Hockey

DHB-Team ist auf Final-Four-Kurs

Pia Maertens (3. von links) erzielte am Pfingstsonntag das 1:1 für die deutsche Nationalmannschaft gegen Neuseeland. Zwei Tage zuvor hatte die Duisburgerin 18 Sekunden vor Ende den Siegtreffer vorbereitet.

Pia Maertens (3. von links) erzielte am Pfingstsonntag das 1:1 für die deutsche Nationalmannschaft gegen Neuseeland. Zwei Tage zuvor hatte die Duisburgerin 18 Sekunden vor Ende den Siegtreffer vorbereitet.

Foto: Juergen Schwarz / Getty

Duisburg.   Für die Frauen-Nationalmannschaft läuft es in der Premierensaison der Pro League gut. Die Duisburgerin Pia Maertens überzeugt erneut.

Die Hockey-Nationalmannschaft der Frauen bleibt auf Erfolgskurs – und mit ihr Pia Maertens vom Zweitligisten Club Raffelberg. Über das Pfingstwochenende hat die Mannschaft von Bundestrainer Xavier Reckinger sowohl das Auswärtsspiel in London gegen Großbritannien mit 4:3 (1:2) gewonnen als auch das Heimspiel in Krefeld gegen Neuseeland mit 2:1 (0:1). Damit befinden sich die „DANAS“ auf Kurs zum Final-Four-Turnier der Pro League. Und eben diesen vierten Rang können die deutschen Damen bereits am Mittwoch festigen, wenn um 18.30 Uhr in Krefeld Verfolger Belgien zu Gast sein wird. Mit einem Sieg wäre das Turnier der besten Vier in der Premierensaison der neuen Nationenliga, das am 27. und 29. Juni in Amsterdam ausgetragen werden wird, in greifbarer Nähe.

„Unser klares Ziel sind drei Punkte. Wir wollen ans 4:0 aus Antwerpen anknüpfen, wieder kein Gegentor bekommen und unsere Chancen nutzen“, sagt die Duisburgerin Pia Maertens vor dem aktuellen Spiel. Ihre Nationalmannschaftskollegin Charlotte Stapenhorst ergänzt: „Belgien zählt zu den Mannschaften, die auch auf den vierten Platz geiern. Klar wollen wir das gewinnen.“ Bundestrainer Reckinger freut sich auf das Duell mit seinem Heimatland Belgien. Der ehemalige Nationalspieler sagt: „Das wird toll, die wollen herkommen, um was gut zu machen. Sie haben richtig Bock. Für uns ist das ein Test, um wieder zu bestätigen, wie gut wir drauf sind.“

Siegtreffer fiel 18 Sekunden vor dem Ende

Das Spiel in London war derweil ein echter Krimi. Die Britinnen lagen bereits mit 2:0 und später noch mit 3:2 vorne, ehe Lena Micheel rund sechs Minuten vor dem Ende der 3:3-Ausgleich gelang. Als schon vieles auf den Gang ins Penaltyschießen hindeutete, schlug die deutsche Mannschaft doch noch zu. Mit einer starken Einzelleistung setzte sich Pia Maertens durch; im Anschluss daran stocherte Charlotte Stapenhorst den Ball aus dem Gewühl über die Linie – ganze 18 Sekunden vor dem Ende.

Und auch am Pfingstsonntag lag die DHB-Auswahl gegen Neuseeland zunächst hinten, ehe sie das Spiel im Schlussviertel drehte. Und wieder gelang es Maertens, sich in einer entscheidenden Phase des Spiels durchzusetzen – diesmal war sie selbst die Torschützin zum 1:1 (48.). Elisa Gräve brachte den Ball von rechts herein und die Duisburgerin traf per Stecher für Deutschland. Vier Minuten später markierte Cecile Pieper den Siegtreffer.

Leon Draisaitl ist zu Gast

Drei Spiele vor Ende der Punkterunde in der Pro League nimmt die deutsche Frauen-Nationalmannschaft damit den vierten Rang ein. Einzig verbliebener Verfolger ist Belgien, das mit noch vier zu absolvierenden Partien auf 18 Punkte kommt. Heißt also: Gewinnt Deutschland am Mittwoch in Krefeld gegen den direkten Konkurrenten, ist das schon mehr als die halbe Miete für das Final-Four-Turnier. Am Sonntag (12 Uhr, in Krefeld) heißt der Gegner Australien. Am Samstag, 22. Juni, muss das DHB-Team auswärts in Lancaster gegen die USA ran.

Um 21 Uhr spielen auch die Herren in Krefeld gegen Belgien. Dann ist auch Eishockey-NHL-Star Leon Draisaitl zu Gast. Seine Schwester Kim ist mit Nationalspieler Niklas Wellen liiert.

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