Wasserball

Hiobsbotschaften für den ASC Duisburg vor Pokalfinalturnier

Djordje Tanaskovic ist zurück in Duisburg, hat zwei negative Coronatests, kann Immunität nachweisen und darf dennoch nicht spielen.

Djordje Tanaskovic ist zurück in Duisburg, hat zwei negative Coronatests, kann Immunität nachweisen und darf dennoch nicht spielen.

Foto: Zoltan Leskovar

Duisburg.  Der ASCD beklagt vor Pokal-Endrunde in Berlin drei Ausfälle. Ein Zugang darf spielen. Das Team von Paul Schüler muss gegen den Serienmeister ran.

Es ist eine gute Nachricht, die keine ist. Djordje Tanaskovic, den die Bundesliga-Wasserballer des ASC Duisburg zuletzt schmerzlich vermisst haben, ist seit Mittwoch wieder in Duisburg und könnte somit bei der am Wochenende in Berlin stattfindenden Pokal-Endrunde wieder für den ASCD die Kappe schnüren. Könnte. Der Serbe, der nach wochenlangem Hickhack endlich ein Visum bekommen hat, wird die Duisburger im Kampf um eine Medaille nicht unterstützen können. Der Grund: Corona.

Zwar kann der 26-Jährige aus den vergangenen drei Tagen zwei negative Coronatests nachweisen, dazu einen Antikörpertest, der ihm eine Immunität bescheinigt. Doch spielen darf Tanaskovic dennoch nicht. Das Hygienekonzept des Deutschen Schwimm-Verbandes sieht für Rückkehrer aus einem Risikogebiet eine 14-tägige Wettkampfpause vor. „Mit den negativen Tests ist er der sicherste Spieler von allen“, sagt Paul Schüler. Doch der DSV bleibt standhaft.

Reibel fällt sicher aus, Eidner vielleicht

Für den ASCD-Trainer ist die Absage für Tanaskovic allerdings längst nicht die einzige Hiobsbotschaft. Auch Ben Reibel wird den Amateuren am Wochenende fehlen. Den Nationalspieler plagen anhaltende Beschwerden im Fuß und im Finger, die nun einer genaueren Untersuchung bedürfen. Und zu allem Überfluss droht auch Dennis Eidner auszufallen. Der National-Center hatte sich im Dienstagstraining am Handgelenk verletzt. Sein Einsatz ist zumindest fraglich. „Da habe ich die Hoffnung, dass er am Sonntag spielen kann“, so Schüler.

Immerhin gibt es auch aber auch frohe Kunde. Mit dem rumänischen Nationalspieler Robert Gergeyfi haben sich die Duisburger auf der rechten Seite kurzfristig noch einmal verstärkt. Der 25-Jährige kommt vom ungarischen Klub Szentesi VK und kann am Wochenende bereits spielen. Schüler: „Das ist ein guter Junge mit viel Potenzial. Der passt richtig gut ins Team.“

Halbfinale gegen Spandau 04

In das Halbfinale am Samstag (19 Uhr) gegen die Wasserfreunde Spandau 04 geht der ASCD naturgemäß als Außenseiter. Am Sonntag (13.30 Uhr) im Spiel im Bronze wartet aller Voraussicht nach der OSC Potsdam – wenn nicht im Halbfinale gegen Meister Waspo 98 Hannover eine faustdicke Überraschung gelingt. „Ich glaube daran, dass wir Potsdam schlagen können. Das wird mit Sicherheit auch ein wenig eine Kopfsache. Wir haben unheimlich viel individuelle Klasse in der Mannschaft. Spieler wie Jan Bakulo, Lazar Kilibarda, Bastian Schmellenkamp oder Stratos Manolakis können an einem guten Tag Spiele alleine entscheiden. Wenn wir es schaffen, die individuellen Stärken unter einen Schirm zu bringen, dann bin ich guter Dinge“, sagt Schüler.

Für die letzten Trainingseinheiten hat der ASCD-Coach noch Spiele gegen Bayer Uerdingen und den DSV 98 vereinbart. Schüler: „Ich hatte ursprünglich Spiele gegen das Team aus Borculo organisiert. Aber auch da hat uns das Hygienekonzept einen Strich durch die Rechnung gemacht.“

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