Jahreshauptversammlung

TV Bruckhausen stellt sich gegen die Sportplatz-Planung

   

   

Foto: TVB

Hünxe.   Mitglieder treffen einstimmigen Beschluss bei der Jahreshauptversammlung. Martin Okruta-Römer bleibt Vorsitzender. Strych tritt nicht mehr an.

Auf der Jahreshauptversammlung haben sich die Mitglieder des TV Bruckhausen klar zum Städtebaulichen Rahmenplan „Sportplatz-Quartier Bruckhausen“ positioniert. Einstimmig fassten die Anwesenden einen Beschluss, in dem der Rahmenplan in der vorliegenden Form abgelehnt wird, weil er nicht nur die Möglichkeit beinhalte, eine fünf Meter hohe und 50 Meter lange Lärmschutzmauer entlang der TVB-Terrasse zu errichten, sondern auch die Aktivitäten im TVB-Treff und die Abfahrt auf „dem nicht näher definierten“ Parkplatz aus Lärmschutzgründen bis 22 Uhr begrenze.

Aufwändig saniert

Außerdem heißt es in dem Beschluss: „Der TVB wendet sich solange gegen eine Verlegung der Tennisplätze, bis in einem möglichen Bebauungsplan sichergestellt wird, dass die sportlichen Aktivitäten und die Nutzung des TVB-Treffs in der bisher üblichen Form gewährleistet werden.“ Der TVB-Treff sei Mittelpunkt der gesellschaftlichen Aktivitäten des Vereins, die sich oft über 22 Uhr hinaus erstrecken würden. Der TVB habe das Gebäude aufwändig für rund 300.000 Euro saniert, um für die Mitglieder und Freunde eine attraktive Begegnungsstätte zu bieten. Eine Beschränkung von Aktivitäten würde die Refinanzierung der Investition erschweren oder unmöglich machen. Eine Bebauung nahe am TVB-Treff führe, so der Verein, zwangläufig aus Lärmgründen zu Problemen mit den Bewohnern. Eine im Rahmenplan angeführte mögliche Lärmschutzmauer würde „dem ländlichen Charakter“ der Anlage widersprechen.

TVB denkt über Klage nach

Sollten sportliche und wirtschaftliche Aspekte des TV Bruckhausen keine Berücksichtigung finden, werde es sehr wahrscheinlich zu einer Klage kommen.

Wie eine solche Mauer aussehen könnte, das hat der 2.Vorsitzende, Thomas Marohn, ganz plastisch demonstriert: Aus Holz baute er am Tennisplatz ein „Mahnmal“ wie er es nennt. „Es gibt bessere Lösungen als eine Mauer“ steht darauf.

Bürgermeister Dirk Buschmann ist mehrmals an dem „Mahnmal“ vorbei gefahren und kann das Problem nicht ganz nachvollziehen. Der TV Bruckhausen „war in vollem Umfang in den Prozess eingebunden“, so der Bürgermeister. Das Baurecht schreibe nun einmal vor, dass die mögliche Wohnbebauung vor dem Lärm der Tennisplätze geschützt werden müsse. Es seien Lärmkartierungen vorgenommen worden, die die Notwendigkeit bestätigen würden. Der Geräuschpegel von Sportstätten werde anders gewichtet als der von Freizeitstätten. Bislang handele es sich aber nur um eine Entwurfsplanung.

Der TVB sei in den Gesprächen mit der Gemeinde zwar in das Thema Sportstätten integriert worden, so der TVB-Vorsitzende Martin Okruta-Römer. Was die andere Seite angehe, die angedachte Wohnbebauung und Parkplätze, sei man nicht vollständig integriert gewesen. Alternativ zur Mauer könnte er sich einen Wall vorstellen – dafür müsste die Wohnbebauung aber ein Stück nach hinten rücken.

Okruta-Römer bestätigt

Turnusmäßig wiedergewählt wurden auf der Mitgliederversammlung Okruta-Römer, die Bruckhausener Geschäftsführerin Gabriele Reinartz, Pressewartin Jana Reinartz und der Technische Leiter Thomas Marohn.

Der bisherige Sportliche Leiter Eduard Strych trat nicht mehr zur Wahl an, das Amt bleibt vorerst unbesetzt und wird bis zur Neubesetzung kommissarisch vom Gesamtvorstand getragen. Der erste Kassenprüfer Andreas von Hagen hat sich nicht mehr aufstellen lassen, das Amt wird nun Wolfgang Hunck ausüben. (tik/aha)

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