Spielabbruch

Abbruch beim MSV Duisburg: VfL-Boss Elixmann äußert sich

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VfL-Geschäftsführer Michael Welling (links) und Präsident Holger Elixmann.

VfL-Geschäftsführer Michael Welling (links) und Präsident Holger Elixmann.

Foto: osnapix / Titgemeyer via www.imago-images.de / imago images/osnapix

Duisburg/Osnabrück.  Holger Elixmann, Präsident des VfL Osnabrück, äußerte sich in einem Interview zu den Ermittlungsergebnissen der Duisburger Polizei.

Holger Elixmann, Präsident des VfL Osnabrück, äußerte sich nun in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung zu den Ermittlungsergebnissen, die die Duisburger Polizei zum Abbruch des Drittliga-Spiels zwischen dem MSV Duisburg und dem VfL am 19. Dezember bekanntgab. Elixmann gab sich gelassen, weil „sich aus unserer Sicht der Sachverhalt überhaupt nicht verändert hat“.

Die Partie war aufgrund eines angeblichen rassistischen Zwischenfalls, ausgelöst von einem Zuschauer, beim Stand von 0:0 nach gut einer halben Stunde abgebrochen worden. Die Ermittlungen des Staatsschutzes ergaben, dass eine rassistisch begründete Tat nicht zu erkennen gewesen sei. Holger Elixmann sagt dazu: „Wir stehen weiter klar zu unserem Spieler Aaron Opoku. Unsere Mannschaft ist bewusst vom Platz gegangen und hat sich später dazu entschieden, nicht weiterzuspielen.“ Der Vereinschef erklärt weiter: „Wir würden in der Situation alles wieder so machen. Wie betroffen Aaron von der Affen-Aussage war, ist deutlich zu erkennen gewesen.“

Dass ein Duisburger Anwalt Anzeige gegen VfL-Spieler Florian Kleinhansl und Linienrichter Fabian Schneider erstattet hat, bezeichnet Elixmann als „hanebüchen“. Elixmann: „Hier wird eine Täter-Opfer-Umkehr versucht. Der Anwalt inszeniert sich selbst, erweist aber dem Kampf gegen Rassismus, der Konsens sein sollte unter allen Bürgern dieses Landes, einen Bärendienst.“

Am Mittwoch, 2. Februar, 19 Uhr, kommt es in der Duisburger Schauinslandreisen-Arena zum Wiederholungsspiel des MSV Duisburg gegen den VfL Osnabrück. Ursprünglich wollte beide Vereine diesen Termin nutzen, um im Rahmen des Spiels ein Zeichen gegen Rassismus zu setzen. Wie die Klubs diese Partie nun angehen werden, ist noch nicht bekannt. Vor einem großen Publikum werden die beiden Mannschaften nicht antreten können. Nach aktueller Corona-Verordnung sind nur 750 Zuschauerinnen und Zuschauer zugelassen.

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