Eishockey-Oberliga

Huebscher Sieg: EVD gewinnt gegen Herne nach Verlängerung

Die Füchse, hier ist Michael Fomin an der Scheibe, und der HEV boten ein spannendes Ruhrderby.

Die Füchse, hier ist Michael Fomin an der Scheibe, und der HEV boten ein spannendes Ruhrderby.

Foto: Frank Oppitz

Duisburg.   Der Publikumsliebling der Füchse-Fans entscheidet das Ruhrderby gegen den Herner EV. 4:3 nach Verlängerung ist der sechste Sieg in Folge.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Torhüter müssen in der Regel nicht schnell schlittschuhlaufen. Sebastian Staudt gab dennoch Gas, stürmte auf André Huebscher zu, bremste nicht ab, sondern sprang dem Duisburger Publikumsliebling in die Arme – wie alle anderen Schwarz-Roten auch. Es gab ja auch einen guten Grund: Huebscher hatte Sekunden zuvor das Ruhrderby in der Eishockey-Oberliga in der Verlängerung mit seinem Tor zum 4:3 (1:2, 2:0, 0:1, 1:0)-Sieg gegen den Herner EV entschieden.

Es ging intensiv los. Schon nach eineinhalb Minuten fanden sich die Füchse in Unterzahl wieder – die erste Chance sprang aber dennoch für den EVD dabei heraus. Alexander Eckl bekam die Scheibe, scheiterte aber am früheren Duisburger Torhüter Björn Linda. Das Unterzahlspiel der Hausherren funktionierte gut, erst Sekunden bevor Diego Hofland aufs Eis zurückkehrte, zog Hernes Brad Snetsinger ab, verzog den Puck aber über das Tor. Keine Minute später lagen die Hausherren vorne: Alexander Spister eroberte den Puck im Offensivdrittel, machte zwei, drei schnelle Schritte Richtung Tor und traf eiskalt zum 1:0. Danach entwickelte sich ein spannendes Spiel, Chancen wechselten sich auf beiden Seiten ab. Mit dem 1:1, das Patrick Asselin nach einem 2:1-Konter erzielte (11.), bekamen die Gäste vom Gysenberg Oberwasser. So traf Dennis Thielsch im Nachschuss zur Herner Führung (16.). André Huebscher hatte noch die Chance, per Unterzahlkonter auszugleichen (19.).

Gestärktes Selbstvertrauen

Offenbar hatten die fünf Siege in Folge vor diesem Ruhrderby den Füchsen genug Selbstvertrauen gegeben, um mit viel Power aus der Kabine zu kommen. Leon Judt (22.), Michael Fomin (23.) und Pavel Pisarik (24.) zeigten, dass sie wenig Lust hatten, der Musik hinterherzulaufen – und Pisarik drehte die Partie dann gleich mal selbst. In der 25. Minute nahm er die Scheibe, düste durch die Herner Defensive und zog satt aus dem Handgelenk ab – Linda hatte beim 2:2 keine Abwehrchance. Eine Minute später jubelte der tschechische Torjäger schon wieder. Nach einem Querpass von Lasse Uusivirta zog er aus der Distanz ab – und Linda musste die Scheibe schon wieder passieren lassen.

Großes Risiko gingen beide Mannschaften im letzten Drittel nicht – so entstand die erste Großchance aus einem Fehler. HEV-Stürmer Brad Snetsinger fing eine Scheibe ab, lief mit Nils Liesegang (fast) alleine auf Staudt zu, der parierte, ehe EVD-Verteidiger Florian Spelleken Liesegangs Nachschuss verhinderte. Diego Hofland hatte das vierte Duisburger Tor auf dem Schläger (49.), doch Marcus Marsall glich die Partie für Herne aus (56.). In der Overtime machte es André Huebscher hübsch: Er kurvte, kurvte und kurvte und traf, als Linda auf dem Eis lag.

Am Freitag Heimspiel gegen Halle

Der EVD hat sich durch den Overtime-Sieg bis auf fünf Punkte an die direkten Viertelfinalplätze der Oberliga herangepirscht. Am Freitag (19.30 Uhr) geht es mit dem Heimspiel gegen die Saale Bulls Halle weiter, die derzeit vor den Füchsen stehen. Dann kann die Aufholjagd weitergehen.

EV Duisburg –
Herner EV 4:3 n.V.

Drittel: 1:2, 2:0, 0:1, 1:0
Tore: 1:0 (4:13) Spister (Cespiva, Sanwald, 1:1 (10:26) Asselin (Thielsch, Kuhnekath), 1:2 (15:31) Thielsch (Krämer, Schug), 2:2 (24:03) Pisarik (Uusivirta, Spelleken/5-4), 3:2 (25:53) Pisarik (Uusivirta, Hofland/5-4), 3:3 (54:01) Marsall (Liesegang, Ackers/5-4), 4:3 (62:42) Huebscher (Pisarik/3-3). Strafen: Duisburg 6, Herne 10. Zuschauer: 1597.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben