Wakeboard

Der Duisburger Max Milde verteidigt nervenstark den EM-Titel

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Auf dem Weg zu Gold: Max Milde zeigte auf dem Tuttenbrocksee in Beckum eine starke Leistung und konnte seinen Titel verteidigen.

Auf dem Weg zu Gold: Max Milde zeigte auf dem Tuttenbrocksee in Beckum eine starke Leistung und konnte seinen Titel verteidigen.

Foto: Milde

Duisburg.  Der Rumelner Sportsoldat gewinnt die Europa- und Afrikameisterschaft in Beckum. Das Duell mit seinem langjährigen Freund verläuft dramatisch.

Die Corona-Pandemie hat auch die internationale Wakeboard-Elite ausgebremst. Zunächst galt eine lange Wettkampfpause, dann stand in diesem Jahr nur ein einziger großer internationaler Wettkampf auf dem Programm: die Europa- und Afrikameisterschaft am Twincable auf dem Tuttenbrocksee in Beckum. Der Rumelner Max Milde, der 2019 als 17-Jähriger überraschend den Titel in der offenen Männerklasse errungen hatte, konnte diesen nun auch verteidigen.

Max Milde, seit Januar Sportsoldat in der Spitzensportfördergruppe der Bundeswehr, wollte natürlich unter Beweis stellen, dass seine Form unter der langen Pause nicht gelitten hatte. Bei hochsommerlichem Wetter im Münsterland hatte er keine Probleme, die Vorrunde und das Halbfinale souverän hinter sich zu bringen, und zog somit in das mit Weltklassefahrern besetzte Finale der letzten sechs Herren ein. Dort setzte er mit seinem ersten von zwei Läufen die Konkurrenz bereits kalkuliert unter Druck und übernahm die Führung.

Gold auch in der Mannschaftswertung

Nachdem er durch einen starken zweiten Lauf seines Trainingspartners und langjährigen Freundes Florian Weiherer (München) auf den zweiten Platz gerutscht war, bewies Milde als letzter Starter des zweiten Laufes große Nervenstärke: Er zeigte den besten Lauf der gesamten Europameisterschaft. Das Publikum jubelte bereits über einen deutschen Doppelsieg, während Milde und Weiherer Arm in Arm auf das Urteil der Juroren warten. Als klar war, dass Max Milde vorn lag, entlud sich die Spannung in einem gemeinsamen Sprung ins Wasser inklusive Sektdusche. Auch in der Mannschaftswertung gab es Gold für das deutsche Team.

„Einfach Wahnsinn! Wir haben uns den Sieg gegenseitig gegönnt und stehen nun zum ersten Mal bei einer großen Meisterschaft gemeinsam auf dem Podium. Besser konnte es nicht laufen“, freute sich Max Milde.

Mit Dennis Hildebrand war ein weiterer Duisburger am Start, der im Wakeskate (Brett ohne Bindung) den dritten Platz belegte.

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