Jugendfußball

VfB Bottrop gewinnt den Ele-Junior-Cup

Die Jungs des VfB Bottrop holten sich beim Ele-Junior-Cup bereits zum zweiten Mal den Wanderpokal.

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Die Jungs des VfB Bottrop holten sich beim Ele-Junior-Cup bereits zum zweiten Mal den Wanderpokal. Foto: Ele

Gelsenkirchen.   Die D-Junioren setzen sich im Finale knapp gegen den SV Horst 08 durch. Insgesamt erreichen sechs Bottroper Teams das Achtelfinale.

Für den Bottroper Fußballnachwuchs entwickelt sich der Ele-Junior-Cup zu immer mehr zu einer Spezialdisziplin. Der VfB Bottrop holte am Sonntag in der Schalker Glückauf-Kampfbahn den Wanderpokal dieses prestigeträchtigen D-Jugendturniers. Der wandert bereits zum zweiten Mal in den Trophäenschrank des VfB. 2014 waren die damaligen D-Junioren das erste Bottroper Team, das den Turniersieg bejubelte. Im Folgejahr reckte der SV Fortuna Bottrop den Pokal in die Höhe und 2016 setzte der SV Rhenania die Bottroper Erfolgsserie fort.

Die Mannschaft von Philipp Drießen und Marc Steinmann setzte sich in einem Feld von insgesamt 32 Mannschaften durch - und das mit einem durchweg jüngeren Jahrgang. „Auch in der Meisterschaft spielen wir als D1, aber angesichts der Bezirksligamannschaften aus Gelsenkirchen und Gladbeck haben wir uns gar nicht so viel ausgerechnet“, verriet Drießen. Doch die Bottroper starteten gut in das Turnier und konnten nach zwei Siegen in der Vorrunde die Niederlage gegen das starke SSV Buer verschmerzen. Im ersten Spiel der K.O.-Runde gab es dann das Derby gegen den SV Rhenania, am Ende hatte der VfB mit 2:0 die Nase vorn.

Neunmeterschießen in Serie

In der Endrunde der besten Acht zeigte sich die Leistungsdichte der Teams. In den Viertel- und Halbfinalspielen wurde keine Partie mehr in der regulären Spielzeit entschieden, nach jedem Abpfiff verkündete der Schiedsrichter: „Neun-Meter-Schießen!“ Der VfB Bottrop musste gegen seinen Namensvetter aus Kirchhellen antreten und setzte sich denkbar knapp mit 2:1 durch. Auch im Halbfinale zeigten die Bottroper Nervenstärke und siegten gegen den Erler SV 08 ebenfalls mit 2:1.

„Das Endspiel gegen den Turnierfavoriten Horst-Emscher 08 haben wir souverän gewonnen“, lobte Drießen. „Einer unserer Spieler hatte sich im Turnier den Ellbogen ausgekugelt. Das hat die Kinder natürlich geschockt. Aber dann hat sie dieses Erlebnis noch mehr zusammengeschweißt“, sagte Drießen. „Der Spieler wurde schon operiert und wir haben ihm den Pokal ins Krankenhaus gebracht. Und wir werden den Sieg noch einmal ausgiebig gemeinsam feiern.“ Erstmals wurde der Ele-Junior-Cup an einem Tag ausgetragen. In den Vorrunden schnitten die Bottroper Mannschaften insgesamt sehr gut ab, sechs der acht Teams erreichten das Achtelfinale. Dann aber unterlag der VfL Grafenwald nach mehr als drei Stunden Wartezeit gegen den Erler SV 08; die Wöller hatten das Handicap, dass sie nur ein Vorrundenspiel absolvieren konnten, zwei ihrer Gruppengegner waren nicht angetreten. Der SV Fortuna musste sich im Neun-Meter-Schießen Blau-Weiß Gelsenkirchen beugen, für den TSV Feldhausen war der SV Zweckel die Endstation. Nur der VfB Kirchhellen konnte dem VfB Bottrop durch ein 2:0 gegen Beckhausen 05 ins Viertelfinale folgen.

Sieger erhält 700 Euro für die Jugendkasse

Nach dem Ausscheiden gegen den späteren Turniersieger dürfen sich die Kirchhellener nun mit einem Fördergeld von 150 Euro trösten. Der VfB Bottrop freut sich sogar über 700 Euro für die Jugendkasse. Zudem erhielten alle Spieler Rucksäcke für ihre Teilnahme. Insgesamt unterstützt der Energieversorger das Turnier mit Fördergeldern in Höhe von 2200 Euro.

Für die Ele selbst macht das ehrenamtliche Engagement vieler Helfer das Wesen des Turniers aus. „Das war auch am Sonntag so. Aber der neue Modus als Kompaktveranstaltung mit 32 Teams am Start hat den Fußballkreis 12 und den gastgebenden Verein Horst-Emscher 08 in diesem Jahr vor eine ganz besondere Herausforderung gestellt. Wir sehen es als Lernprozess“, sagte Aysel Müller-Özen von der Ele Unternehmenskommunikation. „Wir werden uns mit allen Beteiligten zu einer Nachbesprechung zusammensetzen. Schließlich möchten wir alle, dass der Ele-Junior-Cup für alle Aktiven, Zuschauer und Helfer eine schöne Erfahrung ist.“

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