Fußball

Dritter Neuzugang für den MSV Duisburg aus Nordamerika

Willkommen in Duisburg: Neuzugang Jorian Baucom beim Faustgruß mit MSV-Trainer Thomas Gerstner.

Willkommen in Duisburg: Neuzugang Jorian Baucom beim Faustgruß mit MSV-Trainer Thomas Gerstner.

Foto: MSV Duisburg

Duisburg.  Jorian Baucom, die zuletzt in Prag spielte, soll die Sturmflaute bei den Zebras beheben. Am besten schon am Samstag im Spiel gegen Potsdam.

Geschichte wiederholt sich bisweilen. Das letzte Heimspiel der vergangenen Saison hatte für die Bundesliga-Fußballerinnen des MSV Duisburg auch das letzte im eigenen Stadion ohne Publikum bleiben sollen. Die aktuelle Entwicklung der Corona-Pandemie hat diese Hoffnung jedoch über den Haufen geworfen: Die Geisterspiele sind zurück. Am Samstag um 18 Uhr wird nun wieder vor leeren Rängen in der Schauinsland-Reisen-Arena gekickt – Gegner ist heute wie damals der 1. FFC Turbine Potsdam.

Wenn es auch in sportlicher Hinsicht ein Déjà-vu-Ereignis geben sollte, hieße das, dass sich an der passend zum Geisterspiel schon recht gruseligen Bilanz von null eigenen Toren aus fünf absolvieren Spielen nichts ändern würde. Das Duell zwischen den Zebras und den Brandenburgerinnen im Juni endete 0:0 – seinerzeit angesichts des Spielverlaufs etwas wenig für die Gastgeberinnen, die in Person von Paula Radtke noch einen Elfmeter verschossen. Der erzielte Punkt war am Ende jedoch der entscheidende im Rennen um den Klassenerhalt. Ein solcher würde den durch das 0:3 in München wieder auf einen Abstiegsplatz abgerutschten Duisburgerinnen gut zu Gesicht stehen.

Helfen könnte dabei womöglich zum ersten Mal Jorian Baucom. Hauptsponsor Capelli hat zum dritten Mal das Portemonnaie geöffnet und nach Taylor Kornieck und Sura Yekka die Verpflichtung einer weiteren Spielerin aus Nordamerika eingestielt. Die soll dort zum Einsatz kommen, wo den MSV offensichtlich am meisten der Schuh drückt: im Angriff. Kann sie das auf Anhieb leisten? „Das ist schwer zu sagen“, meinte Trainer Thomas Gerstner nach der ersten gemeinsamen Einheit am Donnerstag. „Man sieht, dass sie was am Ball kann und dass sie weiß, wo das Tor steht. Aber wie es um ihre Fitness steht, das müssen wir noch rausfinden“, so der 53-Jährige. Das bedeutet: Es will wohlüberlegt sein, ob die US-Amerikanerin gleich von Beginn an stürmt oder ob sie eher die Jokerrolle einnimmt.

MSV-Neuzugang hat schon Europaerfahrung

Im Gegensatz zu ihren beiden zuvor geholten Kolleginnen – Taylor Kornieck kennt sie übrigens aus gemeinsamer Zeit an der University of Colorado – bringt Jorian Baucom bereits Europaerfahrung mit. Die 24-Jährige, die aus Scottsdale in Arizona stammt, stürmte zuletzt in Tschechien für Sparta Prag.

Gegner Potsdam hat unter dem neuen Trainer Sofian Chahed, Ex-Bundesliga-Profi in Berlin und Hannover, einen starken Start mit vier Siegen aus fünf Spielen hingelegt. Allerdings zeigten die Turbinen mit dem 2:2 bei Aufsteiger SV Meppen aber auch, dass sie verwundbar sind. „Das wird aller Voraussicht nach das bisher körperlich intensivste Spiel. Potsdam ist sehr aggressiv, sehr robust. Die Aufgabe wird sein, da körperlich gegenzuhalten“, sagt MSV-Co-Trainer Nico Schneck.

Eine Geschichte kann sich übrigens nicht wiederholen: Paula Radtke steht nicht mehr im Kader und somit für einen eventuellen Elfmeter, der zum Beenden der Torflaute auch recht und billig wäre, nicht zur Verfügung. „Wir haben im Vorfeld keine Schützin bestimmt“, verrät Thomas Gerstner. „Es ist nur klar, wer nicht schießen darf.“

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