Regionalliga

Der VfB Homberg startet von Null auf Hundert

Au Backe, das wird schwierig! VfB-Trainer Sunay Acar weiß, dass auf ihn und seine Mannschaft schwierige Wochen warten.

Au Backe, das wird schwierig! VfB-Trainer Sunay Acar weiß, dass auf ihn und seine Mannschaft schwierige Wochen warten.

Foto: Thorsten Tillmann

Duisburg.  Der VfB Homberg muss sich nach Quarantäne und kurzem Schock durch die Corona-Schutzverordnung auf das Regionalligaspiel in Wegberg fokussieren.

Kaum hatten die Regionalliga-Kicker des VfB Homberg den zweiwöchigen Quarantäne-Break abgesessen, kam durch die Corona-Schutzverordnung der Stadt Duisburg der nächste Einschnitt. So hatte die Truppe von Sunay Acar am Donnerstagabend – zwei Tage nach der Wiederaufnahme des Trainings – auf Übungseinheiten mit Körperkontakt verzichtet. Am Freitag erhielt Wolfgang Graf dann die Information, dass „die Schutzverordnung für unsere erste Mannschaft nicht angewendet wird“, so der Abteilungsleiter. „Es ist wichtig, dass die Mannschaft somit wenigstens noch einmal richtig trainieren konnte. Und so fahren wir am Sonntag nach der kürzesten aller Vorbereitungszeiten zum Spiel beim FC Wegberg-Beeck, in dem wir uns so wacker wie möglich schlagen wollen.“

Mit dem Spiel um 14 Uhr im Waldstadion geht es für die VfB-Kicker nun direkt „von Null auf Hundert“, wie Sunay Acar das bevorstehende Programm seines Teams beschreibt. Und mit einem Zwinkern schiebt der Trainer nach: „Wenn wir die Hälfte der Spiele im nächsten Monat gewinnen, haben wir schon die halbe Miete.“ Zehn Partien stehen den Hombergern nach den durch den Coronafall im Team bedingten Ausfällen der letzten drei Spielen in den nächsten 33 Tagen bevor – oder „ein Viertel der Saison“, wie es Acar ausdrückt. Da könnte der Klassenerhalt mit 15 zusätzlichen Punkten bis Ende November tatsächlich ein großes Stück näher gerückt sein. Aber soweit will der Coach nicht gehen: „Wir fokussieren uns vollkommen auf den FC Wegberg-Beeck.“

Ein Duell auf Augenhöhe

Vom Papier her geht es mit dem Aufsteiger gegen eines der wenigen Teams der Liga, gegen das der VfB nicht von vornherein klarer Außenseiter ist. „Ich halte nichts davon, uns klein zu reden, aber auch nichts, uns die Favoritenrolle zuzuschreiben“, sagt der Coach. „Wir sind auf Augenhöhe, aber Wegberg ist voll im Saft und im Spielrhythmus. Das sind wir nicht.“

Die Voraussetzungen vor dem wichtigen Spiel beim voraussichtlichen Mitkonkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt waren beim VfB bekanntlich denkbar schlecht. „Nach zwei Wochen Pause brauchst du normalerweise auch wieder zwei Wochen, um richtig rein zu kommen“, sagt der Coach. „Aber wir müssen es nehmen, wie es ist, und sollten das Positive sehen. Wir dürfen wieder Fußball spielen, wir können mit einem Sieg im nächsten Spiel einen großen Sprung in der Gefahrenzone machen und daraus direkt einen guten Schwung mitnehmen.“

Acar fürchtet die nächsten Ausfälle

Den wird sein Team brauchen, wenn es demnächst – zumindest planmäßig – im Drei-Tages-Rhythmus auf die Fußball-Plätze geht. „Ob das noch etwas mit einer normalen Liga zu tun hat, weiß ich nicht“, sagt Acar, „aber wir dürfen nicht auf die zehn Spiele als Ganzes gucken, sondern müssen das Programm in einzelnen Schritten angehen. Das ist wie bei einem Marathon. Du musst nur ins Rollen kommen, dann ergibt sich der Rest von allein.“

Dass tatsächlich auch alle zehn Spiele bis zum 28. November stattfinden werden, bezweifelt der Trainer allerdings. Wie schnell es aufgrund der Corana-Entwicklung zu Einschränkungen, Ausfällen oder gar Aussetzungen des Spielbetriebs kommen kann, haben nicht nur die Homberger gerade erst erfahren. Inwieweit der VfB auch seine Heimspiele austragen darf, lässt Wolfgang Graf noch auf sich zukommen. „Stand jetzt plane ich mit einem Heimspiel am 31. Oktober gegen den Wuppertaler SV. Alles weitere wird sich wohl erst in der nächsten Woche ergeben können.“

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