Eishockey-Oberliga

EV Duisburg: Chancenlos beim Spitzenreiter

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Marvin Cohut schied früh verletzt aus.

Marvin Cohut schied früh verletzt aus.

Foto: Kerstin Bögeholz / FUNKE Foto Services

Duisburg.  EVD verliert beim souveränen Spitzenreiter Hannover Scorpions mit 1:11. Erst ab zweitem Drittel besser im Spiel. Marvin Cohut im Krankenhaus.

Alex Jacobs brachte es nach dem Spiel auf den Punkt. „Die Hannover Scorpions waren heute nicht ein, zwei oder drei, sondern fünf, sechs oder sieben Nummern zu groß für uns“, sagte der Trainer des Eishockey-Oberligisten EV Duisburg, dessen Team zwei Tage zuvor mit dem Sieg über die Tilburg Trappers für Aufsehen gesorgt hatte. Doch der Tabellenführer aus der Wedemark spielt in dieser Saison in seiner eigenen Liga – und machte es beim 11:1 (5:1, 3:0, 3:0) sogar zweistellig.

Bitterer als die Niederlage ist freilich eine abermalige Verletzung. Marvin Cohut wurde in der sechsten Minute von hinten in die Bande gecheckt, musste das Eis nach Behandlung verlassen und wurde ins Krankenhaus gebracht. „Wir haben noch keinerlei Informationen darüber, wie es Marvin geht“, sagte EVD-Trainer Dirk Schmitz direkt nach dem Spiel. Cohuts Gegenspieler Brandon Alderson bekam eine Fünfminutenstrafe – aber nichts Weiteres. Beispielsweise in Form einer Spieldauerstrafe.

Scorpions-Trainer lobt Füchse

Die Füchse fanden im ersten Drittel überhaupt nicht ins Spiel, machten es dem Primus viel zu leicht, verteidigten mit zu viel Distanz zum Gegenspieler. So stand es nach weniger als fünf Minuten bereits 3:0 für den großen Ligafavoriten – und 5:1 zur ersten Pause. „Wenn wir so hoch führen, ist es schwer, hier etwas zu holen“, sagte daher Scorpions-Trainer Kevin Gaudet, der die Füchse dennoch lobte. „Duisburg hat eine sehr junge Mannschaft. Die Trainer machen einen tollen Job. Zu Beginn hatten wir auch etwas Puckglück, haben dann aber souverän gewonnen.“

Da konnte und wollte Jacobs nicht widersprechen. „Die Meisterschaft in der Oberliga Nord geht nur über die Scorpions“, sagte der Coach. Immerhin gelang ein Ehrentreffer, als Pontus Wernerson-Libäck in Überzahl traf (18.). Phasenweise waren die Füchse dann etwas besser in der Partie, leisteten sich aber zu viele Strafen. In Überzahl und bei einer weiteren angezeigten Strafe stellten die Hausherren auf 6:1, blieben im Powerplay und legten das 7:1 nach (29.). Immerhin ließen die Gäste zwischen der 30. und 54. Minute keine weiteren Treffer zu und hatten die Hoffnung, das Ergebnis unter zweistellig zu halten, was dann aber nicht gelang. Etwas ärgerlich: In der 50. Minute wurde ein Treffer von Oula Uski nicht anerkannt, weil die Unparteiischen zu früh abgepfiffen hatten.

Herne: Spielausfall nach Defekt

Am Freitag geht es mit dem Auswärtsspiel beim Herner EV weiter, dessen Auswärtsspiel in Erfurt ausfiel – aufgrund eines technischen Defekts und daraus resultierender Gesundheitsprobleme, wie die Gysenberger erklärten. „Durch den technischen Defekt sind Schadstoffe in den Innenraum des Busses geströmt, die Kopf- und Magenschmerzen verursachten“, teilte der HEV mit.

Tore: 1:0 (2:20) Just (Rinke, Supis/5-4), 2:0 (3:13) Raabe (Rinke, Klöpper), 3:0 (4:48) Rinke (Reiß, Koziol), 4:0 (9:37) Klöpper (Thomson, Aquin/4-5), 5:0 (14:00) Trattner (Alderson, Klöpper), 5:1 (17:22) Pontus Wernerson-Libäck (Krämer, Neumann/5-4), 6:1 (27:24) Just (Alderson, Supis/6-4), 7:1 (28:11) Raabe (Just/5-4), 8:1 (29:08) Aquin (Alderson, Heinrich), 9:1 (53:55) Kabitzky (Just, Reiß), 10:1 (57:33) Heinrich (Koziol, Raabe), 11:1 (57:52) Supis (Alderson, Kabitzky).

Strafen: 8 + 5 (Alderson), Duisburg 14.

Zuschauer: 510.

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