Fußball-Bundesliga

Lewis Baker soll Stögers Rolle bei Fortuna übernehmen

Erstmals im Fortuna-Trikot: Lewis Baker im Testspiel gegen den RSC Anderlecht in Maasmechelen.

Erstmals im Fortuna-Trikot: Lewis Baker im Testspiel gegen den RSC Anderlecht in Maasmechelen.

Foto: Frederic Scheidemann

Düsseldorf.  Die Leihgabe vom FC Chelsea deutete ihre Qualitäten an. Am Wochenende soll Lewis Baker über 90 Minuten für Fortuna Düsseldorf ran.

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Sich mit Lewis Baker zu unterhalten, ist nicht ganz so einfach. Erstens, weil er einen heftigen englischen Akzent spricht, den so genannten Cockney-Regiolekt. Und zweitens, weil er auf Fragen eher wortkarg antwortet. „Es war okay“, gab Baker dann auch kurz und knapp zu Protokoll, als er auf seinen ersten Einsatz im Fortuna-Trikot beim Testspiel im belgischen Maasmechelen gegen den RSC Anderlecht (2:1) angesprochen wurde.

Die ersten 45 Minuten durfte der 24-Jährige im zentralen Mittelfeld ran. Es war keine dankbare Premiere. Der Rasen war extrem weich, ganze Stücke flogen umher. Bereits nach wenigen Minuten sah der Platz aus wie ein Acker. „Beide Mannschaften mussten darauf spielen“, erklärte Baker und wollte dies als Ausrede nicht gelten lassen.

Baker fordert ständig den Ball

Als einer, der die feine Klinge spielen kann, war es aber sicher kein Fußballspiel nach Maß. Doch Baker zeigte dennoch, warum ihn Sportvorstand Lutz Pfannenstiel vom FC Chelsea nach Düsseldorf gelotst hat. Der in Luton geborene Juniorennationalspieler Englands forderte ständig den Ball und behauptete diesen auch in engen Pressingsituationen. Auffällig: Wie Baker sich umschaut bevor er den Ball zugespielt kommt, so das gesamte Spielfeld liest und seinen nächsten Schritt plant.

Genau diese Qualitäten sollen Fortuna in Abwesenheit von Kevin Stöger helfen. Baker muss die Lücke füllen, die der Österreicher durch seinen Kreuzbandriss hinterlassen hat. Er soll das spielerische Bindeglied zwischen Verteidigung und Angriff werden.

„Man sieht, dass er ein gestandener Spieler ist, der bereit ist, Verantwortung zu übernehmen“, sagte Trainer Friedhelm Funkel nach dem Sieg. „Er spricht sehr viel, dirigiert. Das macht er gut. Jetzt müssen wir aber schauen, wie er sich in den nächsten Wochen noch verbessert. Er muss sich noch verbessern, aber das wird er auch.“

Fitnesswerte noch nicht gut

Trotz des Trainings beim FC Chelsea hat Baker aber noch nicht die Fitnesswerte seiner neuen Kollegen erreicht. „Aber wir haben ja auch noch etwas mehr als zwei Wochen bis zum Ligastart“, beschwichtigt Funkel. „Er wird das Spiel am Wochenende bekommen, dann werden wir sehen, ob er im Pokalspiel dabei ist, oder ob ich dort auf Altbewährtes setze.“

Auf einen neuen Kollegen wird Baker bis zum Spiel in Villingen sicherlich treffen: Fortuna sucht weiter nach einem Innenverteidiger. „Ich hoffe, dass er in den nächsten Tagen endlich kommt. Wir brauchen ihn“, betonte Funkel. (erer)

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