Fußball

Hombergs Julien Rybacki hatte „ein richtig gutes Gefühl“

Ein lang ersehntes Comeback: Julien Rybacki (rechts), hier im Duell mit dem Hamminkelner Christoph Müller, lief erstmals seit September wieder für den VfB auf.

Ein lang ersehntes Comeback: Julien Rybacki (rechts), hier im Duell mit dem Hamminkelner Christoph Müller, lief erstmals seit September wieder für den VfB auf.

Foto: Gerd Hermann / FFS FUNKE Foto Services

Duisburg.  Der lange verletzte Angreifer des Duisburger Regionalliga-Aufsteigers ist zurück. Im Pokalspiel in Hamminkeln wirkte er 79 Minuten lang mit.

So richtig konnte er es selbst nicht fassen. „Kaum zu glauben, dass es so lange her ist“, meinte Julien Rybacki, nachdem er am Mittwoch im Niederrheinpokalspiel beim Hamminkelner SV die ersten 79 Pflichtspielminuten für den VfB Homberg seit dem 16. September 2018 bestritten hatte. Und der Stürmer sagte es mit einem breiten Lächeln im Gesicht – nicht nur, weil der Fußball-Regionalligist den Underdog aus der Bezirksliga in der Schlussphase doch noch mit 2:0 besiegen konnte. Vor allem strahlte Rybacki, weil das erste Pflichtspiel – fast ein Jahr nach seinem Kreuzbandriss, den er sich damals beim 1:0-Sieg in Kleve zugezogen hatte – „ein richtig gutes Gefühl“ für ihn war.

Die ersten sieben Spiele konnte der 23-Jährige in der letzten Oberligasaison für den VfB bestreiten – den anschließenden, bis zur souveränen Meisterschaft führenden Siegeszug der Gelb-Schwarzen musste er dann als Fahrgast begleiten. Nun will der Außenspieler wieder selbst Gas geben. „Ich brauche die Spielpraxis, da ist so ein Pokalspiel natürlich wichtig für mich“, freute sich Rybacki, wieder mitmischen zu können. „Es ist gut, dass ich langsam wieder reinkomme und in die Bewegung wie in alten Zeiten finde.“

Der Antritt ist noch wieder nicht der alte

Diese Art der Bewegung haben die Zuschauer am Rheindeich lange vermisst. Bis der Turbo des Rechtsaußens, der in der langen Reha geduldig und hart für sein Comeback schuftete, wieder richtig zündet, wird es noch einige Trainings- und Spieleinheiten brauchen. „Man hat in einigen Aktionen schon gesehen, dass der Antritt bei Julien noch nicht der ist, der er mal war“, sagt Trainer Stefan Janßen, der seinem Rekonvaleszenten aber alle Zeit gibt, um wieder komplett in die Spur und am besten auf die Überholspur zu finden. „Wir müssen Julien ganz in Ruhe aufbauen und wieder heranführen, bis er wieder ganz der alte ist“, weiß Janßen um die Qualitäten seines Tempomachers, der in den bisherigen zwei Regionalliga-Duellen noch nicht zum 18er-Kader zählte.

Dies zu ändern, wäre Rybackis nächster Schritt. „Die Entscheidung liegt aber natürlich beim Trainer, und wir haben einen auch in der Breite richtig guten Kader“, hat der Angreifer kein Problem damit, sich im Teamgefüge unterzuordnen und weiter für seine Chance zu arbeiten. Seine schwere Verletzung habe er jedenfalls inzwischen ausgeblendet: „In den ersten Wochen war ich noch etwas gehemmt, aber inzwischen merke ich, dass ich nicht mehr auf mein Knie achte.“

Dass er in alter Form wahrscheinlich eine der beiden Großchancen, die er in seinem ersten Pflichtspiel nach fast einjähriger Auszeit am Mittwoch hatte, in Tore umgemünzt hätte, konnte der Stürmer allerdings „auch nicht leugnen“. Julien Rybacki weiß, dass bis zur alten Form noch ein paar Prozente fehlen. Diese zu erreichen, ist sein persönliches Ziel. Dafür braucht er Geduld – und die hat er.

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