Fußball Bezirksliga

„Wahnsinn“ in Bocholt: VfB Bottrop schlägt den Zweiten

Machte mit seinem artistischen Treffer am Sonntag die Tür auf zum Bottroper Erfolg: Pierre Weyerhorst.

Foto: Martin Möller

Machte mit seinem artistischen Treffer am Sonntag die Tür auf zum Bottroper Erfolg: Pierre Weyerhorst. Foto: Martin Möller

Bottrop.   Bei TuB Bocholt zeigt der VfB Bottrop trotz letztem Aufgebot eine starke Mannschaftsleistung und gewinnt verdient mit 2:0.

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Der VfB Bottrop hat am Sonntag für eine faustdicke Überraschung gesorgt, beim Tabellenzweiten TuB Bocholt gewannen die Gäste mit 2:0. Zwei Youngster machten alle Personalsorgen vergessen, dazu trafen die Stürmer artistisch.

Es waren die letzten Aufrechten, die Mevlüt Ata am Sonntag auf den rutschigen Kunstrasen schickte. David Hücker und Nico Albert vergrößerten am Morgen kurzfristig die Defensivsorgen, auch bei Samuel Kahnert war an einen Einsatz nicht zu denken - der Abwehrspieler setzte sich immerhin auf die Ersatzbank. So kickten in der neu formierten Viererkette mit Karl Kukuczka und Ali Al-Hakim plötzlich zwei nominelle A-Junioren, die ihren Dienst erstaunlich ruhig und abgeklärt abrissen. „Die Abwehr war bombensicher. So sicher standen wir schon lange nicht mehr“, adelte Ata neben dem Nachwuchs auch Laszlo Szalkai und Kevin Wagener. Das Quartett machte Keeper Marco Rinski in Durchgang eins fast arbeitslos - eine der besten Offensivreihen der Liga sah kaum Land.

Was hinten sehr gut funktionierte, setzte der Rest des Teams auch in der Offensive hervorragend um. Trotz etlicher Ausfälle versteckte sich Bottrop nicht, lief die Hausherren früh an und stand angeführt von der Dreierreihe Pierre Weyerhorst/Nico Andreadakis/Marcel Dibowski überraschend hoch. „Wir haben viel riskiert und uns gute Chancen herausgespielt“, bilanzierte Mevlüt Ata die erste Hälfte.

Zählbares stand dabei freilich nicht zu Buche, was sich erst nach dem Seitenwechsel änderte. Zunächst brannte es aber im VfB-Strafraum, ein Fehlpass in der Vorwärtsbewegung brachte TuB-Topstürmer Michel Wesendonk in Position. Seinen Schuss parierte Rinski glänzend und hielt die Gäste so im Spiel (52.). Die dankten es ihm vier Minuten später mit der Führung: Pierre Weyerhorst bekam die Kugel mit dem Rücken zum Tor auf den rechten Fuß, bei Drehung und Abschluss brach er sich nicht das Bein und lupfte zur Führung ein. „Keine Ahnung, wie er das gemacht hat“, sagte sein Coach verwundert.

Keine zwei Minuten später kam es noch besser für Bottrop. Nico Andreadakis, schon in Hälfte eins mit einem brandgefährlichen Standard aufgefallen, setzte den Ball diesmal passgenau in den Knick und erhöhte auf 2:0 - die Vorentscheidung. Denn von den hochgelobten Gastgebern kam nur noch wenig, eine Schlussoffensive blieb aus. Ata abschließend: „Wir waren präsenter, haben mehr investiert und waren klar besser. Wahnsinn!“

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