Handball-Oberliga

Der MTV Dinslaken erkämpft sich den ersten Matchball

Jubel und Erleichterung bei Spielern und Fans direkt nach der Schlusssirene.

Jubel und Erleichterung bei Spielern und Fans direkt nach der Schlusssirene.

Dinslaken.   Handball-Regionalligist Rheinwacht gewinnt nach dramatischer Schlussphase mit 32:31 im Siebengebirge und kann nun gegen Essen den Sack zumachen.

Die Handballer des MTV Rheinwacht haben sich im Rennen um die Regionalliga-Meisterschaft einen ersten Matchball erkämpft. Der Spitzenreiter aus Dinslaken setzte sich vor 700 Zuschauern nach einer wieder einmal dramatischen Schlussphase mit 32:31 (15:14) bei der HSG Siebengebirge durch und hat nun nach der kurzen Osterpause in der heimischen Douvermannhalle gegen die Reserve von Tusem Essen die erste von zwei Möglichkeiten, den Titel zu holen.

Über 100 MTV-Fans in der schmucken Sporthalle in Königswinter-Oberpleis unterstützten den Ligaprimus erneut frenetisch, aber auch die Hausherren, die den Klassenerhalt noch nicht in der Tasche haben, wurden von ihren Anhängern von der ersten Minute lautstark angetrieben. Die Stimmung auf den Rängen war also bestens, das Spielniveau über weite Strecken eher durchschnittlich. Dinslaken war spielerisch überlegen, der Gastgeber versuchte es immer wieder mit Einzelaktionen, und das nicht selten erfolgreich. Die HSG erwischte dann auch den besseren Start und führte mit 6:3 (8.), doch Rheinwacht fing sich und lag beim 7:8 (15.) erstmals vorne. Bei einer Dinslakener 12:8-Führung sah es sogar richtig gut aus, doch vorne wurden nun ein paar klare Chancen vergeben und Siebengebirge kam zurück in die Partie.

Durchweg spannend nach der Pause

In Hälfte zwei blieb es durchweg richtig spannend. Der MTV lag zwar noch mit 25:23 (48.) in Front, vergab jetzt aber wieder freie Würfe und musste so in den letzten Minuten fast immer einen Rückstand ausgleichen. Nachdem Steffen Hahn seine dritte Zeitstrafe bekommen hatte (54.), musste Jonas Ahls auf Rechtsaußen übernehmen – und erzielte auch gleich ein sehr wichtiges Tor. Der angeschlagene Max Reede, der wie Fabian Gorris in der zweiten Hälfte erfolgreich Verantwortung übernahm, traf schließlich 40 Sekunden vor dem Ende zum 32:31. Der letzte Wurf des Gastgebers ging deutlich neben das MTV-Tor. Der Rest war riesiger Jubel und genauso große Erleichterung.

„Das Spiel war nachher offen in beide Richtungen und hatte eigentlich keinen Sieger verdient“, erklärte MTV-Coach Harald Jakobs, „aber so wird man dann wohl Meister.“ Nur ein Sieg fehlt seinem Team dazu jetzt noch.

MTV: Banning, Ahlendorf; Kruse, Reede (6), Gorris (8/3), Niklas Höffner, Jonas Höffner (4), d’ Auria (2), Enders, Hahn (7), Ahls (1), Backhaus (4), Jakobs.

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