Fußball-Landesliga

3:2 gegen Hamborn: DSV 1900 dreht 0:2-Rückstand zum Sieg

George Michael Wiedemann traf in der Nachspielzeit zum 3:2 für den DSV 1900.

George Michael Wiedemann traf in der Nachspielzeit zum 3:2 für den DSV 1900.

Foto: Oliver Müller / FUNKE Foto Services

Duisburg.  Hamborn 07 erzielte kurz nach der Pause das 2:0, doch das Derby ging an den DSV 1900: George Michael Wiedemann traf in der Nachspielzeit zum 3:2.

An der Düsseldorfer Straße war eine Menge los. Rund 250 Zuschauer kamen am Freitagabend nach Wanheimerort, um das Derby in der Fußball-Landesliga zwischen dem Duisburger SV 1900 und Hamborn 07 zu sehen – unter ihnen die früheren MSV-Profis Tim Albutat, der nun beim KFC Uerdingen 05 unter Vertrag steht, und Dustin Bomheuer, der aktuell seine Brötchen beim 1. FC Magdeburg verdient, aber wegen eines Kreuzbandrisses nicht spielen kann. Der Grund ist einfach: Nico Klotz, ebenfalls Ex-Zebra, nun im Trikot der Hamborner Löwen. Glücksbringer für ihren Kumpel waren die beiden aber nicht: Der DSV siegte nach 0:2-Rückstand mit 3:2 (0:1).

DSV übernimmt nach Rückstand das Kommando

Die berühmten „Fans“ hätten schon früh jubeln können, hätte Reid Osei den besser positionierten Klotz gesehen, nachdem er alle 1900er auf der linken Bahn stehen gelassen hatte. Zwar hatte danach auch DSV-Stürmer Berkay Basri Ersöz eine gute Chance zum Führungstreffer, das Tor fiel aber doch für Hamborn: Tim Keinert traf per Drehschuss zum 1:0 für die Gäste (16.). Danach jedoch übernahmen die Hausherren immer mehr das Kommando – ohne jedoch das erste Saisontor im nun schon vierten Spiel zu erzielen. Erst zwang Mehmet-Ali Cengiz den früheren 1900-Keeper Mo Sadiklar zu einer Faustabwehr (30.), ehe Bünyamin Sari nach einer schönen Einzelleistung ebenfalls am gegnerischen Torhüter scheiterte. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit hätte ebenso der Ausgleich fallen können, doch nach einer Ecke bekamen gleich drei DSV-Spieler den Ball nicht unter Kontrolle.

Und was sagt man in solchen Situationen? So was rächt sich. Die zweite Hälfte war keine Minute alt, als 07-Stürmer Reid Osei einen langen Ball aufnahm, DSV-Keeper Max Chmilewski ausspielte und zum 2:0 für die Löwen einschob (46.). Sieben Minuten später hatte DSV-Spieler Cengiz Glück, dass er nach einem Foul am kurz darauf ausgewechselten Julian Bode nur die gelbe Karte sah. Nach gut einer Stunde riss der DSV das Spiel dann an sich: Der kaum eine Minute zuvor eingewechselte Lukas Kleine-Bley traf zum 1:2 (68.); eine Minute später glich Keita Taguchi aus, ehe George Michael Wiedemann in der Nachspielzeit zum DSV-Sieg traf.

DSV: Chmilewski – Akay, Murke, Frantzozas, Sari– Schürmann, Cengiz (67. Schäfer) – Yildiz, Aota (67. Wiedemann), Taguchi – Ersöz (67. Kleine-Bley).

07: Sadiklar – Forbeck (86. Stenzel), Grevelhörster, Ay, Nazikkol, Gronemann – Stuber (77. Tzikas), Bode (56. Bothe) – Keinert, Klotz – Osei (78. Ergün).

Tore: 0:1 Keinert (16.), 0:2 Osei (46.), 1:2 Kleine-Bley (68.), 2:2 Taguchi (69.), 3:2 Wiedemann (90./+3).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben