Skaterhockey-Bundesliga

Duisburg Ducks geben sicher geglaubten Sieg aus der Hand

Julien Marten traf dreimal für die Duisburg Ducks.

Julien Marten traf dreimal für die Duisburg Ducks.

Foto: Lars Fröhlich

Duisburg.   Beim TV Augsburg führten die Duisburg Ducks bereits mit vier Toren Unterschied, verlieren aber mit 11:12. Am 30. März geht es zum Meister.

Als Philip Müller in der 39. Minute das 9:5 für die Duisburg Ducks erzielte, schien der Skaterhockey-Bundesligist auf einem guten Weg zu sein, im zweiten Saisonspiel den ersten Sieg einzufahren. Doch 21 Minuten und 45 Sekunden später hatte der TV Augsburg mit 12:11 (1:3, 5:6, 6:2) gewonnen – und Trainer Gordon Kindler wusste gar nicht, was er dazu sagen sollte. „Ich rede und rede und habe den Eindruck, dass ich nichts gesagt habe“, schüttelte er den Kopf. Was er aber sagte: „Dieses Spiel dürfen wir nie und nimmer verlieren.“

Augsburg geht erst in der 55. Minute in Führung

Das Bittere: Bis zum 11:10 in der 55. Minute hatte der Bundesliga-Rückkehrer aus Schwaben nicht einmal geführt. Allerdings zeigt das Ergebnis noch mehr: Defensiv lief es – auf beiden Seiten – alles andere als gut. „Wir haben zu oft viel zu weit vom Gegenspieler entfernt gestanden“, erklärte Kindler. Dass das Resultat in Handball-Regionen vorstößt, deutete sich gegen Ende des zweiten Drittels an: In den letzten fünf Minuten und 44 Sekunden vor der Pause glich Augsburg erst einen 2:5-Rückstand aus, ehe die Ducks mit vier Toren davonzogen und Augsburg noch einmal auf 6:9 verkürzte. Diese acht Treffer dürften die Trainer auf beiden Seiten vergleichsweise weit nach oben auf die Palme getrieben haben.

Besonders sauer stieß Kindler auf, „dass es immer wieder einzelne, individuelle Fehler sind, die uns unterlaufen“. Darauf zu reagieren, fällt schwer. „Wir nehmen aber auch wie beim Spiel gegen Essen etwas Positives aus dem Spiel mit.“ Das ist auch notwendig, denn am 30. März müssen die Enten wieder auswärts ran – beim Deutschen Meister in Kaarst.

TV Augsburg –
Duisburg Ducks 12:11

Drittel: 1:3, 5:6, 6:2
Tore: 0:1 (0:46) Petry (Nachtwey), 0:2 (8:41) Müller (Nachtwey), 1:2 (10:53) Gläsel (Bullnheimer), 1:3 (15:36) Rüwald, 2:3 (21:16) Arzt (Girsig), 2:4 (21:51) Marten (Petry), 2:5 (32:47) Petry, 3:5 (34:16) Dotterweich (Arzt/4-3), 4:5 (34:28) Fettinger (Nies), 5:5 (36:01) Berger (Fettinger), 5:6 (36:44) Hildebrandt, 5:7 (37:02) Nachtwey (Marten/4-3), 5:8 (37:33) Schröder (Fiedler), 5:9 (38:15) Müller (Nachtwey), 6:9 (38:53) Gläsel (Dotterweich), 7:9 (43:12) Gläsel (Dotterweich), 7:10 (45:44) Marten (Petry), 8:10 (47:01) Girsig (Dotterweich), 9:10 (47:50) Arzt (Fettinger), 10:10 (53:20) Gläsel (Dotterweich/4-3), 11:10 (54:38) Berger (Hübl), 12:10 (58:31) Gläsel (ENG), 12:11 (59:03) Marten (Nachtwey). Strafen: Augsburg 8, Duisburg 6.

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