Handball Bezirksliga

TSG Kirchhellen setzt sich gegen SV Hamborn durch

Philipp Klemin (31) gehörte am Mittwoch zu den Aktivposten der TSG Kirchhellen, die sich gegen Hamborn aber unerwartet schwer tat.

Foto: Thomas Gödde

Philipp Klemin (31) gehörte am Mittwoch zu den Aktivposten der TSG Kirchhellen, die sich gegen Hamborn aber unerwartet schwer tat. Foto: Thomas Gödde

Kirchhellen.   Die Zawadzki-Sieben verbessert sich im Nachholspiel auf den vierten Tabellenplatz, bleibt gegen Hamborn aber auch vieles schuldig.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Die Handballer der TSG Kirchhellen haben sich auf den vierten Tabellenplatz der Bezirksliga verbessert. Das Team um Trainer Michael Zawadzki setzte sich am Mittwochabend mit 25:21 (11:9) gegen den SV Hamborn durch. Die TSG tat sich im Nachholspiel gegen den Tabellenelften jedoch lange schwer.

Dass der SV Hamborn nicht die Absicht hatte, es dem Favoriten leicht zu machen, zeigte sich schon in den ersten Spielminuten. Die Duisburger wirkten zu Beginn deutlich ausgeschlafener, sie verteidigten konsequenter und griffen variantenreicher an. Die TSG tat sich dagegen unheimlich schwer. Die erste Welle kam überhaupt nicht zum Tragen, verzeichnete nach etlichen Fehlversuchen erst in der 20. Spielminute den ersten Torerfolg. Auch die von Zawadzki geforderten Spielzüge gegen die konsequente 6:0-Deckung blieben aus.

Nur ein einziger Spieler präsentierte sich in Topform. Und der stand in der Sporthalle des Heinrich-Heine-Gymnasiums zwischen den Torpfosten. Martin Lakony vereitelte zahlreiche Großchancen mit guten Reflexen, parierte beim Stand von 5:4 nach 14 Minuten obendrein noch einen Siebenmeter. Zwei ungenaue Zuspiele in der Spieleröffnung konnten den guten Eindruck nicht schmälern. Die Kirchhellener strapazierten lange die Nerven ihres Trainers und der Zuschauer, in der 24. Minute gelang es dem Team dann erstmals auf drei Tore davonzuziehen (10:7). Hamborn zeigte sich davon unbeeindruckt, verkürzte zur Halbzeit auf 9:11.

Halbzeitansprache trägt Früchte

„Wir müssen hier mit fünf Toren führen“, ärgerte sich Michael Zawadzki auf dem Weg in die Halbzeitpause. Einen Zuschauer, der den Einsatz der Youngster im Team forderte, fragte der Coach mit einem Augenzwinkern nur: „Hast du geraucht? Schau’ mal auf den Spielstand.“ Immerhin schien Zawadzkis Halbzeitansprache den Nerv der Spieler getroffen zu haben. Die Kirchhellener präsentierten sich nach dem Seitenwechsel durchweg lauffreudiger und konzentrierter. Die TSG zog innerhalb von nur sieben Minuten mit einer 5:0-Serie auf 16:9 davon.

Hamborn aktiviert noch einmal seine zweite Luft

Entschieden war das Spiel damit aber noch nicht. Denn während die TSG einen Gang zurückschaltete, aktivierten die Hamborner ihre zweite Luft. Nach 43 Minuten führte Kirchhellen nur noch mit vier Toren, der Gast witterte die Möglichkeit, dem Spiel noch einmal eine Wende geben zu können. Doch dem schoben die Kirchhellener rechtzeitig einen Riegel vor, die Anzeigentafel wies nach 60 Minuten einen 25:21-Erfolg aus. „Zum Schluss haben wir das relativ ruhig nach Hause gebracht“, kommentierte Michael Zawadzki den Verlauf der zweiten Halbzeit, schob aber auch hinterher: „Heute haben uns 25 starke Minuten gereicht, der Rest war nicht gerade begeisternd. Eigentlich zu wenig.“ Allzu hart ins Gericht gehen wollte der Trainer mit seiner durch zahlreiche Blessuren geschwächte Mannschaft aber nicht. Mehr sei in dieser Situation einfach nicht zu erwarten.

Aber auch Zawadzki weiß, dass am Sonntag eine Steigerung her muss. Dann steht um 14.30 Uhr das schwere Auswärtsspiel beim Tabellensiebten Alstadener TuS auf dem Programm.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Auch interessant
Leserkommentare (0)
    Aus der Rubrik