Fußball Kreisliga A

VfB Bottrop II kassiert höchste Saisonniederlage

Sascha Bartsch wollte mit seiner Mannschaft nach dem 1:11 nicht zu hart ins Gericht gehen.

Sascha Bartsch wollte mit seiner Mannschaft nach dem 1:11 nicht zu hart ins Gericht gehen.

Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Die Mannschaft von Spielertrainer Sascha Bartsch geht am Samstag gegen den SV Concordia Oberhausen mit 1:11 baden.

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Ein sportliches Debakel erlbte am Samstagabend die Reserve des VfB Bottrop. Die Mannschaft von Sascha Bartsch musste sich dem SV Concordia Oberhausen im vorgezogenen Meisterschaftsspiel mit 1:11 (0:3) geschlagen geben. „Was soll ich auf die Jungs draufhauen? Der Klassenerhalt ist geschafft, die Luft ist raus“, kommentierte Bartsch die höchste Saisonniederlage des Aufsteigers.

Bottrops Probleme waren schon vor dem Spiel offensichtlich. Bartsch brachte mit Ach und Krach 13 Akteure auf den Spielbogen. „Einige Spieler, die heute auf dem Feld stehen, haben seit drei Monaten nicht ein einziges Mal trainiert“, erklärte ein gequält wirkender VfB-Coach. Nichts in Weiß und Schwarz erinnerte am Samstag an den VfB Bottrop, der sich im Hinspiel noch mit 5:1 bei den Oberhausenern durchgesetzt hatte. Der SV Concordia übernahm schon in der Anfangsphase die Regie, ließ dem Führungstreffer durch Ahmad Younes in der 13. Minute bis zum Pausenpfiff noch zwei weitere Treffer durch Mathias Menne und Dennis Lendl folgen. Nach dem Seitenwechsel brachen die Bottroper dann komplett in ihre Einzelteile auseinander.

Defensive über 90 Minuten schlicht überfordert

Lendl (46.) und Younes (53.) erhöhten mit ihren zweiten Treffern auf 5:0. Sascha Bartsch reagierte und wechselte sich selbst für den angeschlagenen Tugay Öczan ein. Der Spielertrainer wollte seiner Defensive mehr Stabilität verleihen, doch die blieb überfordert. Auch, weil sie von ihren Vorderleuten im Stich gelassen wurde. In der 61. Minute traf Mohammad Jumaa zum 6:0, Ahmad Younes feierte wenig später seinen dritten Treffer (7:0). Bottrops 1:7 durch Martin Renneberg in der 76. Minute hatte weder die Vorsilbe Anschluss- noch Ehren- verdient. Der Treffer war schlicht das letzte Auflodern von Gegenwehr.

Ob er nicht daran gedacht habe, das Spiel vorzeitig zu beenden, wurde Nick Schitzik nach dem Spiel gefragt. Der Schiedsrichter erklärte: „Klar, tun einem die Jungs leid, aber ein Spiel hat 90 Minuten. Da kann ich nichts machen.“ Und so wurde es in der Schlussviertelstunde noch viel bitterer für die Bottroper. Nach dem Doppelpack von Emre Adigüzel (78., 80.) ging es nur noch darum, eine zweistellige Niederlage zu verhindern. Dafür schmiss sich der bemitleidenswerte Dominik Teschke noch einmal rettend in einen Torschuss und bezahlte dass mit einem Ballabdruck auf seinem Hintern.

Aber auch das hielt nicht den Lauf der Dinge auf. Oberhausen kam per Foulelfmeter zum 10:1 durch Mathias Menne (86.) und legte in der Schlussminute noch das 11:1 durch Mohammad Jumaa nach. Ein bitterer Tag für den VfB.

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