Zwickau

Der MSV Duisburg will gegen Zwickau im Kollektiv bestehen

Die Duisburger Mannschaft soll am Samstag gegen den FSV Zwickau im Kollektiv erfolgreich sein.

Die Duisburger Mannschaft soll am Samstag gegen den FSV Zwickau im Kollektiv erfolgreich sein.

Foto: firo Sportphoto/Jürgen Fromme / Jürgen Fromme /firo Sportphoto

Duisburg.  Der MSV Duisburg spielt am Samstag im ersten Heimspiel vor Zuschauern gegen den FSV Zwickau. Die Ultras bleiben der Partie

Graubrot statt Weißbrot, Zwickau statt St. Pauli oder Fortuna Düsseldorf. „Das ist 3. Liga pur“, sagt Torsten Lieberknecht, Trainer des MSV Duisburg, vor dem ersten Heimspiel der Saison gegen die Kicker des FSV Zwickau, das am Samstag um 14 Uhr in der Schauinslandreisen-Arena beginnt.

Auf das pure Liga-Erlebnis hätten Lieberknecht und Co. gerne verzichtet. Der Plan war im Frühjahr, in der neuen Saison an den Leckerbissen der 2. Bundesliga naschen zu dürfen. Aber das hat ja nicht geklappt. „Purer Fußball“ ist indes wiederum auch nicht das Schlechteste. Der Duisburger Trainer macht dies am Gästeteam fest. Er erwartet einen „physischen Gegner“, den es zu bearbeiten gelte. Also Kampffußball, der darauf beruht, mit Einsatz und Willen dem Gegner den Schneid abzukaufen.

Der MSV Duisburg steht bereits unter Druck

Nach der 1:3-Niederlage in Rostock verspüren die Meidericher bereits im ersten Heimspiel Druck. Schon ein Remis wäre zu wenig, um das erste Herbstwochenende entspannt zu beschließen.

Nicht nur deshalb sagt Torsten Lieberknecht: „Wichtig ist, dass die Jungs ein Sieggefühl erleben.“ Hier schließt der 47-Jährige die Saisonvorbereitung mit ein: Denn da verbuchten die Zebras – im ersten Testspiel gegen Preußen Münster (1:0) – nur einen Sieg. Ansonsten gab es ein 1:1 gegen Heracles Almelo und fünf Niederlagen. Aufgrund der Corona-Regeln hatten die Zebras nicht die Gelegenheit, gegen unterklassige Teams in Torlaune und Siegeseuphorie zu geraten. Gegen Borussia Dortmund und Borussia Mönchengladbach ist so etwas für einen Drittligisten kaum möglich. So standen die Meidericher trotz ansprechender Leistungen fünfmal mit leeren Händen da.

Ein Trainer bemüht sich dann, die positiven Dinge hervorzuheben. Torsten Lieberknecht hält es auch so – auch im Nachklang der Auftaktpleite in Rostock. Er habe da viele Dinge ausgemacht, die ihm gefallen hätten: „Ich habe eine Mannschaft gesehen, die als Kollektiv in Führung gegangen ist.“ Allerdings musste der Trainer auch mit ansehen, wie das Kollektiv im zweiten Durchgang auseinanderbrach.

Der FSV Zwickau siegte zum Auftakt

Wie das Kollektiv im Spiel gegen Zwickau aussehen wird, ließ der Coach offen. Leroy-Jacques Mickels und Dominic Volkmer, die es vor Wochenfrist nicht in den Kader schafften, haben nach Auskunft des Trainers in dieser Woche gut trainiert. Da hatte es nach dem Pokalspiel gegen Borussia Dortmund Defizite gegeben, wie der Coach in Rostock durchblicken ließ.

Dominic Volkmer, Dominik Schmidt und Vincent Gembalies stehen für die zwei Positionen in der Innenverteidigung zur Disposition, im defensiven Mittelfeld wäre ein Wechsel von Wilson Kamavuaka zu Max Jansen keine Nachricht mit Sensationscharakter. Mirnes Pepic dürfte in der Zentrale die Chance erhalten, ohne dauerhafte Schmähgesänge von den Rängen sein Können unter Beweis zu stellen. Ahmet Engin erhielt vom Trainer ein Sonderlob – das könnte mit einem Platz in der Startformation einhergehen.

Die Spieler des FSV Zwickau haben mit einem 2:1 über die SpVgg Unterhaching am ersten Spieltag ihr Sieggefühl schon erleben dürfen. FSV-Trainer Joe Enochs nimmt beim Gastspiel an der Wedau gerne die Außenseiterrolle ein. Der Ausfall von MSV-Kapitän Moritz Stoppelkamp spielt für ihn keine Rolle: „Duisburg ist eine Spitzenmannschaft der Liga.“

„Nicht in der Lage, die Spiele des MSV Duisburg zu verfolgen“

24 Stunden vor dem Anpfiff hatte der MSV Duisburg 3346 Tickets für das Spiel gegen den FSV Zwickau verkauft. Bei einer Kapazität von 6300 Plätzen sind also noch reichlich Eintrittskarten erhältlich. Bis zum Anpfiff können Interessierte – per Ausdruck am heimischen Computer und nicht im Stadion oder im Fanshop – Tickets erwerben.

Nicht am Start sind die Ultras. In einer Erklärung der Kohorte heißt es: „Wir sehen uns … mit den aktuell vorgestellten Rahmenbedingungen noch nicht in der Lage, die Spiele unserer Zebras wie gewohnt im Stadion zu verfolgen. So sinnvoll die einschränkenden Maßnahmen auch erscheinen; in ihrer Gesamtheit ... zerstören sie sämtliche unserer Vorstellungen von einem gelungenen Spieltag fast vollständig.“

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