Skaterhockey

Bundesliga wird bis 2020 auf zehn Teams reduziert

Ducks-Trainer Gordon Kindler sammelt seit gestern wieder die Spieler um sich. Derweil steht fest, dass das Teilnehmerfeld der Bundesliga reduziert wird.

Ducks-Trainer Gordon Kindler sammelt seit gestern wieder die Spieler um sich. Derweil steht fest, dass das Teilnehmerfeld der Bundesliga reduziert wird.

Foto: Lars Heidrich

Duisburg.   Qualität der Spielklasse soll gesichert werden. Ducks-Trainer Gordon Kindler hält Entwicklung für besorgniserregend. Enten starten ins Training.

Seit gestern rollt in der Sporthalle Süd wieder der Skaterhockey-Ball. Das Jahr, in dem sich im November der Gründungstag der Duisburg Ducks, zum 30. Mal jähren wird, begann mit einem Training der besonderen Art. „Wir haben heute mit unserem Nachwuchs zusammen trainiert“, sagte Trainer Gordon Kindler. Als Dankeschön für die Unterstützung – und als Anreiz für die jungen Enten.

Wann die Ducks ihr erstes Ligaspiel bestreiten werden, steht noch nicht fest. Klar ist aber, dass die Saison 2019 mit elf Teams in der Bundesliga nur ein Übergang sein wird: Ab 2020 werden nur noch zehn Mannschaften an den Start gehen. In der nun anstehenden Spielzeit werden die Teams auf den Rängen zehn und elf absteigen und nur noch der Meister der 2. Bundesliga den Sprung ins Oberhaus schaffen.

Ergebnisse wie 26:0 sollen Vergangenheit angehören

„Das wird die Qualität der Liga in jedem Fall erhöhen“, sagt Kindler. „Ich hoffe und denke, dass es dadurch Ergebnisse wie ein 26:0 nicht mehr geben wird.“ Solche Resultate sind freilich für eine Bundesliga nicht gut. Dennoch sorgt sich der Coach. „Wenn wir dafür die Bundesliga von ursprünglich zwölf auf bald zehn Teams reduzieren müssen, ist das eine besorgniserregende Entwicklung.“

In der Saison 2019 werden nur elf Mannschaften spielen, weil sowohl die Kassel Wizards als einer von zwei sportlichen Aufsteigern ihren Erstliga-Verzicht als auch die Sauerland Steel Bulls ihren Rückzug erklärten. Da die Miners Oberhausen abgestiegen sind, aber nur der TV Augsburg als Zweitliga-Meister aufsteigt, verbleiben die an sich ebenfalls abgestiegenen Commanders Velbert als elfte Mannschaft in der Bundesliga.

Pokalteilnahme nur bei Reform

Seit mehreren Jahren verzichten die Ducks auf die Teilnahme am ISHD-Pokal. Wird die Bundesliga-Reduzierung die Enten dazu bewegen, wieder für diesen Wettbewerb zu melden? „Nicht ohne weiteres. Wenn sich der Modus nicht ändert, werden wir das wohl nicht machen“, sagt Kindler. „Die reguläre Saison dauert von März bis Ende September. Da ist es ohnehin fast schon nicht möglich, als Spieler einen Sommerurlaub zu planen, ohne ein Spiel zu verpassen“, so Kindler.

„Außerdem sind die Kosten für einen Bundesligisten hoch.“ Was sich ändern müsste? „Man müsste vielleicht darüber nachdenken, den Pokal in einer Abfolge von Turnieren zu spielen“, schlägt Kindler vor. „Und es muss gewährleistet sein, dass wir keine Auswärtsspiele gegen Freiburg III oder Hamburg V bestreiten müssen. So etwas macht keinen Sinn.“

Derweil ist klar, dass Joachim Könning die Ducks wie vermutet verlassen wird.

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