E-Junioren

VfB Kirchhellen und SV Vonderort werden gefeiert

Ein faires und packendes Duell um den Stadtmeistertitel lieferten sich die E-Junioren des SV Vonderort und des VfB Kirchhellen. Die Kirchhellener setzten sich am Ende deutlich durch.

Ein faires und packendes Duell um den Stadtmeistertitel lieferten sich die E-Junioren des SV Vonderort und des VfB Kirchhellen. Die Kirchhellener setzten sich am Ende deutlich durch.

Foto: Helmut Beckfeld

Bottrop.   Die Jüngsten liefern das vielleicht beste Spiel der Finalrunde ab. VfB Kirchhellen gewinnt 6:1, Applaus verdient sich aber auch der SV Vonderort.

Ein Spiel, drei Sieger? Wo gibt es denn so etwas? Am kalten Morgen des 1. Mai endete die Partie zwischen dem SV Vonderort und dem VfB Kirchhellen 1:6, gewonnen hatten aber nicht nur die Stadtmeister. Viel Lob und Anerkennung gab es auch für den Nachwuchs aus Vonderort. Die jungen Wienberg-Löwen kämpften tatsächlich wie die Löwen und wurden ebenso gefeiert wie die Mannschaft aus Kirchhellen. Und der dritte Sieger an diesem Morgen war der Jugendfußball, denn das Stadtmeisterschaftsendspiel war ein spielerischer Leckerbissen.

VfB-Coach Dennis Prien brachte es auf den Punkt: „Beide Mannschaften haben nicht gepölt, sondern versucht, es spielerisch zu lösen. So etwas ist in dieser Altersklasse nicht selbstverständlich.“ Die lautstarke Begrüßung vor dem Anpfiff hatte es in sich; eine Dezibelmessung gab es zwar nicht, aber die wäre sicherlich unentschieden ausgegangen.

SV Vonderort vergibt die Chance zur Führung

Diese Ausgeglichenheit setzte sich im Spiel zunächst fort: Es war ein Spiel auf Augenhöhe. Der SV Vonderort hatte die erste Möglichkeit mit einem Kopfball, dann verpassten die Kirchhellener die Führung mit einem Distanzschuss. In der sechsten Spielminute kam es zu einem brenzligen Duell im VfB-Strafraum. Kirchhellens Keeper riskierte gegen den heranstürmenden Vonderorter Offensivspieler Kopf und Kragen und verhinderte die Führung der Wienberg-Löwen.

Zwei Minuten später entschied der Unparteiische Dennis Buschfort auf Freistoß für Vonderort, doch der wurde zum Ausgangspunkt für einen Kirchhellener Konter. Nael Kotzur ließ sich die Gelegenheit nicht nehmen. Auch in der 14. Minute demonstrierte der VfB seine Sicherheit bei Tempogegenstößen; Kotzur erhöhte auf 2:0.

Vonderorts Keeper mit guten Paraden

Von diesem Doppelschlag ließen sich die Vonderorter ein paar Minuten lang aus dem Konzept bringen. Kirchhellen erspielte sich gute Tormöglichkeiten, doch der SVV-Keeper hielt seine Farben im Spiel. In der Schlussphase der ersten Halbzeit bekamen die Wienberg-Löwen wieder mehr Zugriff.

Nach dem Seitenwechsel wurde die Partie wieder offen geführt, auch Vonderort kam wieder zu Möglichkeiten. Ein Patzer brachte jedoch die Vorentscheidung zugunsten der Kirchhellener. Der Versuch einer Spieleröffnung wurde zum Bumerang. Luca Krickhan nutzte diese ungewollte Vorlage nervenstark (32.).

Kian erzielt den verdienten Ehrentreffer

Nur zwei Minuten später legte der VfB nach. Lasse Strotmann erhöhte auf 4:0. Die Vonderorter kämpften weiter, doch Kirchhellen agierte nun sehr souverän. Moritz Sommer (42.) und Matty Bethscheider (44.) sorgten für die endgültige Entscheidung. Dem SVV war nur noch der hochverdiente Ehrentreffer vergönnt. Die Wienberg-Löwen setzten im VfB-Strafraum stark nach und Kian schob den Ball über die Linie (48.).

Vonderorts Trainer Markus Ochmann versammelte seine Spieler um sich. „Das war eine tolle Mannschaftsleistung von euch. Kirchhellen ist Altjahrgang, ihr seid noch der jüngere Jahrgang“, erklärte er, nach dem Motto: Eure Zeit kommt noch!

Vonderort will jetzt die Meisterschaft klarmachen

„Wir müssen dieses Finale jetzt abhaken, am Samstag geht es weiter in der Meisterschaft. Da sind wir Tabellenführer und das soll auch so bleiben.“ Die E-Junioren des VfB Kirchhellen - und ihre Trainer - streiften sich derweil ihre Sieger-T-Shirts über. Dennis Prien blickte stolz auf seine Spieler. „Wir kannten Vonderort ja nicht. Das Spiel war lange sehr spannend, schießen die ein Tor, sind sie wieder dran. Schön, dass sie am Ende doch noch getroffen haben“, erklärte der Kirchhellener Übungsleiter. „Wir haben eine starke Leistung gezeigt. Man konnte sehr schön sehen, dass die Jungs schon fünf Jahre zusammenspielen, da weiß eben der eine, was der andere tut.“

Die weiteren Finalspiele der Stadtmeisterschaften

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