzfristig wird der Offensivspieler, der seit dem Saisonstart auf Eis liegt, weil er am Pfeifferschen Drüsenfieber erkrankt war, noch nicht helfen können. Aber immerhin: Der Kapitän schaut sich auf der Kommandobrücke wieder um. Das kann Hoffnung geben.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben