Handball

Für Aufsteiger Eintracht Duisburg wird es am Sonntag ernst

Das Eintracht-Team – und mittendrin der Coach: (hinten von links) Betreuer Herbert Schild, Lisa Schultz, Janine Arend, Verena Schild, Trainer Janosch Greinert, Elena Schreiner, Chantal Bauerfeld, Kathrin Laatz, Betreuer Dietmar Rudat; (vorn von links) Christiane Seng, Johanna Koenen, Christina Upietz, Anke Pagel, Anke Sternemann, Katharina Brock, Merit Liedtke, Eva Heitling.

Das Eintracht-Team – und mittendrin der Coach: (hinten von links) Betreuer Herbert Schild, Lisa Schultz, Janine Arend, Verena Schild, Trainer Janosch Greinert, Elena Schreiner, Chantal Bauerfeld, Kathrin Laatz, Betreuer Dietmar Rudat; (vorn von links) Christiane Seng, Johanna Koenen, Christina Upietz, Anke Pagel, Anke Sternemann, Katharina Brock, Merit Liedtke, Eva Heitling.

Foto: STEFAN AREND / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Das Frauenteam von Trainer Janosch Greinert startet in die neue Oberliga-Saison. Die Vorbereitung ist nicht vollauf nach Plan verlaufen.

Janosch Greinert ist ein Mann klarer Worte. Wie er die Vorbereitung fand? „Bescheiden.“ Oder so ähnlich. Das lag nicht daran, dass die Handballerinnen von Eintracht Duisburg sich keine Mühe gegeben hätten. Ganz im Gegenteil. Der Oberliga-Neuling machte seine Sache in den meisten Testpartien sehr ordentlich. Was dem Trainer so derart gegen den Strich ging, ist, dass selten bis nie die gesamte Mannschaft zur Verfügung stand. „Ich weiß nicht, wo wir stehen“, erklärt er eine Woche vor dem Saisonstart. Dass die meisten Partien gewonnen worden sind, interessiert Greinert nicht. „Wir sind nur zweimal gefordert worden“, misst er den Vorbereitungsspielen kaum Bedeutung bei.

Am Sonntag wird es nun ernst: Die Eintracht spielt zu Hause gegen den TV Beyeröhde II. Los geht’s um 16.45 Uhr in der Halle Biegerhof 4. Das Ziel ist der Klassenerhalt – zunächst einmal. Das hatte Greinert, der gerne von sich sagt, eher ein Pessimist zu sein, vor einigen Wochen noch anders formuliert: „Ich würde gerne Duisburger Stadtmeister werden. Aber wenn ich sehe, dass die HSG Hiesfeld/Aldenrade aufsteigen will, wird das schwer.“ Nun grinst Greinert. „Das will ich auch heute noch“, sagt er und schiebt nach: „Das habe ich etwas flapsig daher gesagt.“

Was sich der Coach wünschen würde: „Noch einmal vier Wochen lang mit der Mannschaft einspielen. Aber da macht der Verband wohl nicht mit“, sagt er. Wenn er ernster über das Saisonziel spricht, erklärt er: „Das kann ich in rund zwei Wochen besser formulieren. Dann haben wir gegen Beyeröhde und Neuss gespielt. Das sind zwei Mannschaften, die sich letzte Saison erst spät gerettet haben. Dann wissen wir, wie groß der Unterschied zwischen einem Verbandsliga-Meister und dem unteren Bereich der Oberliga ist.“

Eine eingespielte Mannschaft

Als unerlässlich für den Erfolg sieht Greinert die Deckungsleistung der Mannschaft an. „Aber gerade da habe ich aufgrund der Ausfälle, die wir in der Vorbereitung immer wieder hatten, noch meine Zweifel.“ Ein Vorteil dürfte allerdings sein, dass die Eintracht auf eine eingespielte Mannschaft zurückgreifen kann. Es gibt keinen wirklichen Abgang – lediglich zwei pausierende Spielerinnen gibt es: Katharina Bohé ist bereits Mutter geworden, Alina Rahlfs wird es bald. „Da gibt es aber überhaupt keinen Druck. Beide sollen sich erst einmal erholen und sich um ihre Kinder kümmern können“, betont Greinert. Dazu gibt es vierfache Verstärkung mit Eva Heitling (SC DJK Everswinkel), Merit Liedtke (TV Lobberich), Lisa Schultz (TV Borken) und Johanna Koenen (TuS Lintfort). Per se hat also die Eintracht als souveräner Meister der Verbandsliga noch einmal draufgesattelt. Das könnte für eine anständige Saison in der Oberliga reichen.

Sollte der Auftakt in die Saison nicht „bescheiden“ ausfallen, dann dürfte sich die Miene von Janosch Greinert aufhellen. Und man könnte sich dem Ziel der Stadtmeisterschaft widmen.

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