Eishockey-Oberliga

Besser machen als 2016: Füchse in Play-offs gegen Leipzig

Am 30. Dezember hatten sich André Huebscher und seine Teamkollegen mit 3:2 gegen die Icefighters Leipzig durchgesetzt. Das soll nun nach Möglichkeit wiederholt werden.

Am 30. Dezember hatten sich André Huebscher und seine Teamkollegen mit 3:2 gegen die Icefighters Leipzig durchgesetzt. Das soll nun nach Möglichkeit wiederholt werden.

Foto: Tanja Pickartz

Duisburg.   Füchse haben mit den Icefighters Leipzig einen Play-off-Rechnung offen. Maximal drei Spiele gegen die Sachsen. Heimspiel am Sonntag um 18.30 Uhr.

Der März 2016 sorgte für Ernüchterung. Gerade hatte der EV Duisburg die Saison in der Eishockey-Oberliga als Nord-Meister abgeschlossen, distanzierte mit einem Ergebnis von 110 Punkten aus 42 Spielen die Tilburg Trappers gleich um 15 Zähler und freute sich auf einen „Play-off-Run“ wie im Jahr zuvor, als die Füchse das Finale gegen den EHC Freiburg erreicht hatten. Im Achtelfinale trafen die Schwarz-Roten auf die Icefighters Leipzig – und flogen in vier Spielen raus. Da gibt es auf Duisburger Seite also noch etwas gerade zu rücken, wenn sich beide Clubs ab heute in einer Best-of-Three-Serie erneut gegenüber stehen – nur eine Runde früher als damals, in den so genannten Pre-Play-offs, der Vorrunde der Teams auf den Rängen sieben bis zehn.

Die Serie ist auch kürzer als damals: Maximal drei Spiele wird es geben. Wer zweimal gewinnt, erreicht das Achtelfinale, in dem es dann gegen einen Süd-Club gehen wird. Die Serie beginnt heute um 20 Uhr im Leipziger Kohlrabizirkus. Am Sonntag um 18.30 Uhr steht das Heimspiel der Füchse an. Steht es dann nach Siegen 1:1, würde die Entscheidung am Dienstag (19 Uhr) erneut in Leipzig fallen. Eine „Endlos-Verlängerung“ wie in der DEL und DEL2 gibt es in der Oberliga nicht. Steht es nach 60 Minuten unentschieden, wird die Partie maximal um 20 Minuten (mit fünf gegen fünf Spielern statt drei gegen drei) verlängert. Danach folgt ein Penaltyschießen.

Schulterverletzungen auf beiden Seiten

Neben dem finnischen Verteidiger Lasse Uusivirta, für den die Saison aufgrund einer Schulterverletzung bekanntlich beendet ist, müssen die Füchse wahrscheinlich auch auf den grippekranken Ricco Ratajczyk verzichten. Auch Leipzig hat es heftig erwischt. Mit Michal Velecky und Florian Eichelkraut fallen der zweit- und der dritterfolgreichste Scorer der Sachsen aus – beide haben sich ebenfalls an der Schulter verletzt. „Ich denke, dass die Leipziger Mannschaft dadurch noch enger zusammengerückt ist. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass da irgendetwas leichter geworden ist“, so Füchse-Trainer Dirk Schmitz. Nach dem Ausfall von Velecky hatten die Icefighters Hannes Albrecht reaktiviert, der in drei Spielen drei Tore geschossen und ein weiteres vorbereitet hat.

„Wir haben in der zurückliegenden Woche vor allem an unserer Defensive gearbeitet, dass wir unsere Gegenspieler finden und halten“, sagt Schmitz. „Ich bin mir sicher: Stehen wir hinten gut, werden sich die Chancen nach vorne ergeben.“ Zudem hatte der Coach zuletzt auch wieder das Überzahlspiel üben lassen. Beides – eine gute Defensive und ein effektives Powerplay – sind Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Play-offs.

Leidenschaft und Laufbereitschaft

Was noch viel wichtiger ist: „Wir müssen Leidenschaft an den Tag legen, müssen Laufbereitschaft an den Tag legen, müssen die Zweikämpfe suchen und sie annehmen“, so Schmitz. „Machen wir das, haben wir eine gute Chance, noch lange in dieser Saison zu spielen.“ Denn Laufbereitschaft gehört auch zu den Leipziger Tugenden – dazu wurde der Kader über die Jahre gezielt entwickelt und Trainer Sven Gerike kennt sein Team aus dem Effeff. Topscorer der Mannschaft ist Antti Paavilainen mit 26 Toren und 34 Vorlagen. In der regulären Saison hat der EVD drei Spiele gegen Leipzig verloren (1:3 daheim, 2:6 und 0:2 auswärts), das zweite Heimspiel gewannen die Füchse mit 3:2.

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