Fortuna Düsseldorf

Fortuna vor dem Aufstieg: Was kann jetzt noch schiefgehen?

Jubel vor blau-weißer Fahne: Die Fortuna setzte sich im ausverkauften Derby beim MSV Duisburg mit 2:1 durch. Rouwen Hennings
 (l.) traf zum 1:0.

Foto: Fabian Strauch / FUNKE Foto Services

Jubel vor blau-weißer Fahne: Die Fortuna setzte sich im ausverkauften Derby beim MSV Duisburg mit 2:1 durch. Rouwen Hennings
 (l.) traf zum 1:0.

Düsseldorf.   Neun Punkte Vorsprung auf Platz vier, noch acht Partien zu absolvieren. Fortuna Düsseldorf steht kurz vor dem Aufstieg in die 1. Bundesliga.

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Im Kampf um den Aufstieg in die 1. Fußball-Bundesliga war Fortunas Derbysieg gegen den MSV Duisburg am Sonntag Gold wert. Die Zebras waren als damals noch Viertplatzierter nicht nur direkter Konkurrent, auch der Rest an der Zweitligaspitze patzte – nur die Rot-Weißen punkteten. Acht Spiele vor Saisonende ist Fortuna Düsseldorf nun in einer äußerst komfortablen Lage. Zwar wartet mit Bielefeld, Ingolstadt, Kiel und Nürnberg noch ein deftiges Restprogramm, doch Fortuna sollte in Normalform die nötigen Punkte für den Aufstieg sichern können.

Laut interner Stimmen bereitet sich der Verein längst auf die höchste deutsche Spielklasse vor. In der Öffentlichkeit üben sich alle Beteiligten in großer Zurückhaltung. „Wir tun gut daran, nicht in irgendwelche Träumereien verfallen“, äußerte sich etwa Andre Hoffmann: „Wir bleiben weiter demütig und gehen im Training nicht einen Schritt weniger als zuvor.“ Auch sein Trainer Friedhelm Funkel stimmte in den Chor der Tiefstapelei ein: „Ich kann mich erinnern, dass Fortuna vor drei Jahren neun Punkte in einer Woche verspielt hat und plötzlich in Abstiegsgefahr war. Ich glaube nicht, dass das nochmal passiert, aber sicher wissen kann man es nie.“ Dabei bezog sich der Trainer auf die Saison 2015/16. Damals schien Fortuna das rettende Ufer bereits erreicht zu haben. Mit drei Niederlagen in einer englischen Woche (2:3 beim TSV 1860 München, 0:1 gegen den Karlsruher SC und 0:1 beim SV Sandhausen) rutsche Düsseldorf wieder nach unten und feuerte Trainer Marco Kurz. Sein Nachfolger wurde Friedhelm Funkel.

Beeindruckendes Polster

Das Polster auf die Konkurrenz beeindruckte Funkel dann doch. „Neun Zähler sind zu diesem Zeitpunkt schon ein Pfund. Wir haben aber noch nicht genug Punkte, um da oben zu bleiben.“ Zudem kommt Fortuna zugute, dass noch einige Verfolger gegeneinander antreten müssen und sich so zwangsläufig Punkte wegnehmen werden. Der 1. FC Nürnberg und Holstein Kiel treffen sich zum Duell der engsten Verfolger. Jahn Regensburg muss als Viertplatzierter noch nach Duisburg. Genauso wie der SV Sandhausen, dem zusätzlich noch ein Duell mit Arminia Bielefeld blüht, die aktuell auf Rang fünf steht.

Fortunas Duell mit der Arminia am Freitag (18.30 Uhr) könnte damit schon die Vorentscheidung im Aufstiegsrennen bedeuten. Die Düsseldorfer setzen bis heute auf Regeneration und starten morgen in die Vorbereitung auf das Heimspiel. Auf jeden Fall zählt das Statement von Fortunas Torhüter Raphael Wolf: „Ich glaube, man kann schon sagen: Wir haben es in der eigenen Hand.“

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