2. Handball-Bundesliga

Freie Tage für famose Abwehr: Vikings schlagen Hildesheim

Vikings-Torwart Vladimir Božić wehrte 14 Bälle und damit fast 44 Prozent der Hildesheimer Würfe ab.

Foto: Andree Hagel

Vikings-Torwart Vladimir Božić wehrte 14 Bälle und damit fast 44 Prozent der Hildesheimer Würfe ab. Foto: Andree Hagel

Düsseldorf.   Die Vikings schlagen Eintracht Hildesheim mit 21:18 und vergrößern ihren Vorsprung auf die Abstiegsplätze in der 2. Bundesliga auf sechs Punkte.

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Diese Partie hatte Ceven Klatt gefallen, sie hatte ihm Spaß gemacht. Er brauchte auch gar nicht bis zum Schlusspfiff unter Spannung zu stehen, sondern konnte schon während des Spiels den elften Saisonsieg in der 2. Bundesliga feiern. Zwar stand am Ende nur noch ein 21:18 (11:8) gegen Eintracht Hildesheim, doch durch waren die Handballer des HC Rhein Vikings vor 892 Zuschauern im Castello schon viel, viel früher. „Das waren zwei wichtige Punkte für uns“, sagte der 34-jährige Trainer, der den Vorsprung auf die Abstiegsplätze mit seinem Team auf sechs Zähler vergrößert hat.

Wie schon im Hinspiel kassierten die Vikings nur 18 Gegentreffer und begeisterten mit einer famosen 6:0-Deckung, in der der nur in der Defensive eingesetzte Heider Thomas im Innenblock herausstach. „Wir haben taktisch unheimlich diszipliniert gespielt und in der Abwehr leidenschaftlich gearbeitet“, sagte Ceven Klatt. Und hinter dieser 6:0-Formation stand auch noch Vladimir Božić, der seine Gegenüber Jakub Lefan und Paul Twarz locker ausstach. Von einer guten Torhüter-Leistung sprach Ceven Klatt. Für 14 gehaltene Bälle, fast 44 Prozent, wäre aber auch sehr gut als Note sehr angemessen gewesen.

Vladimir Božić spielt stark

Zumal der 35-jährige kroatische Schlussmann gerade in jener Phase zwischen seinen Pfosten glänzte, als seine Vorderleute im Angriff etwas rappelig waren und schwächelten. Mit 15:12 lagen die Vikings vorne, als Vladimir Božić zunächst das Siebenmeter-Duell gegen den Griechen Savvas Savvas für sich entschied und anschließend den Ball nach einem Gegenstoß des Hildesheimer Schweizers Jost Brücker entschärfte. Klasse!

„Da hätten wir das Spiel drehen können“, meinte Eintracht-Coach Gerald Oberbeck. „Eine gute Mannschaft macht aus diesem 12:15 dann ein 16:15 oder 17:15 und bringt das durch. Wir aber nicht.“ Und nach den Božić-Paraden lief es für die Vikings auch wieder besser im Angriff: Christopher Klasmann traf zum 16:12, Kapitän Bennet Johnen zum 17:12, und in der Folge setzte sich das Klatt-Team uneinholbar ab – bis zum 21:14 in der 56. Minute.

Den besten Torschützen aus dem Spiel genommen

Schließlich juckte es Ceven Klatt auch nicht mehr wirklich, dass seine Mannschaft die Partie mit einem 0:4-Lauf beendete. Zu sehr hatte ihn seine Abwehr beeindruckt. „Wir haben den besten Torschützen der Liga komplett aus dem Spiel genommen. Das war der Schlüssel zum Erfolg. Die Hildesheimer haben im Angriff keinen Zugriff bekommen“, sagte der Vikings-Trainer. In Zahlen: Savvas Savvas erhöhte sein Konto von 216 nur auf 219 Treffer und markierte kein einziges Tor aus dem Feld.

„Wir kriegen’s nicht hin, dass Savvas in die Bewegung kommt. Er ist zu statisch und deshalb auch zu ungefährlich“, erklärte Hildesheims Coach Gerald Oberbeck, der den Auftritt seiner Mannschaft sicherlich anders honorieren wird als Ceven Klatt. „Wir haben in den Schlussminuten vielleicht einen Gang zu viel zurückgeschaltet, aber das sei der Mannschaft heute verziehen“, sagte der Trainer des HC Rhein Vikings. „Sie hat sich jetzt drei freie Tage redlich verdient.“

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