Platzanlage

Der aufgeplatzte Platz des MSV Hockey ist Geschichte

Willi und Arno Brinkmann sowie Markus Grein, Katie und Jade (von links) freuen sich auf den neuen Kunstrasen, den der MSV Hockey nun bekommt.

Willi und Arno Brinkmann sowie Markus Grein, Katie und Jade (von links) freuen sich auf den neuen Kunstrasen, den der MSV Hockey nun bekommt.

Foto: Fabian Strauch

Duisburg.   Der MSV Duisburg Hockey bekommt einen neuen Kunstrasenplatz. Schiris und Gegner wollten sich schon weigern, auf dem alten Geläuf zu spielen.

Rund sieben Jahre sind vergangen. 2012 hatte der MSV Duisburg Hockey den ersten Antrag auf einen neuen Kunstrasenplatz gestellt. Die erste Mittelzuteilung erfolgte 2016 – und nun geht es los. Aktuell wird der alte Belag entfernt und schon bald erstrahlt das neue künstliche Grün. Und das künstliche Blau. „Denn die Umrandung wird in blau gehalten sein“, berichtet Arno Brinkmann vom Vorstand des MSV Hockey. Natürlich.

Eine einfache Arbeit war das nicht, bis hierher zu kommen. Einerseits gibt es ein Darlehen in Höhe von 70.000 Euro. Dazu haben die Hockey-Zebras 80.000 Euro für den Eigenanteil zusammenbekommen. Sei es bei einem Supermarkt-Event mit Ennatz Dietz und anderen MSV-Größen an der Kasse oder anderen Aktionen. „Wir haben da einiges gemacht“, sagt Brinkmann. „Auch unsere Quadratmetertafel ist schon fast voll.“ Zudem hat der MSV-Fanclub Innenhafen, der mit seiner Hobbymannschaft auf der Anlage trainiert, über drei Jahre jeweils 1000 Euro gespendet. „Die Fanclub-Mitarbeiter haben gesagt: Das ist doch auch der MSV. Zudem geht es um 120 Kinder.“

Zerschlissen, aufgeplatzt, geflickt

Um genau zu sein: Es ist „ein“ MSV. Denn bekanntlich sind die einstigen Abteilungen inzwischen eigenständige Vereine, die noch über den MSV-Dachverein miteinander verbunden sind. Damit ist es auch für den MSV Hockey nicht ganz leicht, den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes zu stemmen. Nötig aber war es: Gerade auf der den Kabinen zugewandten Seite war der alte Platz dermaßen zerschlissen, aufgeplatzt, geflickt und wieder aufgeplatzt, dass es kaum möglich war, eine Strafecke sauber herauszugeben, ohne dass der Ball in alle denkbaren Richtungen versprang. „Wir hatten schon Gegner und Schiedsrichter, die hier nicht mehr spielen wollten“, sagt Brinkmann.

Der 210 Mitglieder zählende MSV Hockey hofft natürlich auf einen Aufschwung. „Es wäre ja schon schön, wenn einige unserer Talente bleiben würden“, sagt Brinkmann. Einige junge Hockeyspieler sind in den vergangenen Jahren zum Club Raffelberg oder zum Kahlenberger HTC abgewandert. „Einer auch zum HTC Uhlenhorst Mülheim.“ Sportlich riesig müssen die Ziele nicht einmal sein. „Wir wollen ja nicht Deutscher Meister werden. Aber guter Breitensport passt gut zu Meiderich.“

Vier bis sechs Wochen Bauzeit

Wenn der alte Kunstrasen einschließlich der Elastikschicht abgetragen sein wird, kommt ein Landschaftsbauer ins Spiel. „Die oberste Schicht Erde muss abgetragen werden. Dann kommt neue Erde, die Elastikschicht und dann der eigentliche Kunstrasen“, sagt Brinkmann. „Wir sind natürlich vom Wetter abhängig. Aber in vier bis sechs Wochen kann alles fertig sein.“

Danach kann der MSV Hockey durchstarten. „Denn das Vereinsmotto Leben, Liebe, Leidenschaft gilt auch für uns“, freut sich Brinkmann.

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