Corona-Pandemie

Deutsches Parakanu-Team verzichtet auf den World Cup

Katharina Bauernschmidt in ihrem Va’a, einem Ausleger-Kanu. Die deutsche Parakanu-Mannschaft tritt nicht beim World Cup in Szeged an.

Katharina Bauernschmidt in ihrem Va’a, einem Ausleger-Kanu. Die deutsche Parakanu-Mannschaft tritt nicht beim World Cup in Szeged an.

Foto: Christoph Wojtyczka / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Die Parakanu-Auswahl mit Duisburgs Sportlerin des Jahres Katharina Bauernschmidt wird aufgrund der Pandemie-Lage nicht nach Szeged reisen.

Katharina Bauernschmidt sagt das, was so viele Menschen auf dem Erdball seit einigen Monaten immer wieder sagen: „Die Gesundheit ist einfach wichtiger.“ Die Stimme von Duisburgs Sportlerin des Jahres verrät aber viel von der Enttäuschung, die die Parakanutin vom WSV Niederrhein empfindet. Erst die Verlegung der Paralympischen Spiele ins kommende Jahr – und nun fällt auch die Reise zum einzigen internationalen Wettkampf dieser Corona-Saison aus. Das deutsche Parakanu-Team wird nicht am World Cup in Szeged teilnehmen.

Der Deutsche Kanu-Verband wird nur mit einigen wenigen Rennsportlern in Ungarn vertreten sein – hauptsächlich aus dem U-23-Bereich. Jens Kahl, der Sportdirektor des DKV, hatte schon am Freitag gegenüber dieser Redaktion erklärt, dass die Reise schwierig wird, da Budapest zum Risikogebiet erklärt worden ist und damit eine Anreise über den dortigen Flughafen fast unmöglich ist. „Die Einreise ist ja nicht einmal das Problem“, sagt Katharina Bauernschmidt, „dafür aber die Rückreise. Bei der Ankunft müsste man sofort einen Corona-Test machen und in Quarantäne gehen. Je nach Kommune auch die vollen zwei Wochen – oder eben, bis ein Testergebnis vorliegt“, berichtet die Duisburger Erfolgskanutin. „Da viele von uns berufstätig sind, könnte ein Chef auch schon einmal die Frage stellen, wie man in ein Risikogebiet reisen kann, obwohl man weiß, dass man dann in Quarantäne muss.“

Nur eine Sichtung

Für den Parakanu-Bereich ist die Saison damit beendet – ohne dass sie im Wettkampfbereich stattgefunden hätte. „Wir hatten nur die Sichtung in Duisburg im Vorfeld des World Cups in Szeged. Das war’s dann auch“, so Bauernschmidt. Im Oktober beginnt bereits die Vorbereitung auf die olympische Saison 2021 mit einem weiteren Trainingslager in Kienbaum. Die eigentliche Wettkampfsaison soll im April beginnen – um sich dann auf die Paralympischen Spiele in Tokio vorzubereiten, die nach aktuellem Stand in der Zeit vom 24. August bis zum 5. September 2021 stattfinden sollen.

Bundestrainer André Brendel erklärt in einer Mitteilung des Verbandes: „Wir als Trainerteam haben mit der Mannschaft bereits die letzten Tage die Entwicklung beobachtet. Die Entscheidung fiel uns allen schwer, wurde aber im Sinne der Gesundheit der Mannschaft getroffen.“ Einige Mitglieder der deutschen Parakanu-Mannschaft hatten bereits im Vorfeld erklärt, aufgrund der aktuellen Lage nicht nach Ungarn reisen zu wollen.

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