Lieberknecht

Duisburgs Trainer lässt sich nicht in die Karten schauen

Zumindest zwischen BVB-Spieler Marco Reus (l.) und MSV-Trainer Torsten Lieberknecht stimmte die Chemie nach dem Pokalspiel des MSV Duisburg.

Zumindest zwischen BVB-Spieler Marco Reus (l.) und MSV-Trainer Torsten Lieberknecht stimmte die Chemie nach dem Pokalspiel des MSV Duisburg.

Foto: Uwe Kraft via www.imago-images.de / imago images/Uwe Kraft

Duisburg.  Die Begegnung mit BVB-Coach Lucien Favre hat Duisburgs Trainer Torsten Lieberknecht offenbar „beeindruckt“. Er nimmt es mittlerweile mit Humor.

Es lohnt sich, in die Mediathek des MSV Duisburg zu schauen. Die Pressekonferenz nach dem Spiel des Fußball-Drittligisten MSV Duisburg gegen Vizemeister Borussia Dortmund lässt vermuten, dass MSV-Coach Torsten Lieberknecht und BVB-Trainer Lucien Favre in absehbarer Zeit nicht gemeinsam ein Konzert besuchen werden.

Lieberknechts Blick sprach Bände, als Favre, der zuvor schon bei der inhaltlich limitierten Beantwortungen der Fragen im Nachklang keine warmen Worte für den geschlagenen Drittligisten gefunden hatte, auch beim Verlassen des Podiums im Presseraum des MSV den Zebras kein Glück wünschte.

Das wirkt beim Duisburger Coach noch nach, mittlerweile nimmt der 47-Jährige die Sache aber auch mit Humor. Auf die Frage, ob denn Innenverteidiger Dominik Schmidt am Samstag beim Liga-Auftakt beim FC Hansa Rostock (14 Uhr, Ostseestadion) sein Startelfdebüt feiern wird, nachdem er im Pokalspiel auf der Bank gesessen hatte, antworte Lieberknecht mit einem Schmunzeln: „Ich halte es jetzt mal so wie Lucien Favre. Das habe ich jetzt auch gelernt. Der sagt ja nie etwas.“

Nun, Torsten Lieberknecht ist nun auch kein Trainer, der im Vorfeld die Straßen mit seiner geplanten Startaufstellung plakatiert. Dementsprechend lässt er auch offen, wie die Mannschaft am Samstag im Detail aussehen wird.

Nachoperation bei MSV-Spieler Sabanci

Neuigkeiten gibt es aus dem Krankenlager. Moritz Stoppelkamp, der an einer Virusinfektion laboriert, hat das Krankenhaus mittlerweile verlassen. Er fühle sich leicht besser, die Blutwerte seien aber weiterhin schlecht, wie der Trainer mitteilte. Joshua Bitter (Muskelriss im Mai) soll ab kommenden Mittwoch wieder Teile des Mannschaftstraining bestreiten. Cem Sabanci (Kreuzbandriss) hat derweil einen Rückschlag erlitten. Eine Nachoperation ist erforderlich, der Stürmer hat bereits einen Termin für den Eingriff.

Optimistisch sind die Verantwortlichen, dass zum Heimspiel gegen den FSV Zwickau am Samstag, 26. September, gut 6000 Zuschauer in die Duisburger Arena kommen dürfen. Allerdings laufen noch die Gespräche mit den Behörden. So sehr sich alle Beteiligten über eine Rückkehr der Fans freuen: Das Comeback der Anhängerschaft ist mit viel Arbeit verbunden. „Ich bin froh, dass wir nicht mit einem Heimspiel starten“, sagt Siegbert Grunau, Leiter des Ordnungsdienstes. Dauerkartenkunden können sich seit Mittwoch über die Internetseite des MSV (www.msv-duisburg.de) für einen Ticketkauf registrieren.

Der MSV Duisburg spielt montags gegen Viktoria Köln

Der DFB hat derweil die Spieltage fünf bis zwölf angesetzt: MSV – Hallescher FC (So., 18. Oktober, 14 Uhr), SpVgg Unterhaching (Mi., 21. Oktober, 19 Uhr), MSV – KFC Uerdingen (Sa., 24. Oktober, 14 Uhr), TSV 1860 München – MSV (Sa., 31. Oktober, 14 Uhr), MSV – Viktoria Köln (Mo., 9. November, 19 Uhr), MSV – SC Verl (Fr., 20. November, 19 Uhr), SV Waldhof Mannheim – MSV (Di., 24. November, 19 Uhr).

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