Fußball Kreispokal

SV Vonderort verpasst die Überraschung gegen Dostlukspor

Glanzlicht aus Sicht des SV Vonderort: Jens Nüsgen hält den Strafstoß von Dostlukspors Stanislas Santos Kiankaulua.

Glanzlicht aus Sicht des SV Vonderort: Jens Nüsgen hält den Strafstoß von Dostlukspors Stanislas Santos Kiankaulua.

Foto: Frank Oppitz / FUNKE Foto Services

Bottrop.  Die erste Runde des Kreispokals ist gespielt. Dostlukspor Bottrop beim SV Vonderort gewonnen – ansonsten fällt die Bilanz nüchtern aus.

Im vergangenen Jahr sorgte der SV Vonderort noch für die Überraschung der ersten Pokalrunde, als er A-Kreisligist Rhenania Bottrop mit 3:2 aus dem Wettbewerb warf. Im zweiten Anlauf am Sonntag verpasste die Elf von Peter Arndt die Wiederholung des Kunststücks, dafür präsentierte sich Dostlukspor beim 6:0-Erfolg als zu stark.

Dabei hatte der Außenseiter seine Momente, gerade die ersten 45 Minuten machten Arndt stolz. „Die taktische Umsetzung war bombastisch. Die Viererkette, das Verschieben – sehr gut“, freute sich der Trainer. Vor große Probleme stellte das Dostlukspor allerdings nicht, denn die Abseitsfalle der Hausherren schnappte noch zu selten zu.

Jens Nüsgen pariert einen Elfmeter

So marschierten Tolgahan Güngör auf der einen und Deniz Türkmen auf der anderen Seite regelmäßig die Linie entlang, auch die Stürmer Christian Jusik und Stanislas Santos Kiankaulua gingen nach langen Bällen immer wieder auf die Reise. Türkmen und Jusik vergaben so auch die ersten Möglichkeiten für den neu aufgestellten A-Kreisligisten – bevor es den ersten Aufreger der Partie gab. Vonderort fällte Christian Jusik in Minute 20 unsanft im Strafraum, doch Kiankaulua scheiterte mit seinem unplatzierten Versuch an Jens Nüsgen im Kasten der Wienberg-Löwen.

Zwei Zeigerumdrehungen später musste Nüsgen dann doch hinter sich greifen, als Dostlukspors neuer Angreifer im nächsten Anlauf die Nerven behielt und einen Konter abschloss. In Minute 32 war der Torhüter im Dauerduell des ersten Durchgangs dann wieder Sieger, bevor seine Vorderleute auch auf der anderen Seite einen Akzent setzten.

Vonderort geht die Kraft aus

Einen Freistoß trat Martin Cholewa gefährlich in die Mitte, wo Abwehrchef Dennis Sengün den Kopfball knapp links vorbei setzte. Auf das offensive Lebenszeichen der Vonderorter reagierte Dostlukspor direkt im nächsten Angriff, als Patrick Schöttner eine Jusik-Ecke zum 2:0 veredelte.

Nach dem Seitenwechsel hielten die Hausherren noch weitere 20 Minuten die Schotten dicht, bevor die Vorbereitung ihren Tribut zollte. Der A-Kreisligist setzte seine Überlegenheit jetzt in Zählbares um, neben einem Doppelpack von Christian Jusik (71., 90.) trugen sich auch Kerim Yilmaz (78.) und Ugur Ergün (88.) in die Torjägerliste ein.

Die weitere Spiele im Überblick

SV Bottrop 1911 – Blau-Weiß Oberhausen 0:3

Ein A-Kreisligist, zwei Bezirksligisten: Das Programm kannte mit dem SV 1911 Bottrop an diesem Wochenende keine Gnade. Zum Pokal-Abschluss am Sonntag schaute BW Oberhausen in den Weywiesen vorbei, siegte mit 3:0 – und hinterließ dennoch zufriedene Bottroper.

Das lag vor allem an Durchgang eins, in dem Trainer und Torhüter Daniel Pietryszek seine Truppe auf Augenhöhe sah. Zwei Chancen auf der einen Seite, zwei Chancen auf der anderen Seite – mit dem kleinen Unterschied: Der Bezirksligist um Ex-Profi Hans-Günter Bruns traf (37.), während 1911 einen Elfmeter durch Mathias Placzek vergab (25.). „Wenn wir den Elfmeter mal reinhauen und nicht in die Arme des Torwarts schießen, dann wäre mehr möglich gewesen“, ärgerte sich der 29-Jährige kurz.

In Hälfte zwei machte sich der Kräfteverschleiß von 180 Minuten am Freitag und Samstag bemerkbar, die Gastgeber konnten nicht mehr zulegen. Oberhausen dagegen spielte den Stiefel routiniert herunter und erhöhte auf 2:0 (54.) bzw. 3:0 (88.). Pietryszek abschließend: „Das war eine gute Partie von uns.“

Rot-Weiß Welheimer Löwen – SW Alstaden 0:13

Den Namen Dustin Grasse werden sie in Welheim so schnell nicht mehr vergessen. Vier Tore schenkte der Angreifer von Schwarz-Weiß Alstaden den Rot-Weiß Welheimer Löwen in der ersten Runde des Kreispokals ein, sein Teamkollege Tim Munnes traf dreifach. Das war aber längst nicht alles, am Ende stand ein beinahe blamables 0:13 (0:6) gegen den Oberhausener A-Kreisligisten.

„Das war kein Maßstab. Wir haben zu viele verletzte Spieler und zu viele sind im Urlaub“, monierte Löwen-Co-Trainer Mike Schweitzer. Der Gegner habe dagegen immer wieder frisches Personal einwechseln können, dazu seien die Löwen noch lange nicht eingespielt. Schweitzer befand aber. „Wir haben gut angefangen, gemacht was wir konnten. Alstaden war aber zu ambitioniert.“ Zwölf Minuten hielten die Gastgeber die Null, danach begann der Tag des offenen Tores. Schweitzer ist sich sicher: „Unsere Zeit wird noch kommen.“

VfR Ebel – Post SV Oberhausen 0:3

Der VfR Ebel, Teil des neuen Fusionsvereins Polonia Bottrop-Ebel, absolvierte die Pokalpartie am Sonntag gegen Post SV Oberhausen erstmals mit dem endgültigen Kader. „Wir haben die 90 Minuten als Test gesehen“, erklärte Trainer Marcel Paul, der das 0:3 deshalb nicht als Beinbruch betrachtete.

Viele Fehler habe der kickende Coach von seiner Truppe gesehen, die zu drei Gegentreffern führten (27., 49., 89.). Aber: „Aus Fehlern lernen wir und werden diese im Training nach und nach abstellen“, sagte Marcel Paul, der ein Sonderlob für Keeper Marius Schneider aussprach. „Ohne ihn hätten wir doppelt so viele Tore bekommen.“

FC Polonia Bottrop – Adler Oberhausen 3:4

Im erwartet engen Schlagabtausch zwischen Polonia Bottrop und A-Kreisliga-Aufsteiger DJK Adler Oberhausen zogen die Hausherren am Sonntag mit 3:4 den Kürzeren – dabei hatte der Außenseiter gleich zwei Mal in Führung gelegen.

Das Wort „unglücklich“ nahm in der Spielanalyse von Trainer Andreas Hendel einen zentralen Platz ein, der zum abschließenden Urteil kam: „Wir hätten es verdient gehabt, eine Runde weiter zu kommen.“ Denn die Polonen lagen doppelt aussichtsreich auf Kurs: Zunächst besorgte Damian Kepa den rot-weißen Blitzstart in Minute acht, bevor Bottrop den Faden verlor und mit einem 1:2 in die Pause ging.

Den Faden nahm der Fusionsverein unter altem Namen nach dem Wiederanpfiff erneut auf und zeigte starke 25 Minuten mit tollen Treffern. Ahmet Tufan erzielte den Ausgleich (61.) und Pascal Kaluza ließ den Underdog endgültig von einer Überraschung träumen (64.). Doch ein Elfmeter führte zum 3:3 (70.) und zu einer heißen Schlussphase mit Chancen hüben wie drüben.

Als sich beide Seiten langsam auf eine Extra-Runde einstellten, schlug Oberhausen mit einem verdeckten Schuss nochmal zu und kickte Polonia aus dem Pokal. „Ich habe ein schönes Spiel gesehen, in dem wir alles reingeworfen haben“, zeigte sich Andreas Hendel stolz – und blickt zuversichtlich auf die Saison

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