Regionalliga

Antonaci und seine Eingebungen helfen dem VfB Homberg

Ricardo Antonaci zielte am Mittwochabend ganz genau: Mit seinem Freistoßtreffer sicherte er dem VfB Homberg den ersten Punktgewinn der Saison.

Ricardo Antonaci zielte am Mittwochabend ganz genau: Mit seinem Freistoßtreffer sicherte er dem VfB Homberg den ersten Punktgewinn der Saison.

Foto: Oliver Mengedoht / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Ricardo Antonaci hatte entscheidenden Anteil am ersten Punktgewinn des VfB Homberg. In Oberhausen wartet nun die nächste Herausforderung.

Ricardo Antonaci hatte eine Eingebung. „Ich hatte schon morgens beim Aufstehen so ein gutes Gefühl, dass heute etwas geht“, sagte der Außenverteidiger des VfB Homberg nach dem Spiel gegen Borussia Mönchengladbach II am Mittwochabend. Sein gutes Gefühl sollte ihn nicht trügen. Und daran, dass es für die Kicker vom Rheindeich beim 2:2 gegen die U 23 der Fohlen zum ersten Punkt in der Regionalliga West reichte, hatte Antonaci entscheidenden Anteil. Denn der 25-Jährige hatte an diesem Tag noch weitere Eingebungen.

In der 60. Minute flankte der Neuzugang vom FC Gießen die Kugel maßgerecht auf Marvin Lorch, der zum 1:1-Ausgleich einköpfte. Nach erneutem Rückstand (69.) hatte Antonaci in der 72. Minute dann die nächste entscheidende Eingebung und zirkelte den Ball mit einem direkt verwandelten Freistoß aus 18 Metern ins linke Eck.

Sein gutes Gefühl begleitete ihn dabei den gesamten Tag über. „Das Abschlusstraining war schon super. Als ich dann zum Stadion gekommen bin und die Jungs gesehen habe, hat es sich bestätigt. Die Grundstimmung war einfach richtig gut. Und auch für mich ist es im Spiel toll gelaufen. Ich hatte schon in der ersten Halbzeit ein, zwei gute Aktionen. Dann kommst du besser ins Spiel rein. Dass der dann so in den Knick geht, war natürlich Wahnsinn“, freute sich der Verteidiger über seinen guten Lauf, der zum ersten Zähler beitrug.

VfB mit Schwächen bei Eckbällen

„Es ist zwar nur ein Punkt, aber zumindest auch mal ein Punkt“, sieht Antonaci im ersten Teilerfolg nach vier Nullnummern einen Anfang. „Darauf lässt sich aufbauen, und es spricht für unser Team, dass wir gegen eine starke Mannschaft zweimal zurückgekommen sind.“

Dass es zu den Rückständen gekommen ist, ärgert den 25-Jährigen allerdings ebenso wie seinen Trainer Sunay Acar, der betont, mit „dem Punkt gut leben“ zu können. „Das zweite Tor war gut herausgespielt“, zollte Acar dem Gegner Respekt, „aber das erste Tor ärgert mich sehr.“ Denn erneut kassierten die Homberger einen Treffer nach einer Ecke. „Wie wir uns bei Ecken anstellen, ist eine Katastrophe“, zeigt sich Antonaci selbstkritisch. Denn nicht nur beim 0:1 sah der VfB-Block im 16er alt aus.

Homberger wollen auf Punktgewinn aufbauen

Bereits in der vierten Minute fischte Keeper Philipp Gutkowski mit starkem Reflex den Ball nach einer Ecke von der Linie. Und auch in der Schlussphase konnte die VfB-Abwehr den Ball und das vorangegangene Chaos nach einem Eckball nur in höchster Not klären. „Da müssen wir viel enger am Mann sein“, weiß der Verteidiger um die Vorgaben des Trainers, „es ist sehr ärgerlich, wenn du immer wieder solche Dinger frisst und dadurch ins Hintertreffen gerätst. Das war gegen Fortuna Köln so, zweimal in Münster und jetzt schon wieder. Wenn wir das abstellen, bin ich aber guter Dinge, dass wir noch mehr mitnehmen werden.“

Denn Antonaci stellt auch klar: „Ein Punkt nach fünf Spielen ist natürlich nicht das, was wir uns vorstellen. Aber darauf wollen wir aufbauen und am Samstag weiter punkten.“ Dann heißt der Gegner im Stadion Niederrhein zwar Rot-Weiß Oberhausen – aber vielleicht hat Ricardo Antonaci ja wieder ein paar passende Eingebungen.

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