Fußball Kreisliga A

VfB Kirchhellen überhört den Warnschuss

Luca Kleine-Wieskamp (l.) und der VfB Kirchhellen waren bei der SG Preußen Gladbeck zunächst klar überlegen, verspielten dann aber einen bereits sicher geglaubten Sieg.

Foto: Frank Oppitz

Luca Kleine-Wieskamp (l.) und der VfB Kirchhellen waren bei der SG Preußen Gladbeck zunächst klar überlegen, verspielten dann aber einen bereits sicher geglaubten Sieg. Foto: Frank Oppitz

Gladbeck.   Trainer Bartosz Maslon zweifelt nach dem 2:2 bei Preußen Gladbeck an sich selbst: Sie tun einfach nicht das, was ich ihnen sage.

Ein aufziehendes Gewitter hatte den VfB Kirchhellen zuletzt noch vor einem internen Donnerwetter bewahrt: In der Partie beim SuS 05 Beckhausen drohte am Dienstag die vierte Saisonniederlage und das Aus aller Aufstiegshoffnungen. Die beim Stand von 0:1 abgebrochene Partie wird nun am 26. April nachgeholt. Das Team überhörte den Warnschuss, ließ am Freitagabend zwei wichtige Punkte liegen. Bei der SG Preußen Gladbeck reichte es für die Mannschaft von Trainer Bartosz Maslon nur zu einem 2:2-Unentschieden. In der ersten Halbzeit hatte noch nichts darauf hingedeutet, dass der VfB Probleme bekommen könnte.

Maslon schickte eine auf drei Positionen veränderte Mannschaft auf den Gladbecker Kunstrasen. Vor allem der Startelf-Einsatz von Stefan Kahnert sollte sich auszahlen. Der Routinier war in der 14. Minute nach einem Freistoß von Christoph Isaias zur Stelle und köpfte den Ball zum 1:0 über die Torlinie. Die Spielweise der Preußen kam dem VfB zunächst entgegen. Der Gastgeber versteifte sich nicht allein auf seine Defensivarbeit, sondern versuchte mitzuspielen. Dadurch ergaben sich für die Kirchhellener vor allem nach Ballgewinnen große Räume im Mittelfeld. Und im Torabschluss legten die Kirchhellener ihr Phlegma ab, das Bartosz Maslon in Beckhausen noch Kopfschmerzen bereitet hatte. Kurz: Der VfB fackelte nicht lange, sondern feuerte aus allen Lagen. Viel heraus sprang dabei bis zur Halbzeit aber nicht. Nils Bußmann (27.) und Christoph Isaias (29.) setzten ihre Schüsse neben das Tor, Dominik Selm (36.) traf nur den Pfosten. Viel zu Meckern hatte Maslon in der Pause jedoch nicht: die Kirchhellener Abwehr ließ den Gegner nicht ein einziges Mal in den Strafraum. Bis auf einen harmlosen Torschuss brachte die SG Preußen nichts zustande.

Kaum einer der Zuschauer hätte es trotz der knappen Führung für möglich gehalten, dass dieses Spiel noch einmal kippen könnte. Doch den Preußen gelang genau dieses Kunststück. Und zwar innerhalb von nur drei Minuten. Der ehemalige Grafenwälder Rene Avemaria (53.) und Denis Ozerow (56.) bestraften Kirchhellener Nachlässigkeiten mit Gegentreffern. Dass dem stark spielenden Daniel Schlak in der 60. Minute der Ausgleich zum 2:2-Endstand gelang, konnte den Abend nicht mehr retten. „Der Aufstieg ist futsch. Ich bin mächtig enttäuscht. Die Jungs machen ein gutes Spiel, aber sie tun einfach nicht das, was ich ihnen sage“, erklärte Maslon.

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