Fussball

SV Vonderort träumt vom Aufstieg zum unrunden Geburtstag

Trikotwechsel: Ballermann Sven Laufhütte, vergangene Saison mit 59 Toren der beste Torjäger des SV Vonderort, geht ab sofort für den VfB Bottrop II in der Kreisliga B auf Torejagd.

Trikotwechsel: Ballermann Sven Laufhütte, vergangene Saison mit 59 Toren der beste Torjäger des SV Vonderort, geht ab sofort für den VfB Bottrop II in der Kreisliga B auf Torejagd.

Foto: Thomas Gödde / FUNKE Foto Services

Bottrop.  C-Ligist SV Vonderort steckt in den Niederungen des Amateurfußballs fest und möchte endlich hoch – viel Qualität wechselte aber zur Konkurrenz.

Der SV Vonderort feiert in diesem Jahr seinen 70. Geburtstag – und hätte sich mit dem ersehnten Sprung in die Kreisliga B gerne selbst beschenkt. Das Ziel verpasste die Mannschaft von Peter Arndt jedoch trotz hochkarätiger Unterstützung deutlich, der neue Anlauf startet unter erschwerten Bedingungen mit der Kreispokal-Partie am Sonntag um 15 Uhr gegen Dostlukspor Bottrop.

82 Tore verlassen den SV Vonderort

Satte 16 Zähler fehlten in der Endabrechnung der abgeschlossenen Saison zum direkten Aufstiegsplatz, obwohl die Wienberg-Elf einige überqualifizierte Kicker in seinen Reihen hatte. Allein Sven Laufhütte erzielte wahnwitzige 59 Treffer, auch die 23 Einschläge von Moris Schmidt konnten sich sehen lassen. Das Problem: Das Duo des drittgefährlichsten Angriffs der Liga schnürt ab sofort woanders seine Schuhe. Laufhütte wechselte zum VfB Bottrop II, während sich Schmidt überraschend GW Holten anschloss. „Das tat weh, ich habe fest mit ihm gerechnet“, erklärte Arndt geknickt.

Und dann wären da ja noch Stefan Lorenz und Dennis Brinkmann. Die beiden Alt-Internationalen mit Bundesliga-Einsätzen für RW Essen und Alemannia Aachen verliehen dem SVV einen ganz neuen Flair – von dem künftig andere Vereine profitieren. Lorenz coacht schon seit Januar den ambitionierten Bezirksligisten BG Überruhr, Brinkmann bleibt in Bottrop und wechselt zum FC 19 II unter Matthias Pech. Der Coach zu den Verlusten: „Wir haben viel Qualität verloren, aber auch gute Fußballer dazu gewonnen.“

Sieben Neuzugänge und eine hohe Trainingsbeteiligung freuen Peter Arndt

Denn gegenüber den Abgängen stehen sieben Verpflichtungen, die Peter Arndt in den letzten Wochen in das Team einfügte. „Die Jungs ziehen richtig gut mit, ich habe immer 17 Mann beim Training“, freut sich der Chef an der Seitenlinie. Die Grundlagen braucht Vonderort ab dem 18. August, um in der schwierigen C-Liga-Staffel eins zu bestehen. Gleich sechs Erstmannschaften kämpfen ebenso um die Kreisliga B wie ambitionierte Reserven vom SC 20 oder der Rhenania. „Ich möchte nicht vom Aufstieg reden, aber oben mitspielen wollen wir schon“, umreißt Peter Arndt die Ziele.

Dazu warten auf Mannschaft und Verein der runde Geburtstag, der im Herbst mit einem internen Turnier inklusive Sommerfest über die Bühne geht. Gefeiert werden soll außerdem Ende Mai 2020 – wenn der SV Vonderort die Kreisliga C endlich hinter sich gelassen hat.

Zugänge: Calvin Knoll, Dominik Jackes (beide RuWa Dellwig II), Dennis Sengün (Batenbrocker RK), Kevin Danko, Björn Klauber (beide PSV Oberhausen II), Luca Angemeer, Jens Hüsgen (reaktiviert).

Abgänge: Moris Schmidt (GW Holten), Stefan Lorenz (FC BG Überruhr), Dennis Brinkmann (FC Bottrop 19 II), Sven Laufhütte (VfB Bottrop II).

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben