Auf der Außenbahn

Das passierte am Wochenende neben dem Platz

Arif Secen und der FC Frohlinde konnten zuletzt nur wenige Punkte in der Bezirksliga sammeln.

Foto: Archivbild: Volker Engel

Arif Secen und der FC Frohlinde konnten zuletzt nur wenige Punkte in der Bezirksliga sammeln. Foto: Archivbild: Volker Engel

Castrop-Rauxel.  Am Wochenende blicken die sportbegeisterten Menschen in Castrop-Rauxel auf die verschiedensten Sportplätze der Stadt, um ihre Teams anzufeuern. Aber auch neben dem Platz gibt es jedes Wochenende spannende Geschichten zu hören. Welche Geschichten es diesmal zu hören und zu sehen gab, lesen Sie hier:

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Udo Schweiger, Vorsitzender des Schachklubs Ickern 60, stellte zuletzt im Repair-Caf im Kolbe-Haus den Feinmechaniker auf die Probe. Er brachte ihm eine 100 Jahre alte Schachuhr zur Reparatur auf den Tisch. Das Schmuckstück hatte Schweiger vor 40 Jahren in England gekauft und will damit quasi auf den Retro-Trend aufspringen. Er sagte: "Wenn die Uhr wieder funktioniert, möchte ich sie bei unseren Turnieren einsetzen."

Martijn Egbers, niederländischer Billardspieler des ABC Merklinde, unterstrich vor einer Woche wieder die These, dass Queue-Experten keine Autofahrt zu weit ist, um zu ihrem Spielort zu gelangen. Weil am dritten Spieltag der 1. Mehrkampf-Bundesliga einige Akteure wegen Krankheit nicht spielen konnten, hatte Team-Sprecher Christian Pöther Egbers bestellt. Das einzige Problem: Dieser musste auch in Holland spielen. Der Anstoß am Samstag gegen Wanne wurde um eine Stunde verschoben. Dann durfte Egbers in der Cadre-Partie als Erster ran, weil abends noch ein Spiel in seiner Heimat wartete.

Robert Janßen, Vorsitzender des Fußball-Landesligisten FC Frohlinde, wollte sich beim Experten-Tipp unserer Zeitung gegen die Spvg Horsthausen mit seinem 1:1 nicht so weit aus dem Fenster lehnen. Die Zahlen sprachen dafür. In acht direkten Vergleichen gewannen die Herner bei einem Remis sechs Mal. Vielleicht war der Tipp der Ansporn, nun mit einem 2:1 die drei Punkte mit nach Hause zu nehmen.

Mathias Hipe, früherer Fußballspieler in der Bezirksliga bei der Spvg Schwerin, kam am Sonntag innerhalb zweier Wochen als Besucher auf den Berg zurück. Beide Male sah er sich nicht als Glücksbringer, wie er es selbst anmerkte. Beim 2:2 gegen Vestia Disteln hätte er schon ein schwaches Spiel gesehen, das sich in den Szenen beim 2:3 gegen Westfalia Langenbochum fortsetzte. Hipe sagte: "Schade! Ich hatte gehört, dass mein altes Team schon viel besser gespielt hätte."

Arif Secen, mit dem FC Frohlinde in die Landesliga aufgestiegener Fußballer, hatte sich im Sommer aus familiären Gründen eine Auszeit genommen. Am Sonntag schaute er am Schweriner Grafweg vorbei. Auf die Frage, wie es der Familie und dem Nachwuchs gehe, erklärte Secen lachend: "Für unser Kind ist Geburtstermin der 24. Dezember."

Christian Chroscinski, Vorsitzender der DJK Roland Rauxel und Brett fünf des Landesliga-Aufgebots, war es höchstpersönlich, der am Samstag den Schlusspunkt zum 9:5-Erfolg beim TTC Hiltrop II setzte. Beim GSV Fröndenberg II hatte er bereits vor Wochenfrist diese Rolle übernommen. Da gewann er das letzte Einzel zum 9:4-Sieg. Und so scherzte Chroschinski am Sonntag: "Tja, es ist halt dem Vereinsvorsitzenden vorbehalten, die Begegnung zu entscheiden."

Martin Broll, sportlicher Leiter bei den A-Kreisliga-Fußballern des SuS Merklinde, musste sich beim 1:0-Erfolg beim RSV Holthausen einiges anhören. "Na ihr Mädchen", ätzte ein RSV-Anhänger in Richtung der SuS-Mannschaft. Gemeint waren offenbar die Schreie, der Merklinder Spieler, wenn sie auf die Socken bekamen. Drei Minuten vor dem Abpfiff wurde ein Merklinder zu Fall gebracht und musste behandelt werden. "Steh endlich auf, du Mädchen!", brüllte ein RSV-Fan den SuS-Akteur an. Schiedsrichter Yannis Jera reagierte, wandte sich jedoch an den Herner Spieler Maurice Berse und zeigte ihm Gelb für die verbale Entgleisung seines vermeintlichen Fans.

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