Frauenfußball

VfL Grafenwald verteidigt Spitze

Hielten die Gegnerinnen auf Distanz:  Fabienne Ketzenski (Mitte) und Sophie Makowa vom VfL.

Foto: Thomas Gödde

Hielten die Gegnerinnen auf Distanz: Fabienne Ketzenski (Mitte) und Sophie Makowa vom VfL. Foto: Thomas Gödde

Kirchhellen.   Im Topspiel der Kreisliga A setzen sich die Wöllerinnen mit 2:1 verdient gegen den spielstarken Verfolger VfB Börnig durch

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Die Fußballerinnen des VfL Grafenwald machten gegen den VfB Börnig den nächsten Schritt auf ihrem Erfolgsweg in der Kreisliga A Herne/Gelsenkirchen. Sie gewannen ihr Heimspiel mit 2:1 (1:0) und bleiben in dieser Saison weiter unbesiegt.

„Es war ein echtes Spitzenspiel. Und der Jubel nach dem Abpfiff war unbeschreiblich“, erklärte Trainer Bernd Drews die Reaktion auf die Wiedergutmachung gegen das einzige Team, das dem VfL in diesem Sportjahr eine Niederlage in der Liga hatte beibringen können. Besonders freute ihn die große Kulisse, die das Duell Erster gegen Zweiter in das Waldstadion gelockt hatte. „Viele sind gekommen, um uns siegen zu sehen, und dieses Kommen hat sich gelohnt. Die Spielerinnen haben eine geschlossene Mannschaftsleistung gezeigt.“ Die Gäste aus Börnig präsentierten sich als überaus spielstark, hatten im Mittelfeld Vorteile gegenüber den Wöllern.

Führung durch einen Nachschuss

Doch Grafenwald agierte in der Defensive sicher und hatte in der ersten Halbzeit die besseren Chancen. Nach einem Konter und darauffolgender Ecke in der Anfangsphase, die den Gastgeberinnen nichts einbrachten, köpfte Johanna Josten nach einem weiteren Eckstoß den Ball aufs Tor. Börnigs glänzend aufgelegte Keeperin Anna-Lena Tembusch parierte, dann drückte Melina Rauer den Ball über die Linie (29.). Für den VfL ergaben sich nun mehrere Einschussmöglichkeiten, doch Tembusch war in dieser Phase nicht zu überwinden.

Börnig kam erstmals kurz vor Ende der ersten Halbzeit gefährlich vor das Grafenwälder Tor, nach einem Abspielfehler der Gastgeberinnen. Nach dem Seitenwechsel nahm Börnigs Druck massiv zu. Die Offensive des VfL entwickelte nicht so viel Torgefahr wie in den Spielen zuvor, stumpf waren die Sturmspitzen aber nicht. Im Gegenteil: In der 53. Minute konnte Tembusch einen Torschuss nicht entscheidend klären und die nach der Halbzeitpause eingewechselte Sophie Schmidt erzielte mit einem präzisen Schuss aus 16 Metern das 2:0.

Kaffee hält die Siegpunkte fest

Ein Stellungsfehler von Grafenwalds Torfrau Sabrina Kaffee bei einem Freistoß bescherte den Gästen den Anschlusstreffer (59.). Die Partie wurde zum „Zitterspiel“ und Kaffee wurde in dieser Phase zum Turm in der Schlacht. „Besser kann man nicht halten“, urteilte Drews. „Sabrina hat ihren Fehler mehrfach wieder ausgebügelt. Mit ihrer Leistung hat sie sich selbst das schönste Geburtstagsgeschenk gemacht.“ Wenige Minuten vor Schluss hätte Anna-Lena Schnieder das Zittern vorzeitig beenden können, doch sie scheiterte freistehend vor Börnigs Tor an Tembusch.

Das nächste Topspiel gegen Wacker Bismarck

Der VfL ist mit nun vier Punkten Vorsprung auf den VfB souveräner Spitzenreiter; Börnig hat eine Partie weniger absolviert. Die Grafenwälderinnen genossen den Sieg in vollen Zügen, doch schon in der nächsten Woche steht die nächste schwierige Aufgabe an, das Auswärtsspiel gegen RW Wacker Bismarck. Die legten mit drei Niederlagen zu Saisonbeginn einen Fehlstart hin, lieferten danach aber acht Sieg in Folge ab und kletterten auf Platz drei. „Wir dürfen uns jetzt nicht ausruhen und müssen nachlegen, eine Niederlage würde den Sieg gegen Börnig gleich wieder relativieren“, so Drews.

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