Fußball Bezirksliga

VfB Bottrop im Abstiegskampf: Wojwod will den Deckel drauf

Da geht es lang: Patrick Wojwod hat in seinen ersten Wochen offensichtlich die richtigen Worte gefunden.

Da geht es lang: Patrick Wojwod hat in seinen ersten Wochen offensichtlich die richtigen Worte gefunden.

Foto: Felix Hoffmann

Der VfB Bottrop empfängt Abstiegs-Konkurrent Meiderich. Seit Patrick Wojwod da ist, läuft es – ein Problem gibt es am Donnerstag aber im Tor.

Der VfB Bottrop ist unter Patrick Wojwod noch ungeschlagen. Nach der kleinen Serie der letzten Wochen wächst im Jahnstadion das Selbstvertrauen – gerade zur richtigen Zeit, denn gegen die Spvgg. Meiderich 06/95 warten am Donnerstagabend „extrem wichtige“ 90 Minuten (Anstoß 19.30 Uhr).

Drei Partien, sieben Punkte, der direkte Abstiegsplatz inzwischen elf Zähler entfernt: Patrick Wojwod hat beim VfB Bottrop einen Start von 0 auf 100 hingelegt. Wo vor einem knappen Monat noch Spieler gegen den Trainer und den Verein kickten, herrscht inzwischen Zug. An welchen Schrauben hat Patrick Wojwod gedreht?

Ein klares Konzept – und ganz viel Spaß

„Das kann ich gar nicht mal genau sagen“, erklärt der neue Trainer mit einem Lachen, um fortzusetzen: „Natürlich braucht jeder Spieler eine andere Ansprache. Aber ich habe erstmal versucht, zwei Dinge zu vermitteln: Ein klares Konzept, wie ich Fußball spielen will und der Spaß, der nicht zu kurz kommen darf.“

Lohn sind der Pflichtsieg gegen Lohberg sowie vier Punkte gegen die deutlich besser platzierten BW Oberhausen und Spvgg. Sterkrade 06/07.

Dass dabei kein Hurra-Fußball im Mittelpunkt stand, versteht sich für Wojwod von selbst.

Hurra-Fußball ist (noch) kein Thema

„Attraktivität ist aktuell nicht mein Job. Ich muss gucken, dass ich die Mannschaft aus der Gefahrenzone bringe und wir so schnell wie möglich den Deckel auf diese Saison machen.“

In einem nächsten Schritt im Sommer sehe das Ganze dann wieder anders aus, verspricht Patrick Wojwod – und bringt namhafte Neuzugänge ins Spiel. Von der Zukunftsmusik schaltet Bottrops neuer Chef aber schnell wieder auf die aktuelle Platte, die Meiderich heißt.

Der Gast aus Duisburg ist sechs Zähler zurück und steht auf dem Abstiegs-Relegationsplatz. Von „extrem wichtigen“ 90 Minuten spricht Patrick Wojwod deshalb und hält eine Vorentscheidung im Klassenkampf für möglich. „Wir haben die große Chance, uns abzusetzen. Dann läge der Druck bei unseren Gegnern“, weiß Wojwod.

Fragezeichen auf der Torwartposition

Passend zu Aufschwung und Aufbruch kehrt das Selbstbewusstsein bei Schwarz-Weiß zurück, die Mannschaft merkt: Wir können doch noch Spiele gewinnen – und zwar zu null. Das wird am Donnerstag ein Stück weit schwieriger, weil mit Marco Rinski und Kevin Kriegel gleich beide etatmäßigen Torhüter ausfallen.

Dafür hat Wojwod davor wieder deutlich mehr Auswahl, auf dem Platz tummelten sich beim Dienstagstraining 16 Mann.

Wehwehchen lässt der neue starke Mann an der Seitenlinie dagegen nicht gelten und verweist auf die Ausgangslage. „Wir müssen auf die Zähne beißen und unseren Mann stehen.“ Denn das Ziel Klassenerhalt ist nicht mehr weit weg.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben