Fußball-Landesliga

Hamborn 07 will sich nun besser präsentieren

André Meier (rechts) trifft mit Hamborn 07 auf Blau-Weiß Mintard; der FSV und Karim El Moumen sind in Rellinghausen gefordert.

André Meier (rechts) trifft mit Hamborn 07 auf Blau-Weiß Mintard; der FSV und Karim El Moumen sind in Rellinghausen gefordert.

Foto: Mark Bohla

Duisburg.  Nach dem schwachen Auftritt im Derby hofft Löwen-Trainer Michael Pomp auf ein anderes Gesicht gegen Mintard. DSV, Genc Osman und FSV auswärts.

Als einziger Duisburger Fußball-Landesligist bestreitet Hamborn 07 am Sonntag ein Heimspiel. Der Rest muss reisen.

Hamborn 07 – Blau-Weiß Mintard (So., 15 Uhr): Löwen-Trainer Michael Pomp hatte nach dem 0:3 beim FSV deutliche Konsequenzen angekündigt. „Mit ein bisschen Abstand zum Spiel habe ich aber auch ein bisschen mehr Verständnis“, sagt er nun mit Blick auf die Ausfallsituation, die ihn dazu zwang, vier Spieler unter 20 Jahren in die Partie zu bringen. Auch sie waren aber freilich die Adressaten einer Unterrichtsstunde in Sachen Mentalität, die Pomp am Dienstag abhielt. Daran soll es nämlich im überaus wichtigen Spiel gegen den Mitaufsteiger und Tabellennachbarn nicht mangeln. „Es wird für die nicht einfach werden, bei uns im Löwen-Käfig etwas zu holen“, sagt der Coach in Richtung der Mülheimer, die zuletzt mit 7:0 gegen den SV Wermelskirchen gewannen. Raffael Schütz (Uni-Exkursion) fehlt, der gegen den FSV angeschlagen rausgegangene Erkut Ay könnte rechtzeitig fit werden.

MSV Düsseldorf – Duisburger SV 1900 (So., 15.30 Uhr): Der Vereinsname MSV Düsseldorf klingt für Duisburger Ohren einigermaßen eigenartig. Viel Zeit, sich daran zu gewöhnen, gab es auch noch nicht. Denn der Marokkanische Sport-Verein – das bedeutet MSV in diesem Fall – entstand erst 2016 aus der Fusion von FC Maroc Düsseldorf und MSV Hillal Düsseldorf. Schon ein Jahr später gelang der Aufstieg in die Landesliga. Der DSV 1900 ist nun der erste Duisburger Verein, der diesem MSV in einem Ligaspiel gegenübertritt. „Mit Nabil Jaouadi haben die Düsseldorfer einen starken Stürmer in ihren Reihen“, sagt DSV-Trainer Julien Schneider. „Zudem verfügt der MSV mit Maximilian Nadidai über einen starken Abwehrspieler.“ Zwar mussten sich die Düsseldorfer zuletzt Spitzenreiter Frohnhausen mit 0:4 geschlagen geben, dennoch sieht Schneider den Gegner im Aufwind. „Der Trainer ist erst seit dem dritten Spieltag dabei; auch einige Spieler sind jetzt erst an Bord.“ Er selbst kann fast aus dem Vollen schöpfen. Sven Frank ist nach seiner Notbremse für drei Spiele gesperrt worden; außerdem fehlt der langzeitverletzte Maximilian Fritzsche. Alle anderen sind voraussichtlich dabei – auch Ammar Cengic nach längerer Pause. Zudem wird erstmals Neuzugang Murat Yildiz im Kader stehen.

SpVgg Steele – SV Genc Osman Duisburg (So., 15.15 Uhr): Die Neumühler haben noch sehr gute Erinnerungen an die Steeler Anlage – denn dort schaffte Genc seinerzeit den Landesliga-Aufstieg. Nun zogen die Essener via Relegation nach, haben aber noch kein Bein auf den Landesliga-Boden bekommen. Steele ist ohne Punkte Letzter. „Das hätte ich nicht gedacht“, gesteht Genc-Trainer Ilyas Basol. „Aber Steele wird nicht ohne Punkte aus dieser Liga gehen und wir wollen nicht die ersten sein, gegen die sie etwas holen.“ Im Gegenteil: „Ich habe keine Lust darauf, mit 15 Punkten Rückstand auf den Spitzenreiter in die Winterpause zu gehen. Wir müssen jetzt also anfangen zu gewinnen.“ Basol geht davon aus, dass seine Mannschaft nur den Knotenlöser braucht, um in Schwung zu kommen – und die richtige Einstellung. „Man darf bei Standards nicht darauf warten, dass einem der Ball auf dem Kopf fällt. Ich will den Willen, etwas zu erreichen, bei meinen Spielern sehen.“ Hakan Uzun aus privaten Gründen und Furkan Akay (verletzt) werden nicht spielen können; bei Mehmet Ali Cengiz deutet vieles auf einen Bänderriss hin. Dafür ist Burak Akarca wieder fit; zudem drängen Engincan Yildiz und Takumi Shida in den Kader. Salih Altin und Ali Basaran dürften wieder mit von der Partie sein.

ESC Rellinghausen – FSV Duisburg (So., 15 Uhr): Nach einem Monat und vier Heimsiegen in Meisterschaft und Pokal muss der FSV mal wieder reisen. Ein Problem angesichts von erst einem Punkt aus zwei Auswärtsspielen? „Wir waren auch auswärts nicht schlecht, hatten mehr Chancen als der Gegner“, sagt Trainer Markus Kowalczyk, der zumindest diesen Umstand gegen heimstarke Essener gern wiederholen würde. Boran Sezen, beim 3:0 gegen Hamborn verletzt runter, fehlt erwartungsgemäß rund sechs Wochen. „Das tut mir für ihn leid, aber wir haben einige andere Leute, die auf dieser Position spielen können, sogar unseren Innenverteidiger Muhammet Karpuz“, so Kowalczyk. Vielleicht Star-Neuzugang Adil Chihi? Ihn sieht der Trainer noch nicht bei ausreichend Power für 90 Minuten.

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