Fußball Bezirksliga

VfB Bottrop fährt angeschlagen nach Bocholt

Fit und einsatzbereit: Im Gegensatz zu seinen Kollegen plagen Devin Müller (in weiß) keine Beschwerden, auf seine Kämpferqualitäten ist der VfB Bottrop bei TuB Bocholt angewiesen.

Foto: Heinrich Jung

Fit und einsatzbereit: Im Gegensatz zu seinen Kollegen plagen Devin Müller (in weiß) keine Beschwerden, auf seine Kämpferqualitäten ist der VfB Bottrop bei TuB Bocholt angewiesen. Foto: Heinrich Jung

Bottrop.   Mehrere Stammspieler plagen Verletzungen. Trotzdem gilt für Mevlüt Ata beim Tabellenzweiten TuB Bocholt: Verlieren verboten.

Elf Mann auf dem Platz? „Darüber entscheidet Christian Müller“, sagt VfB-Trainer Mevlüt Ata und verweist nicht ohne Grund auf seinen Physiotherapeuten. Die Lage ist ernst in Bottrop, vor dem Duell mit dem Tabellenzweiten TuB Bocholt plagen sich etliche VfB-Stammspieler mit Beschwerden.

Das verlustreiche 2:2-Remis gegen BW Oberhausen sorgte bei Müller vergangene Woche für eine volle Praxis, gleich acht Kicker ließen sich vom Physiotherapeuten behandeln. Das Echo fiel geteilt aus. Amrullah Bayhoca, der sich eine Muskelverletzung im Oberschenkel zuzog, wird in diesem Jahr wohl nicht mehr für den VfB auflaufen, das Trainerduo spricht von fünf bis sieben Wochen Ausfallzeit. Auch Fabian Blanik wird wegen einer Entzündung in Bocholt nicht gegen den Ball treten, Maurice Riesner und Cedric Kroll vergrößern das Lazarett.

Ebenso schwer ins Gewicht fällt die Liste der Angeschlagenen, auf der sich Laszlo Szalkai, Nico Andreadakis, Samuel Kahnert, Jan-Hendrik Kania und Kevin Dämmer widerfinden. Fitte und beschwerdefreie Spieler dürften am Sonntag also in der Unterzahl sein.

Keine guten Voraussetzungen für den Schlagabtausch mit dem Tabellenzweiten, der Bottrop bereits auf fünf Punkte enteilt ist. Den Sachverhalt hat auch Mevlüt Ata im Blick, weshalb der Trainer sagt: „Wir dürfen nicht verlieren, sonst wird der Abstand zu groß - auch wenn wir personelle Sorgen haben.“ Bei der taktischen Ausrichtung lässt sich Ata nicht in die Karten schauen, umso mehr Worte findet er für den Aufsteiger aus dem Norden - vor allem lobende. „Ich habe mir Bocholt angesehen. Sie spielen einen guten Fußball, kennen sich untereinander genau und haben einen Lauf.“ Auch die Qualität von der Bank sei bemerkenswert, ebenso wie die Treffsicherheit des Torjägers.

Michel Wesendonk jubelte schon 14 Mal und führt die Torjägerliste an, seine Nebenleute treffen ebenfalls regelmäßig. Im Verbund will Mevlüt Ata die zweitbeste Offensive der Liga an die Kette legen und den Abstand zum Spitzenduo verkleinern. Dass die Lila-Weißen zu knacken sind, bewies der VfB beim letzten Aufeinandertreffen. In der Landesliga trafen sich die Kontrahenten vor knapp vier Jahren, damals entschied Bottrop die Partie mit 3:0 für sich. Übrig geblieben aus dem Kader: Keeper Marco Rinski, Nico Albert und Kevin Wagener. Ein Defensiv-Trio, auf das es auch am Sonntag wieder ankommt.

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