Rhein-City-Run

Düsseldorf läuft Duisburg beim Rhein-City-Run davon

Sieg mit Handschuhen: Nikki Johnstone:

Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Sieg mit Handschuhen: Nikki Johnstone: Foto: Zoltan Leskovar / FUNKE Foto Services

Duisburg.   Die Landeshauptstädter gewinnen die Städtewertung mit 20 Sekunden Vorsprung. Johnstone und Wehr siegen. 887 Starter treten nicht an.

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Thomas Geisel hatte am Sonntag einen eng getakteten Zeitplan. Am Nachmittag saß der Düsseldorfer Oberbürgermeister bereits im Flieger Richtung Lissabon. Auch deshalb hatte er am Vormittag beim 2. Viactiv-Rhein-City-Rún aufs Tempo gedrückt. Er erreichte das Ziel am Huckinger Steinhof beim Halbmarathon zwischen Düsseldorf und Duisburg in 1:46,38 Stunden. Er war damit rund 20 Minuten schneller als beim Debüt im Vorjahr.

Vierter Platz für Kruck

Dienstwagen und Chauffeur standen zwecks schneller Weiterreise im Zielbereich, aber Geisel blieb dann doch noch bis zur Siegerehrung in Huckingen. Aus gutem Grund: Er durfte den Siegerpokal für die Städtewertung in Empfang nehmen. Jeweils die 200 schnellsten Teilnehmer jeder Stadt trugen zum Endergebnis bei. Düsseldorf hatte am Ende mit 20 Sekunden Vorsprung die Nase vorne. Im Vorjahr siegte Duisburg mit knapp einer Minute Vorsprung.

Nikki Johnstone hatte erheblichen Anteil am Sieg der Landeshauptstädter. Der Schotte aus Inverness mit Wohnsitz in Düsseldorf siegte in 1:10:06 Stunden mit über drei Minuten Vorsprung. Duisburgs Marathonsieger Karsten Kruck (ASV) wurde in 1:17:44 Stunden Vierter. Da half es am Ende den Duisburgern auch nicht, dass Katharina Wehr vom TV Wanheimerort mit 1:24:15 Stunden schnellste Frau war.

Mit Johnstone und Wehr gewannen zwei Läufer, die bei der Premiere vor einem Jahr zweite Plätze belegten. Nikki Johnstone, der trotz spätsommerlicher Temperaturen mit Handschuhen lief – „Ich habe immer kalte Hände“ – vermisste Vorjahressieger Karol Grunenberg. „Dann wäre es unterwegs nicht so einsam gewesen“, lachte der Lehrer, der an der internationalen Schule in Neuss arbeitet. Nicht nur wegen des Sieges machte ihm die zweite Auflage des Rhein-City-Run mehr Spaß als die erste. Nicht nur das Wetter war schöner, auch die Strecke, die die Läufer nun noch mehr am Rhein und durch ländliche Bereiche entlang führte.

Den Lauf über die Stadtgrenze verfolgten auch zahlreiche Zuschauer, auch wenn es viele ruhige Passagen gab. „In Serm würde ich mich als Zuschauerin auch nicht aufs Feld stellen“, lachte Katharina Wehr.

887 Nichtstarter

Irritiert waren die Veranstalter über die hohe Zahl der Nichtstarter. 3734 Läufer hatten im Vorfeld die Startgebühr zwischen 30 und 35 Euro entrichtet, aber nur 2847 Starter nahmen die 21,1 Kilometer in Angriff. In der Regel liegt die Quote der Nichtstarter bei zehn Prozent. „Vielleicht lag das an der Grippewelle, die derzeit umgeht“, vermutete Mitorganisator Jörg Bunert.

Düsseldorfs OB Thomas Geisel hofft, dass sein Duisburger Amtskollege Sören Link, der im August noch beim Firmenlauf dabei war, im nächsten Jahr eine Startnummer bucht. Geisel würde sich gerne mit seinem Kollegen messen: „Ich bleibe an ihm dran und versuche, ihn zu überreden. Ich glaube, Sören Link trainiert bereits heimlich.“

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