Fußball Kreisliga A

VfL Grafenwald gerät immer weiter unter Druck

Auch Grafenwalds Kapitän Simon Witt (r.) konnte die 16. Saisonniederlage seiner Mannschaft nicht verhindern und muss mehr denn je um den Verbleib in der Kreisliga A bangen.

Foto: Frank Oppitz

Auch Grafenwalds Kapitän Simon Witt (r.) konnte die 16. Saisonniederlage seiner Mannschaft nicht verhindern und muss mehr denn je um den Verbleib in der Kreisliga A bangen.

Grafenwald.   Gegen YEG Hassel II kassiert der VfL Grafenwald die 16. Niederlage der Saison. Die Hoffnung auf den Klassenerhalt schwindet.

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Auch nach dem 23. Spieltag wartet der VfL Grafenwald auf seinen dritten Saisonsieg in der Kreisliga A. Im Heimspiel gegen die Zweitvertretung von YEG Hassel unterlagen die Wöller am Ende deutlich mit 1:5 (0:2).

Nch dem 3:9-Debakel aus der Vorwoche bei der Spvgg Middelich-Resse forderte Trainer Bernd Kroker eine Reaktion seiner Mannschaft - und er wurde in der Anfangsphase der Heimbegegnung nicht enttäuscht. Die Wöller übernahmen von Beginn an die Initiative und ließen die Gäste selten an das Spielgerät. Die aufkommende Freude über die hoffnungsvolle Darbietung des VfL hielt jedoch nicht lange an. In der vierten Spielminute diktierte der Unparteiische einen Freistoß für YEG Hassel - in direkter Strafraumnähe. Grafenwalds junger Schlussmann Robin Placzek spekulierte auf einen Abschluss über die Mauer. Damit lag er falsch. Der Schuss des Gelsenkircheners Murat Ciftci flatterte geradewegs in den Winkel der Torwartecke. „Uns fehlt die Erfahrung und Kaltschnäuzigkeit“, monierte VfL-Trainer Bernd Kroker nach dem Spiel. Symptomatisch gilt das auch für den Fehler des 19-jährigen Keepers, der ansonsten wiederholt eine ansprechende Leistung bot.

Wöller geben sich nicht frühzeitig auf

Die wenigen Zuschauer, die sich am Samstagnachmittag am Grafenwälder Sensenfeld einfanden, vermuteten nach dem frühen Rückstand die sofortige Resignation ihrer Mannschaft. Doch die Wöller nahmen den Faden wieder auf und sponnen weiterhin an ihren Angriffen und ließen kaum Spielfluss und Torgelegenheiten des Gegners zu. Dabei gingen sie selbst auch nicht zwingend zu Werke, aber die Gefahr, die von der Offensive der Hasseler ausging, schien zumindest gebannt.

Doch schon der zweite konstruktive Angriff der Gäste führte zum zweiten Gegentor. Tayfur Karakaya traf per sehenswerter Volleyabnahme zum 0:2 (32.). Nach dem zweiten Gegentreffer leisteten sich die Wöller immer wieder Unkonzentriertheiten in ihrem Passspiel und YEG kam von da an besser ins Spiel. Auch wenn die Offensivversuche der Gelsenkirchener ebenfalls im Sande verliefen.

Kroker: Jetzt hilft nur noch ein Wunder

Nach dem Seitenwechsel ging es auf beiden Seiten harmlos weiter. Der VfL wollte, konnte aber nicht und die Gäste wollten nicht zwingend ein Offensivfeuerwerk zünden. Spätestens in der 57. Minute war die Messe jedoch gelesen. Hassels Messut Özcan traf zum 0:3. Den Besuch einer Messe regt auch Grafenwalds Coach Bernd Kroker in den nächsten Tagen an. „Wir können jetzt nur noch auf ein Wunder hoffen und vielleicht würde ein Kirchgang in nächster Zeit auch helfen“, hofft Kroker im Kampf um den Klassenerhalt auf göttlichen Beistand. Nach weiteren zwei Gegentreffern (67., 71.) und dem Ehrentreffer von Lukas Lammerding (79.) bleibt der VfL mit zehn Zählern weiterhin auf dem 15. Tabellenplatz. Positiv nach dem Wochenende ist immerhin, dass der Tabellen-14. SC Schaffrath ebenfalls verlor und noch immer in Reichweite der Wöller bleibt.

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