Fußball

Gegen die Bayern muss beim MSV Duisburg die Balance stimmen

Wiedersehen: Vor elf Jahren gewann Marina Hegering mit dem FCR 2001 den Uefa-Cup. Seit dem Sommer spielt sie für den FC Bayern.

Wiedersehen: Vor elf Jahren gewann Marina Hegering mit dem FCR 2001 den Uefa-Cup. Seit dem Sommer spielt sie für den FC Bayern.

Foto: Michael Gohl / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die MSV-Frauen gastieren am Mittwochabend beim Bundesliga-Spitzenreiter. Der FC Bayern München hat den Kader noch einmal verstärkt.

Die gute alte Zeit war es nun auch schon nicht mehr, aber eben das letzte Fußballspiel vor der langen Corona-Pause: Am 1. März hatte der MSV Duisburg in der Frauen-Bundesliga den FC Bayern München zu Gast und verhagelte dem späteren Vizemeister durch ein 2:2 die Aussicht, den VfL Wolfsburg eventuell noch abfangen zu können. Am Mittwochabend um 18 Uhr kommt es zum Wiedersehen – mit klaren Voraussetzungen: Die Bayern führen mit vier Siegen und 13:0 Toren die Tabelle an, die Zebras warten derweil noch immer auf den ersten Saisontreffer, haben sich aber zuletzt durch das respektable 0:0 in Freiburg wieder auf einen Nichtabstiegsplatz geschoben.

In der Vorbereitung auf dieses vermeintlich ungleiche Duell wird Thomas Gerstner seinen Spielerinnen auch noch einmal Szenen des letzten Aufeinandertreffens zeigen. „Die, die dabei waren, freuen sich darüber – die, die neu dazu gekommen sind, sehen: Oh, da geht ja sogar was“, so Gerstner. Dass dafür angesichts der bekannten Konstellation bei seinem Team so ziemlich alles passen muss, weiß er natürlich auch. Die Münchenerinnen scheinen gegenüber der vergangenen Spielzeit, gemessen an den Eindrücken des bisherigen Saisonverlaufs, noch einmal stärker geworden zu sein.

Mehrere Nationalspielerinnen stießen hinzu

„Schwächer geworden sind sie sicher nicht“, formuliert es der MSV-Coach etwas zurückhaltender. Die Ex-Duisburgerin Marina Hegering, mit Natio-Kollegin Lea Schüller aus Essen gekommen, die ebenfalls zur DFB-Auswahl zählende Klara Bühl aus Freiburg sowie die Nationalspielerinnen Viviane Asseyi (Frankreich) und Hanna Glas (Schweden) haben das Niveau noch einmal deutlich angehoben.

Dass, wie es gern heißt, der MSV in einem solchen Spiel nichts zu verlieren habe, kann Thomas Gerstner nicht komplett unterschreiben: „Man muss natürlich auch aufpassen, nicht unterzugehen und sich dadurch das Torverhältnis komplett zu vermasseln.“ Wichtig ist dem Trainer daher vor allem, dass es wie in Freiburg wieder gelingt, die richtige Balance zwischen Defensive und Offensive herzustellen: „Wichtig ist, dass bei uns hinten lange die Null steht. Wenn’s geht, ganz bis zum Ende.“

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