Handball Bezirksliga

TSG Kirchhellen stolpert auf dem Tartanboden

Bei der TSG Kirchhellen läuft es aktuell nicht rund. Die Mannschaft von Michael Zawadzki

Foto: Thomas Gödde

Bei der TSG Kirchhellen läuft es aktuell nicht rund. Die Mannschaft von Michael Zawadzki Foto: Thomas Gödde

In der Bezirksliga feiert nur die Reserve des SC Bottrop einen Sieg. Die DJK Adler 07 unterliegt beim HSV Dümpten II 16:18.

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Mit fünf Siegen in Serie waren die Handballer der DJK Adler 07 Bottrop in die Saison gestartet. Am Sonntag kassierte das Team die zweite Niederlage und hat nun den SC Bottrop II im Nacken, der gegen Osterfeld souverän gewann.

SC Bottrop II – HSC Osterfeld 31:24
Dank einer überzeugenden Leistung insbesondere in der zweiten Halbzeit fuhr das Team von SC-Trainer Henning Weber den fünften Saisonsieg ein. Allerdings hatte der SCB mit den Gästen aus Oberhausen lange Zeit mächtig zu kämpfen: Noch zur Pause sah sich die Weber-Truppe mit 13:14 knapp in Rückstand. Zu viele Fehlversuche leisteten sich die Gastgeber im eigenen Angriffsspiel. Besser machten sie es nach dem Seitenwechsel, als die Chancen effektiver genutzt und auch in der Defensive mehr Zweikämpfe gewonnen und Bälle erobert wurden. Endgültig auf die Siegerstraße bogen die Bottroper aber erst in der Schlussviertelstunde ab, da der HSC bis zur 43. Spielminute (22:21) den Kontakt hielt und das Spiel offen gestaltete. Am Ende gaben konditionelle und spielerische Vorteile den Ausschlag. Durch den Heimerfolg festigte der SC den derzeitigen vierten Tabellenplatz.

Alstadener TuS - TSG Kirchhellen 31:24
Die Leistungskurve der Kirchhellener glich beim Gastspiel in Alstaden einer Achterbahnfahrt und mündete schließlich in einer enttäuschenden dritten Saisonniederlage. Kurzfristig musste die TSG personelle Ausfälle verkraften, dazu waren Philipp Klemin und Jan Weber nicht ganz bei Kräften. „Das hat uns schon Sorgen bereitet, aber zumindest anfangs haben mich die Jungs eines Besseren belehrt“, deutete TSG-Trainer Michael Zawadzki auf eine ansprechende Anfangsphase hin. In dieser überzeugten die Kirchhellener auf dem ungeliebten Tartanboden durch ihr Offensivspiel, so dass für die TSG nach 13 Minuten eine 10:5-Führung stand. „Warum wir dann aber das Spiel zunehmend aus der Hand gegeben haben, ist kaum zu erklären“, so Zawadzki, der mit ansehen musste, wie sein Team den Vorsprung immer mehr vertändelte. Mit einem 12:11 ging es in die Kabine. Doch mit dem Wiederbeginn der Partie übernahmen die Gastgeber aus Oberhausen das Kommando und gingen ihrerseits rasch in Führung. Auf diesen Rückschlag fanden die Kirchhellener keine Antwort mehr. „Wir waren zu sehr mit uns selbst beschäftigt, unsere Leistung hatte nicht mehr viel mit Bezirksligahandball zu tun“, fand Zawadzki deutlich kritische Worte. „Zu glauben, dass wir im zweiten Jahr so einfach durch die Saison spazieren, ist falsch. Einige sollten vielleicht ihre Einstellung überdenken. Wir können nur mit hundertprozentiger Einstellung und Motivation erfolgreich sein.“

HSV Dümpten II – DJK Adler 07 Bottrop 18:16 Einen rabenschwarzen Tag erwischten die 07er bei ihrem Gastspiel in Mülheim. Erst in der Vorwoche kassierten die Adler ihre erste Saisonniederlage – Wiedergutmachung war somit gegen Dümpten das erklärte Ziel. „Wir konnten unser Spiel nicht aufziehen und haben insgesamt eine schwache Leistung abgeliefert“, haderte Stephan Schmücker nach enttäuschend verlaufenden 60 Spielminuten allerdings. Der Adler-Trainer sah in diesen eine harmlos wirkende Bottroper Mannschaft, die gegen den HSV von Beginn an einen schweren Stand hatte. Oft bissen sich die 07er an der Defensive der Gastgeber die Zähne aus. „18 Gegentore sind absolut in Ordnung, die Offensive war an diesem Tag das große Problem“, so Schmücker. Bereits zur Pause lagen die Bottroper mit 8:11 zurück, auch nach dem Seitenwechsel taten sie sich mit dem Torewerfen weiter schwer. Selbst zwei Siebenmeter – die einzigen für die Gäste – konnten nicht im Gehäuse untergebracht werden. So kassierten die Adler etwas überraschend die zweite Niederlage in Folge, wodurch die Tabellenspitze mit nun vier Punkten Abstand vorerst in die Ferne rückt.

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