Wasserball

Das große Ziel von Dennis Eidner sind die Olympischen Spiele

Dennis Eidner hält bei der Weltmeisterschaft die Duisburger Fahne im deutschen Nationalteam hoch.

Dennis Eidner hält bei der Weltmeisterschaft die Duisburger Fahne im deutschen Nationalteam hoch.

Foto: dpa Picture-Alliance / Thomas Eisenhuth / picture alliance / ZB

Duisburg.  Der Spieler des ASCD nimmt als einziger Duisburger an der Weltmeisterschaft in Südkorea teil. Gegner sind Japan, Brasilien und Italien.

Am Freitag startet im südkoreanischen Gwangju die Schwimm-Weltmeisterschaft, bei der unter anderem auch der Titel im Wasserball ausgespielt wird. Als einziger Spieler vom ASC Duisburg steht Dennis Eidner im Aufgebot, das Bundestrainer Hagen Stamm für die Weltspiele nominiert hat. In der DSV-Auswahl spielt der Center bei seiner dritten Weltmeisterschaft (2011, 2013, 2019) auch wieder gemeinsam mit den ehemaligen Duisburgern Julian Real und Moritz Schenkel in einer Mannschaft. Gespielt wird im Fußball-Stadion der Nambu-Universität in einer temporär errichteten Wettkampfanlage mit einem 35-Meter-Freiwasserbecken und gut 5000 Zuschauerplätzen. Sandra Goldmann sprach mit dem 29-Jährigen.

Herr Eidner, Sie nehmen nun schon an ihrer dritten Weltmeisterschaft teil. Ist so ein Turnier mittlerweile für Sie schon Routine?

Dennis Eidner: Eine Weltmeisterschaft wird nicht zur Routine. Man freut sich darauf, man hat dafür hart gearbeitet und es ist immer etwas Besonderes, teilnehmen zu dürfen.

In der Vorrundengruppe D hat die Mannschaft mit dem Olympiadritten Italien und den beiden Kontinentalvertretern Japan und Brasilien eine vermeintlich machbare Gruppe erwischt. Wie lauten die Ziele für das Turnier?

Wir haben eine Gruppe erwischt, die es uns möglich macht, unter die Top-Acht der Welt zu kommen – das ist ganz klar unsere Zielsetzung. Wir dürfen die Japaner und Brasilianer keinesfalls unterschätzen. Italien ist Favorit.

Wie sehen Ihre persönlichen sportlichen Ziele für die Zukunft aus?

Das große Ziel, auch mein persönliches, ist definitiv, dass wir es schaffen, uns für das Olympia-Qualifikationsturnier im kommenden Jahr zu qualifizieren. Und natürlich die Europameisterschaft im Januar. Die würde ich gerne noch mitmachen. Ganz klar ist das große Ziel, endlich zu Olympia zu kommen. Das ist aber noch ein langer Weg, aber das ist definitiv etwas, das ich noch erreichen möchte.

Sie waren auch schon in der Vorbereitung auf das Turnier viel unterwegs, dazu die Termine mit dem ASCD in der Saison. Müssen Sie für so eine Maßnahme ihren Jahresurlaub opfern?

Ich muss tatsächlich etwas von meinem Urlaub für die Vorbereitung opfern, die Vorbereitung auf die WM war ja nicht die einzige Verpflichtung, die wir mit der Nationalmannschaft hatten. Aber ich muss meinem Arbeitgeber dennoch einem großen Dank aussprechen: Für die restliche Zeit wurde ich freigestellt.

Die WM findet in Südkorea statt – für viele sicher ein spannendes Reiseziel. Haben Sie schon Pläne gemacht, was Sie sich dort an den spielfreien Tagen anschauen möchten?

Wir sind ja in der Vorbereitung auch in Tokio und reisen danach nach Südkorea. In beiden Ländern war ich noch nicht, daher lasse ich mich überraschen, was dort auf uns zukommt. Wenn wir die Möglichkeit haben, etwas zu sehen, werden wir das in Angriff nehmen. Ich lasse mich da von meinem Städteguide Julian Real führen und werde sehen, was er für uns bereithält.

Als gelernter Koch dürfte Südkorea doch auch aus professioneller Sicht interessant sein, dort gibt es ja für europäische Gaumen doch einige ungewöhnliche Gerichte. Wie mutig sind Sie, wenn es darum geht, diese typischen Gerichte auszuprobieren?

Was das Essen angeht, bin ich natürlich sehr neugierig, was auf uns zukommt. Da ich aber ein großer Fan von neuen Dingen bin, würde ich natürlich fast alles probieren. 2011 habe ich in Shanghai auch einen Hühnerfuß gekostet, von daher würde ich sagen, dass ich sehr aufgeschlossen bin. Man lernt ja schließlich nie aus.

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