Frauenfußball Kreispokal

VfL Grafenwald: Die erste Pleite fällt deutlich aus

Denise Schlagkamp und der VfL Grafenwald mussten im Kreispokal die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Denise Schlagkamp und der VfL Grafenwald mussten im Kreispokal die erste Saisonniederlage hinnehmen.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Grafenwald.  Die Kreisliga A führen die Fußballerinnen des VfL Grafenwald verlustpunktfrei an. Im Kreispokal fand das Team jetzt aber erstmals ihren Meister.

Die Fußballerinnen des VfL Grafenwald sahen sich am Mittwochabend mit einem fast vergessenen Gefühl konfrontiert: als Verliererinnen vom Platz zu gehen. Im Kreispokal-Viertelfinale setzte es gegen Bezirksliga-Spitzenreiter Fortuna Herne mit 0:7 die erste Niederlage der Saison – was Trainer Simon Witt weniger störte als ein anderer Umstand.

Fortuna Herne entwickelt sich zum Pokal-Albtraum der Bottroper Fußballerinnen. Kegelte der Landesliga-Anwärter im Achtelfinale bereits den TSV Feldhausen aus dem Wettbewerb – beim 2:7 lag der B-Ligist aber immerhin mit zwei Toren in Führung, blieben am nass-kalten Mittwochabend die Grafenwälderinnen ohne Siegchance.

VfL Grafenwald gerät schon vor Anpfiff auf die Verliererstraße

Die Tatsachen, dass Stammspielerinnen fehlten und zwei Standardtreffer schon in den ersten zehn Minuten im Kasten von Linda Immich einschlugen, zogen der Mannschaft von Simon Witt und Steffen Drews schnell den Zahn. „Vielleicht war das auch schon ein bisschen vorher in den Köpfen drin“, erklärte Witt die ungleiche Rollenverteilung. In die Pause ging es mit einem 0:4 – Comeback-Hoffnungen machte Herne mit dem fünften Tor in Minute 50 zunichte.

Danach fassten die Gastgeberinnen Fuß und hätten durch Greta Rauer zum Anschluss kommen können. Stattdessen erhöhte der Bezirksligist kurz vor Abpfiff noch auf 7:0. Als „ungewohnt, aber verdient“ bezeichnete Grafenwalds Trainer die Erfahrung der Niederlage – und nahm positive Aspekte mit.

Lerneffekte für den VfL Grafenwald

Denn der VfL Grafenwald steuert nach zwei verpassten Aufstiegen wieder mit Volldampf in Richtung Relegation und bekam am Mittwoch einen Vorgeschmack, was in der höheren Klasse blühen könnte. „Wir nehmen das als gutes Beispiel und lernen daraus“, sagte Simon Witt.Zunächst gilt es, in der Kreisliga A weiter die Hausaufgaben zu erledigen.

Am Sonntag kommt mit der SG 70 das nächste Herner Team ins Sensenfeld, dürfte als Tabellenletzter aber eine andere Hausnummer sein. Einen Knacks für das Selbstvertrauen befürchtet Simon Witt durch die Kreispokal-Klatsche nicht, ärgert sich jedoch aus einem anderen Grund.

Simon Witt: „Die Spannung geht flöten“

Denn durch bereits drei Mannschafts-Rückzüge kommen die Wöllerinnen nur auf einen Ligaeinsatz seit Anfang Oktober. „Wir haben zugesehen, Freundschaftsspiele auszumachen. Trotzdem nervt es tierisch, frei zu haben. Die Spannung geht flöten“, betont Witt – und die nächste Pause steht bereits in den Startlöchern.

Denn nach Sonntag kämpft Grün-Weiß erst wieder am 1. März um Punkte. Von der schwierigen Saison lassen sich die Grafenwälderinnen auf ihrem Weg zum Traum vom Aufstieg jedoch nicht bremsen, wie Simon Witt abschließend betont: „Wir wollen – und verbessern geht schließlich auch immer.“

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